Samsung gerüchteweise interessiert an PC-Sparte von HP (Update: dementiert)

Wie DigiTimes zu wissen scheint, könnte Samsung interessiert an einer Übernahme der PC-Sparte von HP sein. Hewlett-Packard hatte erst vor einigen Tagen bekannt gegeben, sich von der Mobile- und PC-Sparte trennen zu wollen. Die Gerüchte stützen sich auf eine Einladung diverser Auftragsfertiger seitens Samsung. 

Nachdem erst vor wenigen Tagen die Eilmeldung durch die Medien ging, dass HP sich von der eigenen Mobile- und PC-Sparte trennen wolle - inklusive sofortiger Aufgabe der Weiterentwicklung von webOS und betreffender mobiler Geräte - zeigt jetzt offenbar ein erster großer Player Interesse an einer Übernahme. 

Der Quelle zufolge zeigt Samsung reges Interesse an der PC-Sparte von Hewlett-Packard. Dabei stützen sich die Gerüchte auf eine Einladung einiger Auftragsfertiger, darunter Quanta Computer, Compal Electronics und Pegatron Technology, welche teilweise auch für HP fertigen. Da bei letzterem Unternehmen die Verträge für das nächste Jahr schon fix sind - sie betreffen knapp 40 Millionen auszuliefernde Computer - müsste Samsung bei einer Übernahme die eigenen Kapazitäten enorm ausweiten. Derzeit fertigt der Hersteller seine Geräte nämlich noch zu großen Teilen selbst. Die Übernahme würde für Samsung eine kurzfristige Steigerung der Produktion um 300-400 Prozent bedeuten, was nur durch eine ausgelagerte Auftragsfertigung realisierbar scheint. 

Unklar ist, wie ernst Hewlett-Packard es mit dem Verkauf der eigenen PC-Sparte meint. Inventec, ebenfalls Auftragsfertiger einiger HP-Komponenten, vermutet hinter der Aktion ein Austesten der Reaktion des Marktes - verkauft würde demnach nur bei einer größtenteils positiven Reaktion.

Update (26.08.2011)

Samsung dementiert die Gerüchte über eine mögliche Übernahme der PC-Sparte von HP. Das Unternehmen sei wegen fehlender Synergien nicht an der Sparte interessiert, teilte Choi Gee Sung, CEO von Samsung, mit. Bei der eigenen Firma handele es sich um einen sich gerade erst entwickelnden Mitspieler in der Computer-Branche. Grundlegende Unterschiede gäbe es auch im Absatz, was vermutlich letzten Endes eine Übernahme unmöglich gemacht hätte. 

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