Absatzzahlen rückläufig: Galaxy S9 verkauft sich schlechter als Galaxy S8

Es ist eine Art Verkettung von Rückgängen, die Samsung in der Smartphone-Sparte hinnehmen muss. Laut Hochrechnungen hat Samsung mit dem Galaxy S9 nicht die gewünschten Absatzzahlen in Zeiten von gesättigten Märkten erreicht. Die Verkaufszahlen des aktuellen Topmodells liegen hinter dem Galaxy S8, letzteres hat sich wiederum schlechter an den Mann bringen lassen als das Galaxy S7.

Samsung steht vor einer Abwärtsspirale, die den Titel des Smartphone-Marktführers kosten könnte. Analysten zufolge verkaufte sich das Galaxy S9 bisher nicht so gut wieder Vorgänger. Letzterer wiederum konnte nicht an die Erfolge des Galaxy S7 aus dem Jahr 2016 anknüpfen. Nennt man das Kind gleich beim Namen: Die aktuellen Samsung-Topmodelle reichen bei weitem nicht an die glorreichen, alten Zeiten heran - wenn es um die Verkaufszahlen geht. Denn das Galaxy S4 bildet nach wie vor die Spitze mit 80 Millionen verkauften Einheiten. Zwar geben Quartalszahlen von ausgelieferten Geräten eine ungefähre Idee der Größeneinordnung - doch ausgeliefert heißt nicht gleich verkauft. Analysten schlussfolgern Anhand vorliegender Daten von branchennahen Quellen, dass Samsung weit entfernt von neuen Absatzrekorden ist.

Ausgehend davon gehen die Experten aus, dass die Nummer 1 im Smartphone-Markt nun einen Rückgang der Smartphone-Verkäufe in diesem Quartal ankündigen dürfte. Der Marktanteil ist nur in diesem Jahr um etwa neun Prozent eingebrochen, so aktuelle Zahlen. Apple und die beiden Smartphone-Pioniere aus China (Xiaomi und Huawei) sind in Lauerstellung - Samsung läuft wohl Gefahr den eigenen Spitzenplatz abzugeben. Kritisiert wird Samsung am festhalten von "langweiligen" Ideen. Die Käufer erwarten "echte" Neuerungen in Zeiten von gesättigten Märkten - abgestraft wird die vermeintlich sichere Strategie der Südkoreaner mit entsprechendem Interesse an den Geräten. Der Sprung vom S8 zum S9 etwa bringe keine Innovationen mit, heißt es. Und auch beim Galaxy Note 9 wird Samsung offenbar an bekannten Ideen festhalten - Optimierungen am S-Pen, der in diesem Jahr mit Bluetooth-Support kommen soll, dürften nicht die herbeigesehnte Innovation bei Smartphones darstellen. Selbst Apple, das als eher konservatives Unternehmen gilt, hat mit dem iPhone X das Design eines Smartphones aus dem Jahre 2018 maßgeblich beeinflusst (Auch wenn mit Essential die Idee einer Notch vorher da war). Etwas Risiko mit neuen, interessanten Ideen wie es die chinesischen Hersteller beweisen dürfte dem Südkorea-Giganten nicht schlecht tun. Geplant ist jedoch in dieser Richtung was: Das Galaxy X soll noch im nächsten Jahr mit falbarem Bildschirm kommen - vielleicht dürfte dieses Modell die gewünschte Innovation mitbringen und die Kunden zu Samsung treiben.

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