Asus ROG Strix RTX 2060 OC im Test

Die Strix-GPUs von Asus gehören im Grafikkartensegment zu den begehrtsten, aber auch teuersten Varianten im direkten Vergleich mit anderen Modellen. Das trifft auch auf die ROG Strix RTX 2060 zu, die wir im Test genauer unter die Lupe genommen haben.


Wer eine Grafikkarte mit Nvidias neuer Turing-Achtitektur sucht, der hat seit diesem Januar mit der RTX 2060 endlich eine vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeit. Asus bietet zum Launch des neuen Pixelbeschleunigers gleich sieben Varianten an, darunter auch sein teuerstes Modell ROG Strix RTX 2060 OC (nicht zu verwechseln mit der etwas günstigeren Nicht-OC-Variante). Mit einem Preis von derzeit über 440 Euro gehört die Karte zweifelsohne zu den teureren 2060ern und muss im Test beweisen, ob sie den Aufpreis gegenüber anderen 2060-Iterationen wie der der RTX 2060 Founders Edition auch Wert ist.


Was den Preis betrifft, liegt die ROG Strix RTX 2060 OC sogar fast schon im Bereich der günstigsten RTX 2070 für rund 470 Euro (jeweils zum Testzeitpunkt). Umso mehr stellt sich die Frage nach der Performance des Asus-Pixelbeschleunigers. Zumindest die RTX 2060 Founders Edition konnte uns in puncto Preis-Leistung überzeugen, im Falle der Strix RTX 2060 OC kommen diesbezüglich aber eher Zweifel auf. Ob sich diese bewahrheiten, wird sich im Folgenden zeigen.

Angefangen bei der Optik liefert Asus wieder einmal eines der schönsten Kühler-Designs, das man aktuell bei Grafikkarten finden kann. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um das Design, das auch schon bei den anderen RTX-GPUs sowie der vorherigen Nvidia-Grafikkartengeneration eingesetzt wurde. Doch es gibt wenig Gründe, den exzellenten Kühler im Nachhinein umzuändern, insofern hat Asus mit seiner Entscheidung alles richtig gemacht.


Das komplette Konstrukt samt Platine und Kühler misst 300mm x 132mm x 50mm und schlägt mit stolzen 1,3 kg zu Buche, was sicherlich nicht wenig ist. Entsprechend erwarten wir wieder einmal eine sehr gute Kühlleistung, wobei die drei Lüfter standardmäßig in einem bestimmten Temperaturbereich stehen bleiben, womit die Karte semi-passiv betrieben wird.

Zu bachten ist, dass die Strix RTX 2060 OC drei Slots einnimmt, was für eine Mittelklasse-GPU ungewöhnlich ist. Auch der Stromverbrauch ist nicht zu unterschätzen, Asus setzt hierfür jeweils einen 8Pin- und 6Pin-Anschluss voraus. Zum Vergleich: Die Founders Edition belegt nur zwei Slots und wird über einen 8Pin-Stecker mit Strom versorgt.


Der erhöhte Stromverbrauch erlaubt auch eine entsprechende Anhebung des Takts, der im Boost-Modus bei 1830 Mhz, bei Aktivierung des OC-Mode sogar bei 1860 Mhz liegt - anstelle der 1680 Mhz wie bei der Founders Edition. Die 6GB GDDR6-Speicher laufen hingegen mit dem Standardtakt von 14.000 Mhz.

Bei der übrigen Ausstattungsliste gibt es eine ganze Reihe netter Features zu nennen: Da wären zum Beispiel die RGB-Beleuchtung am gesamten Kühlkörper sowie an der Backplate, die sich über einen dedizierten Knopf ohne weitere Software ein- und ausschalten lässt und ein Dual-BIOS, das ebenfalls über eine Extra-Taste verfügt und damit einen schnellen Wechsel zwischen einem Silent- und Performance-BIOS erlaubt.


Einen Punkt, bei dem Asus den Rotstift ansetzte, finden wir aber bei den Anschlüssen: Während die Strix RTX 2060 OC die beiden DisplayPort-Anschlüsse und einmal HDMI mit der Founders Edition gemein hat, wurde der DVI-Port gegen einen zweiten HDMI-Stecker ausgetauscht und der VirtualLink-Stecker im USB-C-Format komplett gestrichen. Während ersteres nicht unbedingt ein Nachteil ist, muss man letzteres klar als Negativpunkt anmerken.

Im Folgenden klären wir, was Asus teuerste RTX 2060 im Benchmark-Test alles leistet.



Inhaltsverzeichnis

  1. Asus ROG STrix RTX 2060 OC im Test
  2. Testmethoden
  3. Benchmark: 3DMark
  4. Benchmark: Spiele
  5. Stromaufnahme, Temperatur und Lautstärke
  6. Fazit

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