Roccat Kone Aimo Gaming Maus im Test

Inzwischen ist es mehr als zehn Jahre her, dass Roccat die erste Version seiner Gaming-Maus Kone auf den Markt gebracht hat. Die neueste Auflage zum zehnten Jubiläum hört auf den Namen Kone Aimo und soll einen bereits hochwertigen Nager um weitere Funktionen verbessern. Was das bedeutet, erklären wir im Review.


In puncto RGB hatte der deutsche Hersteller Roccat schon sehr früh einen Trend angebahnt und brachte vor mittlerweile mehr als zehn Jahren seine erste Maus mit RGB-Beleuchtung heraus. Inzwischen sind mehrere neue Varianten erschienen, in die nach eigenen Angaben immer wieder das Feedback der Spieler eingeflossen ist. Den aktuellen Entwicklungsstand nach nunmehr einem Jahrzehnt stellt die Kone Aimo dar. Was hier unter der Haube steckt, zeigen wir im Folgenden.

Design und Verarbeitung

Vorab: Die Kone Aimo gibt es in drei Farbvarianten: grau, weiß und schwarz. Bei unserem Testmuster handelt es sich um letzteres Modell:

Wer Form und Haptik der Roccat Kone kennt, der wird auch beim neuesten Modell keine Überraschungen finden. Auf den zweiten Blick fallen jedoch mehrere Änderungen auf: Unter anderem wurde die Daumenmulde etwas vergrößert und auf der gegenüberliegenden Seite sollen Einbuchtungen den Grip verbessern. Die Verarbeitungsqualität wirkt dabei sehr hochwertig, womit der Nager in diesem Punkt auch seinem vergleichsweise hohen Preis gerecht wird.

Sofort auffallen werden sicherlich jedem Nutzer beim erstmaligen Betrieb die langen LED-streifen und das beleuchtete Mausrad - wie man hier die RGB-Beleuchtung einstellt, erklären wir später. Im ausgeschalteten Zustand sind die RGB-Streifen aber komplett schwarz und glänzen. Die restliche Oberfläche ist größtenteils in feinem, leicht angerautem Kunststoff gehalten.

An Tasten finden wir auf der Maus acht Stück inklusive Mausrad und Haupttasten. Drei davon entfallen auf die rechten Daumentasten und zwei weitere auf die DPI-Tasten hinter dem Mausrad. Speziell die Daumentasten sind aus unserer Sicht gut platziert: Zwei befinden sich oberhalb der Daumenmulde, eine länglichere Taste ist darunter angebracht.

Technische Daten:

Roccat Kone Aimo
SensorPixart PMW 3361 (Laser)
Abmessungen200 x 60,7 x 160,20 mm
Tasten8
Auflösung12.000 DPI
Polling-Rate1000Hz
Interner SpeicherJa
Kabellänge1,8m
BeleuchtungRGB (10 Zonen)
SoftwareRoccat Swarm
PreisCa. 70 Euro (Stand 07/2018)

 

Praxistest

Als Sensor kommt der sogenannte Owl-Eye-Sensor zum Einsatz, dabei handelt es sich um einen von Roccat angepassten Sensor von Pixart (Modell PMW 3361). Dieser liefert eine maximale Auflösung von 12.000 dpi und ist gewohnt sehr schnell und präzise. Schon in den vergangenen Tests lieferten sich die Pixart-Modelle beim Gaming nie eine Schwäche, das trifft auch in diesem Fall zu.

Die Mausform erweist sich in der Praxis als guter Allrounder, auf der sowohl kleinere, als auch große Hände ordentlich Platz finden. Die Tasten selbst sind ebenfalls gut zu erreichen und und geben ein leichtes, aber gut hörbares Klickgeräusch ab. Bei den Hauptschaltern handelt es sich um Omron-Switches für bis zu 50 Millionen Klicks. Negativ: Das Mausrad fühlt sich etwas rau und widerstandsfähig an - das dürfte nicht jedem Nutzer gefallen.

Über die hier downloadbare Software Roccat Swarm lassen sich die Tastenbelegungen anpassen, Makros hinzufügen oder sonstige Zusatzfunktionen aktivieren. Eine Besonderheit nennt sich "Easy Shift": Die gleichnamige Funktion erlaubt es, jede Taste doppelt zu belegen. Durch das Drücken der vorher definierten Easy Shift-Taste kann man dann zwischen einem Tastenprofil und dem anderen umschalten und erhält quasi die doppelte Anzahl an verfügbaren Maustasten.

Bei unserem Test verlangte die Software nach der Installation zunächst einmal Zugriff auf unser Netzwerk und dann ein Firmware-Update für die Kone Aimo. Danach standen uns alle Funktionen zur Verfügung. Änderungen mit dem Tool lassen sich außerdem direkt auf der Maus abspeichern - internem Speicher sei dank. Damit bleiben Änderungen auch bei einem etwaigen Systemwechsel erhalten.

Bei der Beleuchtung lässt sich Roccat nicht lumpen und bietet gleich funf einzelne LED-Zonen, die sich individuell anleuchten lassen. Man kann die Beleuchtungssteuerung aber auch komplett der Software überlassen, welche dann anhand des Nutzungsverhaltens eine eigene RGB-Show herzaubert. Die große Beleuchtungsvielfalt erlaubt mitunter auch ungewöhnlichere Leuchtmuster, womit auch RGB-Fetischisten voll auf ihre Kosten kommen dürften.

Fazit

Mit der Kone Aimo bietet Roccat eine hübsche und ergnomische Gaming-Maus im oberen Preisbereich an. Sie bietet nicht nur praktische Extra-Features, sondern auch eine umfassende RGB-Beleuchtung an, welche die der Konkurrenz übertrumpft. Ganz günstig ist der Nager mit derzeit rund 70 Euro aber nicht (Stand 07/2018). Für die geleistete Performance gibt es aber in jedem Fall unsere Redaktionsempfehlung und damit ein gelungenes Jubiläum zum zehnten Geburtstag der Roccat Kone.

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