Hochtransparente Solarzellen könnten die Zukunft verändern

Photovoltaikmodule, auch Solarzellen genannt, sind heute bei weitem kein Hexenwerk mehr. Die Dächer vieler Gebäude sind bereits gespickt mit den lautlosen Stromgeneratoren. In Michigan wurde es nun möglich gemacht, die Stromerzeuger gänzlich transparent herzustellen.

Ein Forscherteam an der Michigan State University (MSU) hat es jüngst geschafft, nahezu vollkommen transparente Solarmodule herzustellen. Diese könnten in Zukunft in Fenstern und Glasfronten zum Einsatz kommen. In Kombination mit bereits heute üblichen Anlagen auf den Dächern könnte man nahezu den kompletten Strombedarf eines Haushaltes autark decken und so die Notwendigkeit fossiler Brennstoffe weiter reduzieren. Einsätze in Glasscheiben von Mobilgeräten oder Fahrzeugen sind ebenfalls denkbar.


Die Energiegewinnung erfolgt, wie auch beim großen Vorbild, mit Hilfe von Licht im nicht sichtbaren Spektrum im Infrarot- und Ultraviolettbereich. Noch liegt die Effizienz der Neuentwicklung bei fünf Prozent. Verglichen mit dem Wirkungsgrad von 18 Prozent bei den aktuellen Solarmodulen ist das sehr wenig. Die Forscher betonen jedoch, dass man hart daran arbeite und das Potenzial der neuen Solarzellen erst zu einem Drittel ausgeschöpft sei.
Weiterhin heißt es, dass die neue Technologie erst seit fünf Jahren erforscht wird. Verglichen mit den fünf Dekaden, welche man für die heute üblichen Solarzellen benötigte, ist das schon ein großer Schritt nach vorn.

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