Seasonic: Platinum-Netzteile ab November erhältlich

Seasonic bringt seine 80-Plus-Platinum-Netzteile in 860 und 1000 Watt im November auf den Markt. Zusammen mit Enermax ist Seasonic damit unter den Pionieren im Gebiet der Platinum-Effizienz. Der neue Standard verspricht einen Wirkungsgrad von bis zu 94%.

Die Effizienz eines Netzteils rückt heutzutage immer mehr in den Fokus der Kunden. Während sich vor zehn Jahren noch kaum jemand für den Wirkungsgrad eines Netzteils interessierte, so gibt es heute ganze Markting-Schlachten darum, wer die höhere Effizienz erreicht. Bestes Beispiel dafür sind die 80-Plus-Zertifizierungen. Sie attestieren dem Netzteil eine gewisse Mindest-Effizienz bei verschiedenen Auslastungen. Bekannt sind dabei die Stufen Standard, Bronze, Silber und Gold. Ganz neu sind nun die ersten Produkte mit der Zertifizierung "Platinum". Um diese zu erreichen müssen die Netzteile u.A. bei 230 Volt und 50-prozentiger Auslastung eine Effizienz von 94% erreichen.

Wir konnten dieses Jahr bereits zwei Mal einen Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklung in Sachen "80 Plus Platinum" bei Seasonic werfen. Bereits auf der CeBIT im vergangenen März bekamen wir einen ersten Prototyp vor die Kamera. Und schließlich im Juni auf der Computex ein fast serienreifes Modell. Nun soll es endlich soweit sein, und Seasonic schmeißt die ersten beiden Modelle mit 860 und 1000 Watt im November auf den europäischen Markt. Damit hat Seasonic momentan nur Enermax mit den "Platimax"-Modellen zur Konkurrenz. Jedoch sind auch deren Produkte noch nirgends lieferbar. Aber die nächsten Hersteller stehen bereits in den Startblöcken. Beispielsweise will be quiet! mit der Dark-Power-Pro-P10-Serie Anfang 2012 nachziehen.

Wer sich aber ein Platin-Netzteil unter den Weihnachtsbaum legen möchte, der erhält mit der Seasonic P-Serie extrem hochwertige Mini-Kraftwerke mit ausgezeichneten Features: Die Netzteile erfüllen die europäische Norm zum Standby-Verbrauch namens "ErP" und bieten alle sechs aktuellen und wichtigen Sicherheitsschaltungen: OCP, OPP, OTP, OVP, SCP und UVP.

Mit bis zu sechs PCI-Express-Anschlüssen bei der 1000W-Variante steht auch dekadenten Multi-GPU-Konfigurationen nichts im Weg. Dank dem voll modularen Kabelmanagement sieht es aber trotzdem noch ordentlich im Gehäuse aus.

Wer nun einen Haken an den Netzteilen sucht, der wird auch bei der Kühlung nicht fündig: Unterhalb einer Temperatur von 25°C schaltet die P-Serie den Lüfter ab und arbeitet damit vollkommen geräuschlos! Wird die Grenze überschritten setzt sich der Lüfter natürlich automatisch in Bewegung und sorgt für Frischluft.

Der einzige Haken, der sich finden lässt ist der Preis. Natürlich muss der Kunde für den besonders hohen Wirkungsgrad tief in die Tasche greifen: 209 bzw. 249 US-Dollar werden für die P-Serie fällig. Allerdings muss man bedenken, dass man bei optimaler Auslastung der Netzteile durch die gestiegene Effizienz auch einiges an Stromkosten einspart. Zumindest im Vergleich zu einem Netzteil ohne 80-Plus-Zertifizierung.

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