Test: Chieftec Dragon Series DX-02B Gehäuse

Auf den ersten Blick ist dem jüngsten Spross eine Ähnlichkeit mit dem legendären CS-601 keinesfalls zuzuschreiben. Das vor kurzem vorgestellte Modell kommt mit seinem Kunststoffpanzer wesentlich aggressiver daher und verzichtet infolgedessen auf die klare, dezente Linie des Ahnen. Einzig und allein die untere Frontpartie mit ihren Bogenelementen aus dickem Plastik erinnert an den älteren Ableger. So kommt auch keine Fronttür mehr zum Einsatz, weshalb die vier 5,25-Zoll-Schächte verdeckt durch Lochblech direkt sichtbar werden. Oben am Gehäuse prangt das Hersteller-Logo, das beim Übergang zum Deckel platziert wurde. Dort befindet sich sogleich das aus zwei USB-2.0-, einem USB-3.0-Port sowie die beiden Audio-Buchsen und einem E-Sata-Anschluss bestehende Frontpanel. Weiter oben ist der sehr schwer zu betätigende Reset-Knopf neben dem gut erreichbaren Einschalt-Taster lokalisiert. Die restliche aus robustem Kunststoff gefertigte Deckelpartie erinnert an ein Drachenschuppengeflecht, das den Namen der Baureihe aller Ehre macht. Selbige ermöglichen einen adäquaten Luftaustritt.

Die beiden Seitenteile des DX-02B sind komplett verschieden gefertigt, weshalb es sich an dieser Stelle lohnt, einen genauen Blick darauf zu werfen. Das Linke verfügt über zwei kleine Plexiglas-Stücke, die mit schwarzen Nieten auf dem Seitenteil angebracht worden sind. Allerdings wirkt genau diese Anbringungsart der Kunststoffscheiben weniger elegant, weshalb das Einlassen und die Fixierung selbiger über die Innenseite wesentlich schöner anzusehen wäre. Ferner soll ein übergroßer 200-Millimeter-Platz für Ventilatoren beim Einbau eines entsprechenden Lüfters für eine noch höhere Kühlperformance sorgen.

Das Gegenstück in Form des rechten Seitenteils ist im Vergleich dazu eher unspektakulär gehalten und verfügt über eine Ausbuchtung, um ein Verbiegen aufgrund der hinter dem Mainboardtray verlegten Kabel zu vermeiden. Mit einigen Quadraten hat der Hersteller an dieser Stelle kleinere Akzente gesetzt. Negativ ist zu vermerken, dass beide Seitentüren eher weniger verwindungssteif sind und dadurch ohne großen Kraftaufwand zum Verbiegen neigen.

Die Rückseite des DX-02B ist vom Hersteller auf die Höhe der Zeit gebracht worden: Das Netzteil findet im Gegensatz zum CS-601 im Boden seinen Platz. Acht Erweiterungskarten-Slots sowie vier Schlauchdurchführungen stehen für Nutzer von externen Wasserkühlungskomponenten bereit. Der am Heck befindliche 120-Millimeter-Lüfterplatz ist bereits mit einem passenden Exemplar belegt. Ansonsten sind an dieser Stelle noch die beiden Schalter zu erwähnen, die die Zwei-Kanal-Lüftersteuerung darstellen. Der Unterseite beinhaltet zwei Staubfilter in Boden-Lüfter- und Netzteil-Region sowie die vier aus Kunststoff gefertigten Füße, die allesamt mit kleinen Gummipuffern versehen sind.


Inhaltsverzeichnis

  1. Chieftec Dragon Series DX-02B Gehäuse
  2. Ausstattung und Spezifikationen
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. Messungen und Eindrücke
  7. Fazit

Kommentare

Ich kann mich einfach nicht mit den unzähligen Cases anfreunden, die tagtäglich auf den Markt geworfen werden und weder optisch noch in puncto Ausstattung und Features überzeugen. Auch hier: nichts Innovatives im Innenraum, Hot-Swap dürfte sowieso nur für die wenigsten - der angestrebten Käuferschicht - im Alltag genutzt wreden, und letztendlich sind dermaßen großen Gehäuselüfter im Regelfall als nachteilig zu bewerten (Flexibilität, Qualität und Lautstärke).

Wieder ein Gehäuse mehr; nichts, was richtig zu überzeugen vermag.

geschrieben am 01.02.2013 um 14:15 Uhr

In punkto Schönheit ist sich Chieftec treu geblieben.
Das Case kann bestimmt auch Eier abschrecken und wäre eine gute Requisite in Iron Sky gewesen ;)

Was mich aber besonders stört:
Wenn ich eine Gehäuse entwickle nehme ich mir entsprechend Zeit und gehe als guter Entwickler auch Nutzungsszenarien durch.
Jetzt möchte ich mal erklärt bekommen in welchem dieser Szenarien sich herausgestellt hat, dass eine "Lüftersteuerung" (menn man nen Toggleswitch so überhaupt nenen darf) am besten hinten am Gerät erreichbar ist -.-°

Was den Rest angeht, ist es wie Drachenorden schon sagt: wieder ein Statist mehr im Unbesonderheitenkabinett der Computergehäuse...

geschrieben am 01.02.2013 um 14:42 Uhr

Das Gehäuse ist schon sehr innovativ, 2 Guckloche an der Seite sowas habe ich noch nicht gesehen :)

geschrieben am 01.02.2013 um 17:33 Uhr

Ich finde das Case enttäuschend.

geschrieben am 01.02.2013 um 19:48 Uhr

Ich finde hier hat Chieftec wieder mal sauber abgeliefert. Bis jetzt wurde ich noch nie enttäuscht und ich hatte schon ein paar Chieftec Gehäuse.

geschrieben am 02.02.2013 um 00:13 Uhr

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