Test: Nvidia Geforce RTX 2080Ti und RTX 2080 im Test

Mit einer Präsentation, die einprägsamer kaum sein könnte, hat Nvidia seine neueste und leistungsfähigste Grafikkartengeneration für Endkunden vorgestellt. Im Test klären wir die brennende Frage, wie viel Performance die neuen Turing-Modelle tatsächlich bieten und ob sie die hohen Verkaufspreise rechtfertigen.


Unter dem Codenamen Turing werkelte Nivida für längere Zeit an der nächsten GPU-Generation, die nun offiziell erhältlich ist - wenn man von der kleinen Verzögerung bei der RTX 2080Ti absieht. Im Vorfeld ließ Nvidia aber nur häppchenweise Informationen darüber veröffentlichen, wie stark die Grafikkarten nun wirklich sind. Am 19. September war es dann soweit: Nvidia hob die Sperre für die Veröffentlichtung von Testberichten auf, womit endlich unabhängige Leistungswerte zum Vorschein kommen.

Vorab ist es wichtig zu erwähnen, dass Nvidia für Turing auf weitaus mehr Technik aus der Workstation/Server-orientierten Volta-Architektur zurückgegriffen hat, als beim direkten Vorgänger Pascal. Ein zentrales Feature, das auch namensgebend ist: Raytracing. Wer die Live-Vorstellung mitverfolgt hat, dem dürfte dieses Wort inzwischen ins Gedächtnis gebrannt worden sein.

GeForce RTX 2000 Lineup
ModellRTX 2080TiRTX 2080RTX 2070
Architektur12nm TU10212nm TU10412nm TU104
CUDA-Kerne435229442304
Basistakt135015151410
Boost-Takt151517101620
Speicher11GB GDDR68GB GDDR68GB GDDR6
Speicherbus352 Bit256 Bit256 Bit
Bandbreite616GB/s448GB/s448GB/s
TDP250W215W175W
Preis1259 Euro
849 Euro
639 Euro

Wenn es aber eine Sache gab, welche einen faden Beigeschmack hinterließ, dann war es die Preisvorstellung von Nvidia. Die RTX 2080Ti etwa kostet in der Founders Edition 1260 Euro und damit fast doppelt so viel wie der Vorgänger GTX 1080Ti zum Launch. Nutzt der Konzern hier seine Marktmacht im Grafikkartensegment schamlos aus oder gibt es triftige Gründe, warum der Preisanstieg so immens ist? Das werden wir im Folgenden herausfinden.

Die RTX 2080Ti und RTX 2080 nutzen den Turing TU102 respektive TU104 Chip. Selbst im 12nm-Verfahren ist die technische Leistungsfähigkeit auf dem Papier beeindruckend: 18,6 Milliarden Transistoren samt der zusätzlichen Raytracing- und Tensor-Hardware finden hier Platz. Auch die CUDA-Kerne arbeiten effizienter und versprechen einen erheblichen Performance-Zuwachs im Vergleich mit der Vorgängergeneration.

Wie schon erwähnt, finden wir in der RTX 2080 den TU104 Chip wieder. Ausgehend von den technischen Daten müsste die GPU damit deutlich langsamer als die RTX 2080Ti, aber immer noch schneller als die GTX 1080Ti sein. Denn bei der Vorgängergeneration entsprach das 1070-Modell leistungsmäßig in etwa der GTX 980Ti.

Der GDDR6-Speicher mit 14Gb/s via 256-Bit-Bus dürfte mit Sicherheit performant laufen. Die reine Speichergröße ist aber bei beiden RTX-Karten mit 8GB gleich groß - die GTX 1080Ti hingegen hatte noch 11GB Videospeicher. Wie sich das im realen Test auswirkt, zeigen wir in den nächsten Seiten.


Inhaltsverzeichnis

  1. Nvidia Geforce RTX 2080Ti und RTX 2080 im Test
  2. Die Founders Edition im Detail
  3. Testmethoden
  4. Benchmarks
  5. Stromaufnahme, Temperatur und Lautstärke
  6. Fazit

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