Intels Ivy Bridge verzögert sich bis Juni (Update: Intels offizielle Bestätigung)

Intels kommende Prozessorgeneration Ivy Bridge wird in der 22-Nanometer-Strukturbreite gefertigt und verfügt über moderne 3D-Tansistoren. Laut ersten Aussagen sollten die neuen CPUs im April verfügbar sein, doch nun scheint sich aufgrund der geringen Sandy-Bridge-Nachfrage eine flächendeckende Verfügbar der Core-i-3000-Sprösslinge bis Juni zu verschieben.

Digitimes ließ kürzlich verlauten, dass der Massenverkauf von Ivy Bridge deutlich nach hinten verschoben wird. Im April soll lediglich eine geringe Anzahl der kommenden Prozessoren verkauft werden. Erst im Juni will Intel eine flächendeckende Verfügbarkeit gewährleisten. Die Gründe dafür sind so einfach wie plausibel: Die Notebook-Hersteller haben wegen der schwachen Wirtschaftslage aktuell Schwierigkeiten ihre Bestände an Sandy-Bridge-Laptops an den Mann zu bringen. Außerdem sind die Lager von Intel selbst mit den Core-i3/i5/i7-2000-Prozessoren voll. Der verzögerte Verkaufsstart soll diesen Umstand etwas abmildern und den aktuellen Bestand verringern. 

Die Verschiebung bringt aber auch Kunden einen Vorteil. Entsprechende Notebooks könnten bereits Ivy Bride und das kommende Windows-8-OS beinhalten. Ungewiss ist, ob auch die Desktop-Modelle bis Juni zurückgehalten werden.

Update (20.02.2012)

Inzwischen will vr-zone erfahren haben, dass sich die genannte Verzögerung lediglich auf das Mobile-Segment bezieht und dabei auch nur die Dual-Core-Modelle betroffen sind. Demnach werden die Desktop- und Notebook-Pendants mit vier Kernen pünktlich im April in den Regalen der Händler stehen. Die Auswahl ist laut vr-zone für potenzielle Käufer so groß wie noch nie - gerade im mobilen Sektor.

Außerdem bestätigt sich der Umstand, dass die Sandy-Bridge-Dual-Cores derzeit noch in einer hohen Stückzahl in den Lagern der Hersteller und von Intel selbst tummeln. Der Branchenriese will den aktuell vorhandenen Bestand an Zweikernern nicht einfach vernichten und schiebt die kommende Ivy-Bridge-Generation mit zwei Rechenherzen etwas nach hinten.

Update 2 (28.02.2012)

Intel äußerte sich jetzt offiziell zu dieser Thematik und gab bekannt, dass die Verzögerung nur das Mobile-Segment betreffen wird. Dabei sprach Executive Vice President und Chairman von Intel China, Sean Maloney nicht davon, welche Gattung der Ivy-Bridge-Ableger betroffen sein. Obwohl vorangegangene Spekulationen lediglich von den Dual-Core-Modellen ausgingen, könnten aber auch die Vierkerner in den Notebooks später erscheinen. Außerdem sollen die Kunden laut Maloney etwas mehr Geduld aufbringen, um später ein leistungsfähiges Notebook erwerben zu können.

Die gesamte Modellpalette der aktuellen Sandy-Bridge-Prozessoren ist bei Amazon gelistet.

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