Roccat Renga Boost Headset im Test

Kommen wir zum praktischen Teil. Zu allererst fällt das außerordentlich geringe Gewicht auf. Setzt man das Renga Boost auf, vergisst man nach kurzer Zeit fast schon, dass man es noch auf dem Kopf hat. Aber das geringe Gewicht hat leider auch seine Nachteile. Wieso? Die Materialen sind nicht gerade vom hohen Regal gewählt, besonders das Kopfbügel und die Gummihalter des Kopfbandes wirken alles andere als wertig. Immerhin aber ist die Verarbeitung insgesamt sehr sauber und solide, hier hat Roccat alles richtig gemacht.

Zur Konnektivität lässt sich nicht viel sagen. Das Kabel ist fest mit dem Headset verbunden und endet in einem 3,5-mm-Klinke Anschluss. Damit kann man das Renga Boost an die PlayStation 4 anschließen oder auch unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet verwenden. Das schlichte und kompakte Design ist dafür ebenfalls gut geeignet. Dazu gibt es auch ein Y-Adapter von 3,5-mm-Klinke auf je einmal Kopfhörer-Klinke und Mikrofon-Klinke, damit lässt sich dann auch am PC zocken.

Im Praxistest schlägt sich das Renga Boost im Hinblick auf den Sound überraschenderweise gut. Die Mitten sind betont, aber vor allem die Höhen sind klar und glänzen mit einer Fülle an Details. Auch der Bass ist präsent, jedoch hätte ein wenig mehr Durchschlagskraft nicht geschadet. Bei besonders basslastigen Musiktiteln merkt man,  dass das Roccat-Headset bei der Wiedergabe der Tiefen etwas schwächelt. Das liegt womöglich auch an den offenen Ohrmuscheln, die so gut wie keine Abschirmung bieten. Dadurch werden logischerweise fast alle Umgebungsgeräusche durchgelassen, besonders Unterwegs ist das keine Wohltat. Aber auch daheim empfiehlt sich eine ruhige Geräuschkulisse, um entspannt Musik zu hören oder beim Zocken im Spiel einzutauchen. Insgesamt ist der Klang entgegen aller Erwartungen recht solide. Die Treiber bieten detailreiche Höhen und ein dynamisches Klangbild.
Das Mikrofon kann mit dem Sound des Renga Boost leider nicht mithalten. Die Qualität ist fast schon enttäuschend. Mitspieler klagten über ein durchweg bestehendes Hintergrundrauschen und eine Stimme, als würde sie aus dem Cockpit eines Flugzeugs kommen. Zum gelegentlichen Daddeln mit Freunden mag das Mikrofon noch ausreichend sein, damit professionell Aufnehmen oder Streamen zu können, sollte man allerdings nicht erwarten. Hier besteht also definitiv Verbesserungspotential.

Inhaltsverzeichnis

  1. Roccat Renga Boost Headset im Test
  2. Lieferumfang, Design und Verarbeitung
  3. Roccat Renga Boost Headset im Test
  4. Fazit

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