Telekom-Millimetergroß-Kleingedrucktes zu klein

Weil die 4,5-Punkt große Schrift im Kleingedruckten kaum zu lesen ist, muß die Deutsche Telekom insbesondere bei der Werbung für Handy-Verträge das Kleingedruckte zukünftig größer schreiben. Das Bonner Landgericht stellte unlauteren Wettbewerb fest und gab der Klage des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf Unterlassung Recht. Der Deutschen Telekom droht bei weiteren Verstößen ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Unlauterer Wettbewerb mit komplizierten Handy-Verträgen

In den Werbebroschüren waren besonders preiswerte Handys und Endgeräte zu sehen, die aber immer mit im Kleingedruckten versteckten, hochkomplizierten Telefontarifen gekoppelt waren. Die Richter stellten fest, man müsse über sehr scharfe Augen verfügen, damit die in der Schriftgröße 4,5 Punkt gehaltenen, winzigen Texte überhaupt entziffert werden können.

Telekom-Vertragsbedingungen in 0,7mm-Buchstaben

Erst im Kleingedruckten kann die Zusammensetzung des "tatsächlich zu zahlende Endpreis" erkannt werden. Das Werbeprospekt betreibe eine "Irreführung" des Nutzers und missachte das Transparenzgebot. Die Schriftgröße 4,5 Punkt entspricht schon bei Großbuchstaben nur etwa 1mm Texthöhe, Kleinbuchstaben erreichen 0,7mm. Auswirkungen des Urteils auf die kurz eingeblendeten, kleingedruckten und nur unscharf zu erkennenden Vertragsbedingungen in Fernsehwerbung für Mobiltelefone und Klingeltöne stehen im Raum.

Kommentare

AW: Telekom-Millimetergroß-Kleingedrucktes zu klein

Als wenn die Telekom alleine wär...
Das ist in jeder Fernsehwerbung von Vertragsanbietern so.
Die Schrift bei der Vodafonwerbung ist auf nem Fernseher mit PAL-Auflösung _nicht_ lesbar, weil die Buchstaben zu einzelnen Piceln verschwimmen.
Oder die Vertragsinfos, die sich über den halben Bildschirm ziehen (bei der GRösse, wohlgemerkt) werden nur 1-2 Sekunden eingeblendet.
Da tun die sich alle nichts

geschrieben am 25.04.2006 um 11:03 Uhr

AW: Telekom-Millimetergroß-Kleingedrucktes zu klein

Meiner Meinung nach, wird dadurch der Bürger zum Opfer, und zwar zu einem immer unmündigerem!

Wer sich wirklich für ein Produkt interessiert, der kann sich die Informationen dazu auch in lesbaren Broschüren oder im Internet besorgen.
Wer ein Produkt aufgrund eines solchen Faltblattes erwirbt, der hat es nicht anders verdient, wenn er was im Kleingedruckten übersehen hat. Die Dinger werden zu Werbezwecken erstellt, sprich als Anreiz, sich weiter über das Produkt zu informieren!

Durch sowas werden wir immer mehr zu Amerikanern: Haustiere nicht in der Mikrowelle trocknen! :skept

geschrieben am 25.04.2006 um 13:10 Uhr

AW: Telekom-Millimetergroß-Kleingedrucktes zu klein

Man muss aber auch irgendwo eine Grenze haben, wo der Anbieter seiner Informationspflicht nichtmehr nachkommt.
T-Com ist echt nicht der Bringer, was Transparenz betrifft.
Die Berater am Telefon sind Nieten.
Die Internetseiten sind unübersichtlich, und die Tarifinformationen sind da auch nur klein gedruckt.
Wo soll man sich bei der T-Com Informationen besorgen?

geschrieben am 25.04.2006 um 13:30 Uhr

AW: Telekom-Millimetergroß-Kleingedrucktes zu klein

Im Fachhandel (ja da gibts ach schwarze Schafe, i know) und auf der den Seiten der Telekom.

t-com.de t-online.de und t-mobile.de

mal von den Preisen der Telekom abgesehen, finde ich die Übersicht eigentlich nicht mal schlecht.

Suche ich nen Anschluss --> t-com.de
suche ich ein Handy --> t-mobile.de
suche ich nen provider --> t-online.de

und die Tarifübersichten sind um einiges besser als bei manchem mitbewerber.

Es ist nunmal leider so, das man es nicht jedem recht machen kann und leider ist es auch so, das wenn man diese Angebote so schreiben würde, das sie jeder noch so kleine Geist verstehet, dann wprde das zwangsweise wieder alles noch unübersichtlicher machen weil man x seiten durchblättern müsste.

Ihr seht, wie mans macht, isses nicht richtig, zumindest nicht für jeden.

Das Problem liegt am Kunden, er vergist leider immer mehr, das er auch ein Hirn zum denken hat.
Sobald etwas schief läuft, was nicht in der Werbung vorkam, ist sofort der Anbieter schuld anstelle das Hirn inzuschalten...
Bestes Beispiel wurde schon genannt --> Kleintiere in der Micro...

geschrieben am 25.04.2006 um 13:48 Uhr

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