Neue Wikileaks-Alternative noch im Dezember

Die Whistleblowing-Plattform Wikileaks bekommt angeblich noch im Dezember Konkurrenz. Der deutsche Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg kündigte an, eine eigene Plattform mit ehemaligen Wikileaks-Mitarbeitern zu starten.

Als Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg sich vor wenigen Monaten im Streit trennten, kündigte Domscheit-Berg bereits an, eine eigene Enthüllungsplattform starten zu wollen. Seiner Meinung nach konzentriere sich Wikileaks zu sehr auf sogenannte Megaleaks, das heißt Veröffentlichungen mit enormen politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Dabei kommt viel Material unter die Räder, welches nicht ganz so spektakulär ist, es aber dennoch verdient hätte, an die Öffentlichkeit zu gelangen.

Deswegen scheint Domscheit-Berg nun eine neue Whistleblowing-Plattform mit ehemaligen Wikileaks-Mitarbeitern zu gründen, die noch im Dezember online gehen soll. Das neue Projekt soll demokratischer geführt werden, denn auch den sehr strikten Führungsstil von Julian Assange bei Wikileaks kritisierte Domscheit-Berg seinerzeit. "Möglichst viele Menschen sollen möglichst viele Dokumente entgegennehmen können", sagte er der taz. Die Macht innerhalb der Plattform solle dabei "möglichst weit verteilt" werden.

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Moritz Stückler

Datum:
01.12.2010 | 14:25 Uhr
Rubrik:
Weltgeschehen
Quelle:
Reuters
Tags:
Domscheit-Berg Whistleblowing wikileaks

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