Forscher entwickeln optische Mikrochips

Alle aktuellen PC's funktionieren mithilfe von Strom und elektrischen Impulsen. Die Nachteile dieser Technologie liegen klar auf der Hand: eine hohe Produktion an Wärme, besonders beim Übertakten. Dies könnte sich in Zukunft ändern, denn Forscher entwickeln zur Zeit eine Technologie, bei der Lichtsignale statt elektrischem Strom übertragen werden.

Lichtimpulse statt Taktraten, so könnte der Weg in die Zukunft der Mikroelektronik lauten. Forscher am Imperial College in London gehen momentan dieser Technik auf den Grund, um diese anstelle der klassischen CPU-Technik zu verwenden. Bislang konnte man die minimale Distanz für optische Informationsübertragung bereits um den Faktor 10.000 reduzieren. Vom Umstieg auf Licht erhoffen sich die Forscher eine höhere Informationsdichte, eine wesentlich bessere Effizienz und generell mehr Rechenpower. Problematisch ist jedoch zur Zeit die Tatsache, dass immer noch elektrische Impulse benötigt werden, welche in Licht umgewandelt werden. Außerdem gibt es bei den Empfängern nur wenig Spielraum für die verwendeten Materialien. Zudem sind die Sensoren relativ groß.

Der Trick, die Lichtübertragung so klein zu gestalten, dass diese auf einen Chip passt, ist ein Tunnel. Das Licht wird durch eine gerade einmal 25nm breiten "Tunnel" gesendet, welcher auch nur einen Mikrometer lang ist. Durch die kurze Distanz können die Photonen stärker mit dem Empfänger reagieren, wodurch sie unempfindlicher gegenüber Störquellen sind. Bislang steckt die Forschung diesbzüglich noch in den Kinderschuhen und so bald werden wir keine "Licht-CPU's" auf dem Markt sehen, aber die Ansätze sind bislang vielversprechend.

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Ralf Neumann

Datum:
04.12.2017 | 15:28 Uhr
Rubrik:
Weltgeschehen
Quelle:
Hexus
Tags:
CPU Forschung Licht London optik Strom zukunft

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