Corsair Vengeance Pro DDR3-2400 16GB RAM im Test

Mit der Vengeance Pro Serie hat der US-amerikanische Konzern eine weitere Reihe auf dem Markt etabliert, die ein sehr breites Preisspektrum abdeckt. Das 16-Gigabyte-Pärchen aus diesem Test reiht sich in der oberen Riege ein, ohne dabei den absoluten High-End-Bereich abzudecken. Gerade in diesem Bereich gibt es einige weitere Produkte aus gleichem Hause, welche ein ähnliches Prinzip verfolgen. Dabei zeichnet sich das vorliegende Vengeance-Pro-Produkt noch als etwas preisgünstiger ab, als die verwandten Dominator-GT- und Dominator-Platinum-Riegel, welche nochmals besser selektiert und deshalb teurer sind.

Für Corsairs Vengeance Pro DDR3-2400 CL10 sprechen die hohe Speicherdurchsatzrate, der hohe Takt ab Werk bei annehmbaren Timings und die absolut hochwertige Verarbeitung der Kühlbleche. Auch wenn die Optik bekanntlich Geschmackssache ist und im Auge des Betrachters liegt, lässt sich objektiv zumindest sagen, dass ein stimmiges Äußeres zum positiven Eindruck beiträgt. In den unteren Taktungsbereichen bis einschließlich 2.133 Megahertz geben sich die Module keine Blöße und halten problemlos mit vergleichbaren Kits mit. Auch 2.400 Megahertz sind mit guten Latenzen zu erreichen. Deutlich mehr Takt war mit sehr entschärften Latenzen und nur dem Hynix-Sample zu erreichen. Weiterhin gefiel uns, dass der Vengeance-Pro-DDR3-Arbeitsspeicher auch mit weniger Spannung immer noch 2,4 Gigahertz bei CL10 schafft.

Gegen das Speicherkit sprechen, dass das Overclocking-Verhalten gegenüber der High-End-Riege in noch höheren Taktungsregionen abfällt und unser erstes Kit nicht über 2.475 Megahertz hinaus kam. Ein weniger schweres Manko ist der Aufkleber auf den DIMMs, der auf der gegenüberliegenden Seite der Heatspreader weniger störend für eine saubere Optik im Gehäuse gewesen wäre. Leider ist es um die Verfügbarkeit derzeit auch nicht so gut bestellt, da kaum ein hiesiger Händler den rot-schwarzen Hauptspeicher auf Lager hat. Preislich liegt das Paar mit derzeit mindestens 195 Euro (Stand 02/2014) im nicht mehr ganz so erschwinglichen Bereich. Vor dem Kauf sollte unbedingt geprüft werden, ob die Höhe von 4,5 Zentimeter keine Probleme mit anderen Bauteilen wie großen CPU-Kühlern verursacht.

Wieder einmal liefert Corsair mit dem Vengeance-Pro-DDR3-Speicher ein durchdachtes und wertiges Produkt ab, dass in vielerlei Hinsicht eine gute Figur macht. Mit besserem Übertaktungsverhalten, wären die Riegel ein absoluter Tipp. So hinterlässt dieser Umstand einen trüben Beigeschmack, der aber für die meisten Spiele-PCs nicht relevant sein sollte, denn um solch enormen RAM-Takt zu betreiben, muss schließlich auch die Systemumgebung in Form von CPU und Motherboard mitspielen. Der Leistungsvorteil von 2.600 bis 2.666 Megahertz gegenüber 2.400 Megahertz dürfte ohnehin nur in Benchmarks eine Bedeutung haben. Mit etwas Glück kann man auch ein besseres OC-Kit als unseres erwischen. Wer sicher gehen möchte und nicht auf das letzte Quäntchen Speicherdurchsatz verzichten kann, kauft die sehr seltenen, noch besser selektierten Riegel. Alle anderen erhalten mit dem 16 Gigabyte Corsair Vengeance Pro DDR3-2400 CL10 ein überdurchschnittlich schnelles Memory-Kit zu einem teuren, aber aufgrund der Spezifikationen noch akzeptablen Preispunkt. Daher sprechen wir für das Vengeance-Pro-DDR3-Pärchen auch eine Redaktionsempfehlung aus.

Produkte aus der Vengeance Pro Reihe sind bei Amazon erhältlich.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair Vengeance Pro DDR3-2400 16GB RAM im Test
  2. Der Speicher im Detail
  3. So testet PC-Max
  4. Speicherdurchsatz & Latenzen
  5. Overclocking
  6. Fazit

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