ASUS ZenBook UX305CA

Das ASUS ZenBook UX305CA scheint auf dem ersten Blick ein sehr interessantes Gerät zu sein. Unter der Haube stecken ein aktueller Intel Core M-Prozessor, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 128 Gigabyte große M.2-SSD. Auch optisch macht das knapp 13 Millimeter dicke Notebook einen sehr wertigen Eindruck, welcher auch vom Display nicht getrübt wird. ASUS setzt auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das mit 3.200 x 1.800 Pixeln auflöst. Windows 10 ist vorinstalliert und für 799 Euro ist das Gerät bereits erhältlich, was es scheinbar zur perfekten Wahl macht.


Nun stellen wir uns die Frage nach dem Knackpunkt. Vorab sollten einige Punkte erläutert werden. In der neusten Generation der Core-Prozessoren hat Intel zwei Produktlinien veröffentlicht. Es bleiben natürlich die Modelle der Serien i3, i5 und i7 bestehen, während auch neue m3-, m5- und m7-CPUs dazugekommen sind, die besonders energiesparend sein sollen und dementsprechend in mobilen Computern Zuhause sind. In unserem ZenBook steckt ein Intel Core m3-6Y30 Dual-Core-Prozessor mit vier Threads, einem Basistakt von 900 Megahertz und einem Boosttakt von bis zu 2,2 Gigahertz - Für den alltäglichen Gebrauch sollte also ausreichend Leistung vorhanden sein.

Auch wenn die Leistung des Prozessors alles andere als bahnbrechend ist, müssen wir natürlich auch den positiven Nutzen erkennen. Mit einer TDP von gerade einmal 4,5 Watt gibt der m3 kaum Wärme ab, weshalb ASUS mit einem lüfterlosen Design auskommen kann, was das Notebook um einige Millimeter schmaler ausfallen lässt. Neben der schlanken Bauweise wird es optisch durch eine konzentrische Struktur auf der Oberseite aufgewertet. Dem Kunden werden drei verschiedenfarbige Modelle angeboten: Neben dem von uns getesteten Obsidian Stone stehen auch Ceramic White und Aurora Metallic zur Auswahl. Gewichtstechnisch muss sich das 13,3 Zoll große Gerät mit seinen 1,2 Kilogramm, die es auf die Waage bringt, nicht verstecken und stellt ein interessantes Upgrade zu einem Tablet dar. Besonders interessant ist auch, dass es sogar günstiger als ein 12,9 Zoll großes iPad Pro ist.

Tablet-PCs haben sich innerhalb der letzten Jahre sehr schnell entwickelt, weshalb sie gern als praktische Alternative für Notebooks angesehen werden. Wer mit seinem Gerät ernsthaft arbeiten möchte, kommt um ein vollwertiges Notebook kaum herum, da ein Trackpad und eine Tastatur um einiges ergonomischer sind. ASUS verbaut im ZenBook UX305CA eine Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung. Allerdings fällt das Handling sehr gut aus, was vor allem dadurch erreicht wird, dass alle Tasten an den erwarteten Positionen anzutreffen sind. Auch wilde Tastenkombinationen über die FN-Taste werden nur sehr selten benötigt. Uns ist besonders positiv aufgefallen, dass das Keyboard des ZenBook ein wenig angewinkelt wird, wenn man es aufklappt. Das Schreiben längerer Texte wird somit deutlich angenehmer. 

Auch das verbaute Trackpad gibt kaum Anlass zur Kritik. Es regiert auf Wisch- und Zoom-Gesten ausgesprochen gut und setzt diese Bewegungen zuverlässig um. Perfektionisten werden sich jedoch über die auffällig lauten Klickgeräusche der beiden eingearbeiteten Maustasten beschweren. Grundsätzlich ist an beiden Eingabegeräten nichts auszusetzen, ein drittes Eingabegerät wäre jedoch eine Bereicherung für das UX305CA gewesen. Hiermit ist natürlich ein Touchscreen gemeint, wie wir ihn im deutlich teureren UX305CA-DQ150T finden. 

Für uns ist der fehlende Touchscreen eine kleine Überraschung, da es sich bei unserem ZenBook um ein Windows-10-Gerät handelt und die Bedienung angenehmer ausfallen würde. Davon abgesehen hat das IPS-Panel dafür andere Vorteile, von denen wir gerade bei längerer Betrachtung profitieren können. Eine sehr hohe Pixeldichte, eine angemessen hohe und gleichmäßige Beleuchtung, ein solider Kontrast sowie eine matte Oberfläche machen das ZenBook UX305CA zu einem treuen Begleiter für den alltäglichen Workflow.

Nun stellen wir uns natürlich die Frage, ob eine solche QHD+ Auflösung überhaupt nötig ist, wenn wir beispielsweise auf die Akkulaufzeit schielen. Wenn wir von diesem Gerät zu einem anderen mit einer kleineren Auflösung wechseln, stellen wir durchaus einen Unterschied fest. Für uns ist es ein Genuss, hochauflösende Fotos oder kleiner geratene Texte auf dem Display darzustellen, weil unser Auge weniger stark belastet wird. Die hohe Auflösung von 3.200 x 1.800 ist also gerechtfertigt, wenn man das ZenBook wieder als Upgrade zu einem Tablet ansieht. In diesem Fall liegt die Pixeldichte mit 276 PPI sogar über einem 264 PPI starken iPad Pro.

Der Sound aus den integrierten Lautsprechern fällt recht durchschnittlich aus, was bei der geringen Bauhöhe von nur knapp 13 Millimetern leider kaum zu verhindern ist. Trotzdem hat es ASUS geschafft, dem Gerät eine sehr gute Konnektivität zu verleihen, indem drei USB-3.0-Anschlüsse und ein Mirco-HDMI-Port an den Seiten verbaut worden sind. Die üblichen Anschlüsse für Audiogeräte und das 45 Watt leistende Netzteil sind natürlich auch mit an Bord. Außerdem stehen Bluetooth 4.0 sowie Wifi AC zur Verfügung. Für Kabelliebhaber ist ein USB-Ethernet-Kabel im Lieferumfang enthalten.

Ein Teil des Pakets ist uns leider negativ aufgefallen. Damit meinen wir das vorinstallierte Software-Bundle, dessen einzelne Programme sich jedoch leicht deinstallieren lassen. Insgesamt scheint das ZenBook UX305CA ein guter Kompromiss aus Leistung und Mobilität zu sein, der besonders für Studenten interessant sein könnte. 

 


Inhaltsverzeichnis

  1. ASUS ZenBook UX305CA
  2. Benchmark: Prozessor
  3. Benchmark: Arbeitsspeicher
  4. Benchmark: Datenträger
  5. Benchmark: System
  6. Benchmark: Display
  7. Benchmark: Lesitungsaufnahme, Temperatur und Akku
  8. Fazit

Anzeige