Kleine Tablets respektive große Smartphones sind in Mode. Im Fall des Galaxy Tab 7.7 wäre es aber schon ein sehr großes Smartphone, wodurch das Gerät guten Gewissens als ein vollwertiges Tablet bezeichnet werden kann. Das Gerät, welches uns auf der IFA 2011 gezeigt wurde, verfügt über ein 7,7 Zoll großes Super-AMOLED-Plus-Display und löst mit 1280 x 800 Pixel auf. Das Galaxy Tab 7.7 wird wegen diverserer Patentstreitigkeiten zumindest vorerst nicht in Deutschland auf den Markt kommen.
Der Formfaktor des Galaxy Tab 7.7 ordnet sich irgendwo zwischen den gewohnten Abmessungen von Smartphones und Tablets ein, zudem liegt er sehr gut in der Hand, was vermutlich auch an der geringen Dicke von gerade einmal 7,9 Millimetern und dem entsprechend geringen Gewicht von 335 Gramm liegt. Das Gerät verfügt über einen Dual-Core-SoC-Prozessor mit 1,4 Gigahertz Taktfrequenz. Die Kapazität wählt je nach Belieben zwischen 16 und 64 Gigabyte.
Auf dem Galaxy Tab 7.7 läuft die neueste Version des Android-Betriebssystems "Honeycomb". Wahlweise lässt sich das Tab mit UMTS- oder LTE-Modul erwerben. WLAN und Bluetooth sind aber in beiden Versionen integriert.
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Der integrierte Akku mit 5.100 mAh soll dem Tablet auch zu einer angenehmen Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden bei Videowiedergabe verhelfen. Kameratechnisch ist das Tablet allerdings lediglich mit einem 3-Megapixel-Modell ausgestattet, es verfügt aber zumindest über einen LED-Blitz und Autofokus.
Zum Preis konnten uns keinerlei Angaben gemacht werden. Auch die Verfügbarkeit ist noch unklar. Samsung erklärte, dass das Gerät nicht in Deutschland auf den Markt kommen werde, was mit hoher Wahrscheinlichkeit an den aktuellen Patentstreitigkeiten mit Apple liegt. Ob das Gerät hierzulande also überhaupt jemals erhältlich sein wird, steht noch in den Sternen.
Update: Standräumung (03.09.2011)
Gestern hatten wir noch Gelegenheit das kleine Galaxy Tab 7.7 abzufilmen, heute ist das Gerät plötzlich vom Samsung-Stand verschwunden. Zudem wurden auf der Messe alle dazugehörigen Werbemaßnahmen entfernt oder überdeckt. Auf den ursprünglichen Austellungsplätzen finden sich nun anstelle der 7.7-Tablets die Galaxy-Note-Smartphones.
Unsere Interview-Partnerin Annika Kartstadt, Pressesprecherin von Samsung, äußerte sich gegenüber Androidpit zu den Beweggründen des Herstellers. Sie rechtfertigt den Umstand in der Tatsache, dass das Galaxy Tab 7.7 sowieso nicht in Deutschland erscheinen wird und das Galaxy Note im Präsentations-Fokus liege. Daher handele es sich beim Entfernen des Gerätes um eine reine Verständlichkeitsmaßnahme gegenüber dem potentiell Kaufwilligen und soll die ausbleibende Markteinführung hierzulande deutlich vermitteln. Eine logischere Schlussfolgerung ist jedoch der laufende Patentstreit, den Apple angezettelt hat und dem das Galaxy Tab 7.7 ebenfalls zu Opfer gefallen sein könnte. In Bezug auf dieses Thema schweigt sich Samsung trotzdem weiterhin aus.
Update 2: Apple verantwortlich für Vertriebs- und Werbeverbot (05.09.2011)
Mittlerweile gibt es offizielle Informationen zum plötzlichen Verschwinden des Galaxy Tab 7.7 vom Messe-Stand und der deutschen Hompage: Das Düsseldorfer Landgericht gab einen weiteren Antrag Apples statt, in dem der iPad-Hersteller wiedereinmal eine einstweilige Verfügung gegen Samsungs IFA-Highlight erwirkte. Damit ist nun nicht mehr das Galaxy Tab 10.1 das Angriffsziel Apples sondern das kleinere 7.7-Modell. Der südkoreanische Hersteller darf sein zukünftiges Galaxy Tab in Deutschland weder bewerben, noch verkaufen. Weitere Einzelheiten zum Ablauf der Verhandlung sowie einer Entscheidung sind bisher nicht bekannt.


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