AMD kündigt mobile Version von Ryzen 7 an

Mit Ryzen konnte sich AMD längst verloren geglaubte Marktanteile und vor allem das Vertrauen der Käufer zurückholen. Nun sollen die Prozessoren in abgespeckter Form ihren Weg in Laptops und Ultrabooks finden. Kombiniert mit Vega-Grafikeinheiten soll so an die Erfolge der Desktop-CPU's angeknüpft werden.

AMD hat nun Prozessoren für mobile Endgeräte angekündigt. Am Anfang stehen vorerst zwei verschiedene Ryzen-Prozessoren mit Radeon Vega Grafikeinheit zur Verfügung. Es handelt sich dabei um den AMD Ryzen 7 2700U und den Ryzen 7 2500U. Das Suffix ist dabei nicht zufällig gewählt worden, AMD zielt hier ganz bewusst auf die selbe Zielgruppe ab wie Konkurrent Intel, bei dem die Namen der Mobilprozessoren ebenfalls auf "U" enden. Die neuen Ryzen CPU's basieren dabei auf der selben Zen-Architektur wie auch die Desktop- und Servervarianten und sind mit einer TDP von 15 Watt angegeben. Diese kann dann noch vom Laptophersteller zwischen 9 Watt und 25 Watt frei konfiguriert werden.


Beide Mobilversionen besitzen vier Kerne und acht Threads, welche mit 2,2 GHz, beziehungsweise 2,0 GHz takten. Als Vergleich führt AMD hier sowohl die siebte, als auch die achte Generation von Intels mobiler Core-i7 U-Serie an. Ein Grund für die Überlegenheit der Ryzen CPU's ist, laut AMD, ein großer Fortschritt bei der "Presicion Boost"-Technologie.

Der integrierte GPU-Chip ist angebunden, wie beim großen Vorbild auch, via Infinity Fabric. Somit ist die GPU direkt verbunden mit der Multimedia-Engine, der Display-Engine, dem Dual-Channel DDR4 Arbeitsspeicher und der I/O-Schnittstelle. Man verspricht sich daher von der Vega-Grafikeinheit einen enormen Leistungsschub. Das ist bei weitem noch keine Konkurrenz zu einer dedizierten Grafikkarte, aber für einen 15 Watt-Chip sehr fortschrittlich.


Der Ryzen 7 2700U besitzt unter der Haube insgesamt 640 Shadereinheiten, der Ryzen 7 2500U hingegen kommt auf 512. Laut AMD hilft der Presicion 2 Boost, die Energie effizienter zwischen GPU und CPU zu verteilen. Neben der Energieverteilung ist natürlich auch die Akkulaufzeit von entscheidender Bedeutung. Hier verspricht AMD ein Plus von 20 bis 30 Prozent und eine ähnliche Laufzeit wie bei Intel.


Mit drei großen Partnern ist der Vertrieb fast schon gesichert. HP, Lenovo und Acer haben jeweils beide Chips in diversen Produkten verbaut. Rein von den technischen Daten kann AMD nun gut mit Intel mithalten, möglicherweise sogar übertrumpfen. Nun liegt es in der Macht der Hersteller der Endgeräte, wer schlussendlich die Nase vorn hat. Auswahl und Marketing spielen hier ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Zeit wird zeigen, wie gut sich die Mobilversion des beliebten Ryzen 7 etablieren kann.

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Ralf Neumann

Datum:
27.10.2017 | 09:15 Uhr
Rubrik:
Prozessoren
Quelle:
Hexus
Tags:
2500U 2700U 7 AMD Boost Core i. Mobil gpu Intel laptop Ryzen Vega

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