Langsam, aber sicher verabschieden sich die kleinen Netbooks, welche sich lange Zeit als günstige und besonders mobile Notebooks großer Beliebtheit erfreuten, vom Markt. Nachdem schon Dell und Samsung Ende des letzten Jahres ihren Rückzug aus dem Geschäft mit Netbooks angekündigt hatten, folgt mit Lenovo jetzt möglicherweise der nächste Hersteller.
Konkret hat der Hersteller bisher zwar nur den Verkauf der Geräte im eigenen Online-Shop gestoppt, Lenovo-Sprecher Ray Gorman erklärte aber außerdem, dass die Modelle ausverkauft seien und in naher Zukunft nicht ausgetauscht werden würden. Die IdeaPad-S-Reihe wird demnach vermutlich nicht mehr produziert.
Auch Acer und Asus wollen sich nach und nach aus dem Netbook-Markt zurückziehen. Als ein Grund für die immer schlechter werdenden Verkaufszahlen gilt der zunehmende Erfolg der Tablets, welche meistens nicht viel teurer als die kleinen Notebook-Modelle, aber deutlich besser für den mobilen Medienkonsum geeignet sind.
Update (05.03.2011)
Trotz des starken Rückgangs der Netbook-Verkäufe will Acer mit den kleinen Geräten im Geschäft bleiben. Der Hersteller plane sogar die Einführung neuer Geräte - anscheinend sind die Verkaufszahlen bei Acer vergleichsweise wenig gesunken: "Deswegen bleiben wir hier auch noch aktiv und führen sogar neue Geräte ein. Der Netbook-Markt ist noch nicht tot.", so Acer-Präsident Jim Wong. Trotz der steigenden Popularität von Ultrabooks und Tablets sieht er auch eine Zukunft im Bereich der klassischen Personal-Computer: "Vor allem Apple hat davon mit dem Tabletgeschäft profitiert. Aber es ist falsch zu sagen, dass die Zeit der Personal Computer abgelaufen ist. Es werden auch hier Neuerungen kommen, der PC von morgen wird anders aussehen."

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