Test: Chieftec A-90 GDP-550C Netzteil im Test

Als Verpackung hat sich Chieftec erneut für einen kompakten Karton mit einer komfortablen Öffnung auf der Oberseite entschieden. Informationen gibt es von außen wenig, einzig ein paar Logos wie die zu SLI und CrossfireX schmücken die Verpackung. Außerdem finden wir ein Chieftec-eigenes Symbol mit der Aufschrift "EFFICIENCY 90% GOLD 230V ONLY" vor, das dem 80Plus-Gold-Logo ähnelt. Das Netzteil selbst ist in Luftpolsterfolie ausreichend geschützt.

Neben einer Kurzanleitung sind im Lieferumfang außerdem ein Netzkabel und Schrauben in einer Samttasche enthalten. Kabelbinder hätten wir uns als zusätzliche Beigabe noch gewünscht.

Das Netzteilgehäuse

Die raue Oberflächenbeschichtung des Netzteilgehäuses erweckt ähnlich wie bereits die NAVITAS-Serie einen exklusiven und wertigen Eindruck. Das Gehäuse ist überaus stabil und die seitlichen Aufkleber halten diesmal äußerst gut.

Die gold-farbene Schrift macht in Verbindung mit dem Gehäuse einen gelungenen Eindruck. Die Gehäusetiefe beträgt 160 Millimeter, was standardmäßige Ausmaße sind. Der Lüfter deckt davon fast die komplette Oberseite ab.

Technische Daten

Die Gesamtleistung des Chieftec A-90 beträgt 550 Watt. Insgesamt sind 540 Watt auf der 12-Volt-Schiene verfügbar. Somit kann fast die komplette Leistung darüber bezogen werden, was für moderne Systeme besonders wichtig ist. Nebenbei lassen sich die 3,3-Volt- und die 5-Volt-Schienen mit jeweils 20 Ampere belasten. Zusammen dürfen 110 Watt nicht überschritten werden, was im Allgemeinen problemlos ausreicht.

Auf eine Aufteilung der 12-Volt-Schiene wurde verzichtet. Der Sicherheits-Gewinn von mehreren Schienen wäre in dieser Leistungsklasse nur marginal.

Anders als noch die NAVITAS-Serie ist keine 80Plus-Zertifizierung vorhanden. Ecova Plug Load Solutions gibt zwar für Netzteile ohne Weitbereichseingang mittlerweile die Möglichkeit ein Zertifikat nach "230V EU Internal"-Vorgaben auszustellen, jedoch gelten für die gleichen Zertifikate hierbei höhere Anforderungen.

Chieftec gewährt dem Netzteil zwei Jahre Garantie, wobei Garantie-Ansprüche nur über den Händler geltend gemacht werden können.

Technische Daten
HerstellerChieftec
NameA-90 GDP-550C
Leistung550W
80PlusKeine
Modulares KabelmanagementTeilmodular
Lüfter140mm D14SM-12 mit Sleeve-Gleitlager
Lüfter beleuchtet?Nein
Platinen-DesignCWT GP
Abmessungen (BxHxT)150x86x160mm
Anzahl 12V-Rails1
Haswell C6/C7 KompatibilitätJa
Garantie2 Jahre
Preis-
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Kabelausstattung

  • 1x 20/24-Pin
  • 1x 4/8-Pin ATX12V
  • 2x 6/8-Pin PCIe (ein Kabel)
  • 6x SATA (zwei Kabel je drei Stecker)
  • 3x IDE (ein Kabel mit Floppy am Ende)
  • 1x Floppy

Die Kabelausstattung fällt durchschnittlich aus und die Aufteilung der Stecker hätte ein wenig optimiert werden können. Wenn allerdings keine IDE- oder Floppy-Anschlüsse benötigt werden, kann man vom Kabelmanagement profitieren. Die PCIe-Stecker sind an einem einzelnen AWG18-Kabelstrang angebracht, weshalb man von einem besser aufgeräumten Gehäuse profitiert. Nachteilig ist jedoch die Spannungs-Stabilität wenn darüber Leistungen von 300 Watt und mehr abgerufen werden sollen.

Die Kabellängen gehen mit 57 Zentimetern für CPU und Mainboard in Ordnung. Für die PCIe-Stecker stehen 56 plus 14 Zentimeter zur Verfügung.

Das teilmodulare Kabelmanagement ist sinnvoll gewählt: Mainboard- und CPU-Leitungen kommen direkt aus dem Netzteil, für alle anderen Anschlüsse stehen Steckverbindungen bereit.

Alle Kabel sind gesleevt, sodass sie gegenüber Flachbandkabeln besonders einfach zum Verlegen sind. Die Qualität und Optik des Sleeve empfinden wir überdurchschnittlich, weil die Kabelstränge einerseits gut biegsam und andererseits blickundurchsichtig sind.


Inhaltsverzeichnis

  1. Chieftec A-90 GDP-550C Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

Kommentare

Also nicht das Gelbe vom Ei das Teil. Und ca. 80 Euronen finde ich auch für das gebotene einfach zu viel.

Ich warte mal auf einen Test von ATX-Netzteilen der max. 300 Watt Klasse. Diese reichen voll für einen HTPC / Homeserver locker aus.

geschrieben am 27.10.2014 um 05:43 Uhr

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