Ivy-Bridge-Nachfolger: Neue Details zu den Haswell-Prozessoren, den Lynx-Point-Chipsätzen und der Shark-Bay-Plattform (Update)

In weniger als einem Jahr will Intel den Nachfolger von Ivy Bridge auf die breite Masse loslassen. Dabei werden die Haswell-CPUs auf Hauptplatinen mit Lynx-Point-PCHs platzfinden. Prozessoren und Chipsätze bilden dann die neue Plattform mit dem Namen "Shark Bay".

Intel schickt laut diversen Quellen den Nachfolger von Ivy Bridge in Form von Haswell in weniger als einem Jahr auf den Markt. Die neuen Prozessoren werden ihren Platz jedoch auf dem Sockel LGA1150 finden, was natürlich auch neue Hauptplatinen voraussetzt. Selbige werden im Desktop-Segment in Varianten mit mindestens sechs PCHs erscheinen. Die absolute Speerspitze wird der Z87 bilden, unter dem sich H87, Q87, Q85, B85 und H81 eingliedern. Gegenüber der 7-Series-Familie ändert sich dennoch kaum etwas. Lediglich die Anzahl an SATA-6Gb/s-Ports erhöht sich auf sechs. USB 3.0 bleibt wie gewohnt in vierfacher Ausführung vorhanden.

Der Einführungstermin der kommenden Plattform ist mit dem zweiten Quartal 2013 angegeben. Ein genaues Datum fehlt allerdings noch. Dennoch sollte die Shark-Bay-Plattform bestehend aus Haswell-Prozessoren und Lynx-Point-Chipsatz im gleichen Zeitraum erscheinen, wie es bei Maho Bay der Fall war.

Update (19.07.2012)

Digitimes will genauere Infos erfahren haben. So soll die neue Plattform-Generation samt Chipsätzen und Prozessoren sowie den entsprechenden LGA1150-Mainboards im April 2013 erscheinen. Jedoch werden angeblich lediglich Platinen mit Z87- und H87-PCH auf dem Markt zu finden sein. Der H81-Chip soll später im Juni folgen.

Prozessoren von Intel sind bei Amazon erhältlich.

Kommentare

Wieder mal ein neuer Sockel - ach ja ... :-)

Sofern ein Performance-Schub festzustellen ist, durchaus willkommen - die angekündigten Änderungen gegenüber dem Z77-Chipsatz halten sich jedoch in Grenzen, um es vorsichtig zu formulieren.

Dennoch, AMD hat es schwer, angesichts der effizienteren Intel-Architektur, auch nur ansatzweise Schritt zu halten.

geschrieben am 09.07.2012 um 12:46 Uhr

- die angekündigten Änderungen gegenüber dem Z77-Chipsatz halten sich jedoch in Grenzen, um es vorsichtig zu formulieren.
Man sollte aber bedenken, dass sich die neue Prozessorgenerationen immer weiter zu einem SoC (System on a Chip) werden und somit Teile aus dem Chipsatz auf den DIE des Prozessors landen. Außerdem schwenkt Intel nun zur 32nm Fertigung um, was auch einen noch geringeren Verbrauch verspricht.

Als "normaler" Hardware-Nutzer kommt es einem allerdings so vor, dass Intel noch mehr Geld scheffeln möchte, was auch so herüberkommt.

Schade finde ich immer noch die geringe Anzahl an USB 3.0 Anschlüssen, die der Chipsatz bietet. So werden wohl die Mainboardhersteller wieder zusätzliche Controller verbauen und somit die Preise noch stärker anheben...:mecker

geschrieben am 09.07.2012 um 12:52 Uhr

Die frage ist halt auch wie lange der Sockel diesmal hält, was die neuen Prozessoren auf dem Kasten haben und ob sich da vllt. noch was ändern wird.
Denn die 6 sata3 Anschlüsse sind zwar toll, aber aktuelle ssd's lasten diese schon gut aus. Oder die ssd's bekommen einen anderen Anschluss, um noch mehr Leistung zu bringen.

geschrieben am 09.07.2012 um 15:14 Uhr

Sechs 6 Sata 6 Gb/s hat Amd schon seit Jahren und wie schon angeklungen, ein paar mehr USB 3.0 Ports hätten es schon sein dürfen. Aber Intel war da ja immer schon eher rückständig.

Viel Interessanter finde ich die "Identity Protection Technology". Eine unterhalb des eigentlichen Betriebssystems laufende Ausführungsebene (praktisch ein eigenes BS) mit vollen Zugriff auf alle Ressourcen und Daten des Rechners.

Soll der Onlinesicherheit durch automatisierte Passwortgenerierung dienen. Die Frage ist, inwieweit der Anwender das kontrollieren "darf". Trusted Computing 2.0 lässt grüßen!

geschrieben am 09.07.2012 um 23:10 Uhr

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