US-Sanktionen und ZTE: Samsung sieht eine große Chance

Bekanntermaßen hält die US-Regierung wenig vom chinesischen Netzausrüster ZTE, nachdem der Hersteller seine Technik an die Staaten Iran und Nordkorea verkauft haben soll. Sanktionen waren die Folge und die Aussetzung von Handel zwischen ZTE und amerikanischen Firmen - doch nun könnte sich Samsung als Retter in der Not präsentieren.

Snapdragon-SoCs sind vorerst für ZTE tabu - das ist eine Folge der Sanktionen, welche die US-Regierung dem chinesischen Unternehmen ZTE auferlegt hat. Dementsprechend muss der Hersteller eine Alternative finden, die sich mit Samsungs Exynos-CPUs anscheinend auftut. Der südkoreanische Smartphone-Gigant versucht sich offenbar als SoC-Lieferant ins Gespräch zu bringen - und das dürfte Qualcomm sicherlich empfindlich treffen. Schließlich sind die Samsung-Chips kaum langsamer, wenn überhaupt, und als zusätzlichen Partner hat man aktuell lediglich Meizu im Boot. Mit ZTE als neuen Partner könnte Samsung nun für Qualcomm als Lieferant tatsächlich einspringen.

Samsung selbst bestätigt oder dementiert keine der aufkommenden Gerüchte. Laut eigenen Angaben spricht man generell mit allen Herstellern, die für eine Zusammenarbeit in Frage kommen. Abgesehen davon ist es schwierig, kurzfristig eine Entscheidung in dieser Sache fällen zu können, da entsprechende Prozesse einen gewissen Vorlauf benötigen und Verträge eine komplett flexible Ausrichtung nicht möglich machen. Frühestens 2019 könnte es also soweit sein - vielleicht ist ZTE dann ein neuer Partner von Samsung und setzt auf die Chips aus dem Hause der Südkoreaner.

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Issam Ammour

Datum:
16.05.2018 | 10:15 Uhr
Rubrik:
Smartphones Tablets Weltgeschehen
Quelle:
Reuters
Tags:
Chip Hardware Qualcomm Sanktionen SoC USA Vertrag ZTE

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