ASUS XG Station Pro Grafikkartengehäuse im Test

Das Problem kennen viele: Will man sich ein leistungsfähiges Notebook anschaffen, das auch zum Gaming geeignet ist, muss man entweder bei der Mobilität Abstriche machen oder aber eine externe GPU anschaffen, die sich bei Bedarf optional anschließen lässt. Letzteren Zweck soll die ASUS XG Station erfüllen. Wir machen den Test.


Aktuelle CPUs in mobilen Notebooks wie der Intel Core i7 8550U bieten ein hohes Leistungsniveau und können daher auch für anspruchsvolle Aufgaben - etwa Gaming - genutzt werden. Das Problem ist meist aber, dass die interne GPU im wahrsten Sinne nicht mitspielt, es fehlt hierfür schlicht die Leistung. Mit dem Anschluss über Thunderbolt 3 hat sich aber die Möglichkeit ergeben, die Berechnung anspruchsvoller Videosequenzen nach außen zu verlagern.

ASUS nicht nicht der erste Hersteller, der ein passendes Produkt auf den Markt bringt, um Notebooks mithilfe externer GPUs mit Leistung zu versorgen. Die neu aufgerollte XG Station Pro soll dies aber elegant und dennoch möglichst kompromisslos schaffen. Wir schauen uns das Gerät im Folgenden genauer an.

Rein optisch hat sich ASUS beim Design extrem zurückgehalten. Von Gaming-typischen Merkmalen wie (RGB)-LEDs oder scharfen Konturen hat das Unternehmen weitgehendst zurückgehalten - vielleicht auch deshalb, weil das Gehäuse zusammen mit dem Spezialisten von Lian Li entworfen wurde. Entsprechend finden wir ein dezentes, abgerundetes Äußereres, das lediglich zwecks besserer Kühlung an beiden Seiten über Öffnungen verfügt. Das Aluminium umfasst nahezu die gesamte Oberfläche und fühlt sich entsprechend hochwertig an. Wer hier den Gamer-Look vermisst, für den hat ASUS aber noch ein passendes Pendant in Form der ROG XG Station 2 im Angebot.

Das Gehäuse ist mit 375x107x205mm bei 2,93 auch recht kompakt, wiegt aber züzüglich des eigentlichen Laptops natürlich immer noch deutlich mehr als ein Notebook mit intern verbauter Grafikkarte. Um Platz zu sparen, wurde das Netzteil bei der XG Station aber extern umgesetzt. Öffnen lässt sich das Gehäuse ganz einfach durch das Bewegen des Schiebereglers (Lock/Unlock) und abziehen der Seitenteile.

Unterstützt werden nach eigenen Angaben Grafikkarten ab Serie 900 bei Nvidia und ab RX 570 beziehungsweise WX7100 bei AMD unter Windows 10. Bei MaxOS (High Sierra 10.13.4 und neuer) werden offiziell nur die zuvor genannten AMD-Modelle unterstützt. Allerdings fasst die XG Station normale PCIe x16-Karten mit einer maximalen Länge von über 30cm und 2,5 Slots Breite, weshalb theoretisch auch andere Grafikkarten in diesen Dimensionen funktionieren müssten. Wir hatten jedenfalls kein Problem beim Betrieb mit einer GTX 1080Ti.

Rückseitig fällt sicherlich als erstes der rote proprietäre Stromanschluss für das 330 Watt starke Netzteil ins Auge. Den eben erwähnten Minimalismus führt ASUS leider auch bei den Anschlussmöglichkeiten fort: Statt fünf USB-Ports wie beim Vorgänger gibt es nun nur noch einen. Dieser unterstützt zwar USB 3.1 Gen 2 Typ C, leistet aber letztendlich auch nur 15W und damit bestenfalls genug, um ein Smartphone aufzuladen. Immerhin legt ASUS aber ein passendes Thunderbolt 3-kompatibles Kabel mit 150cm Länge bei, um den entsprechenden Anschluss (links neben dem USB-Port) direkt nutzen zu können.

Zur Kühlung verbaut ASUS zwei Polaris 120mm Lüfter von In Win, die jedoch erst bei deutlicher Last und damit Wärmeentwicklung der Grafikkarte anspringen. Laut ASUS ist die im Inneren des Gehäuses gemessene Temperatur ausschlaggebend dafür, wann die Lüfter drehen und wann nicht.

Normalerweise ist der Thunderbolt 3-Anschluss leistungsfähig genug, um ein Notebook parallel mit Strom versorgen zu können. Unser Testgerät in Form des Dell XPS 13 (9370) wollte sich allerdings partout nicht aufladen lassen. Laut Dell wäre hierfür eine konstante Leistung von mindestens 27 Watt notwendig - und die kann der TB3-Port der XG Station offenbar nicht liefern. Wer keinen seperaten Stromanschluss zum Aufladen hat, sollte dies in jedem Fall berücksichtigen.

Ein bisschen RGB gibt es letztlich doch noch: Unterhalb der Grafikarte befinden sich zehn einzelne LEDs, dessen Licht sich über die ASUS Aura Software beliebig einstellen lässt. Sie leuchten standardmäßig weiß, lassen sich bei Bedarf aber auch komplett ausschalten. Falls eine STRIX-Grafikkarte mit kompatibler Aura-Beleuchtung eingesetzt wird, kann man die LEDs auch synchron schalten.


Inhaltsverzeichnis

  1. ASUS XG Station Pro Grafikkartengehäuse im Test
  2. Benchmarks
  3. Fazit

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