Googles neue Datenbrille "Glass" weckt nicht nur das Interesse von Endkunden, sondern auch von zwielichten Gestalten aus der Pornobranche. Die Brille soll im Bereich der Lustfilmchen für ungewöhnliche Kameraperspektiven sorgen und so wieder frischen Wind in die innovationsarme Branche bringen.
Während in der IT-Branche täglich Revolutionen stattfinden, so hat sich im Porno-Gewerbe seit Dekaden nicht sonderlich viel getan. Das Prinzip bleibt stets das Gleiche. Jetzt soll allerdings Googles neustes Zukunftsprojekt namens "Glass" frischen Wind in die Branche bringen. Quentin Boyer vom Pornoproduzenten "Pink Visual" hat nun gegenüber einem amerikanischen Magazin gesagt, dass die Videobrille von Google geradezu prädestiniert für den Einsatz in der Pornobranche sei.
"Der 'Point-of-View'(POV)-Stil bei Pornos ist seit einiger Zeit besonders beliebt. Natürlich würde ein Gerät, welches erlaubt hochwertiges Videomaterial ohne den Einsatz der Hände zu filmen den Dreh wesentlich einfacher machen", so Boyer. Bei dieser Art von Filmen wird das Geschehen aus der Perspektive der Protagonisten gezeigt. Dabei mussten die Darsteller bisher stets eine Kamera in der Hand halten. Er und seine Firma sind leider keine Gäste auf Googles I/O-Konferenz gewesen, so dass sie auch nicht berechtigt sind, ein Glass-Exemplar für 1500$ vorzubestellen. "Um das volle Potenzial zu erkennen müssen wir erstmal ein Exemplar in die Hände bekommen, und damit herumspielen. Aber wir träumen schon davon, Kameraperspektiven zu erhalten, die bisher nicht umsetzbar waren."
So müssen sich Boyer und seine Kollegen wohl noch bis 2014 gedulden. Erst dann möchte Google seine Videobrille mit Kamerafunktion der großen Öffentlichkeit verfügbar machen. Währenddessen sehen die Macher des Erwachsenen-Appstores MiKandi für Android ein weiteres Einsatzgebiet der Brille in "normalen" Liebesbeziehungen. So könne die Brille dem Träger helfen, sich an Vorlieben und Wünsche des Partners zu erinnern - etwa eine bestimmte Weinsorte, über die sich die Person vorher einmal positiv in einem sozialen Netzwerk geäußert hat. Zwei Gründe mehr, weshalb das Google-Projekt besonders spannend ist, und seit Monaten berechtigterweise im medialen Zentrum der IT-Presse steht.

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