Verbraucherschützer helfen Usern gegen Spam

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv) geht zukünftig gezielt mit juristischen Mitteln gegen Spam-Versender vor. Dazu richtet er eine Spam-Beschwerdestelle ein, wohin Spam-Opfer die unerwünschten Emails einreichen können. Die gesammelten Daten können so für ein Vorgehen gegen die Absender der unerwünschten Emails verwendet werden. Die Die Verbraucherschützer wollen nach einer Überprüfung der eingehenden Fälle gegen Versender und Auftraggeber der Span-Emails mit rechtlichen Mitteln vorgehen.

Stammt der Spammer aus dem Ausland, meldet der vzbv dies an Verfolgungsstellen im Ausland weiter, so dass ein Vorgehen im Herkunftsland möglich ist. Das Bundesverbraucherministerium fördert die Beschwerdestelle als Teil eines Projekts, das die Bekämpfung von Spam zu Ziel hat. Spam kann unter beschwerdestelle@spam.vzbv.de per E-Mail eingereicht werden.

Die Rechtsverfolgung stellt eine abschreckende Wirkung auf Spammer in Aussicht: "Neben Unterlassungsklagen werden wir auch versuchen, Spammern gezielt ihre Gewinne abzunehmen", so Patrick von Braunmühl, Leiter Fachbereich Wirtschaftsfragen im vzbv. Die Empfänger von Spam fordert er auf, die unerwünschten Spam-Emails an den vzbv weiterzuleiten.

Die stark gestiegene Zahl der Spam-Mails in den vergangenen Jahren habe mittlerweile ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. In Deutschland liege der Spam-Anteil derzeit etwa bei 80 Prozent. Das Spamming sei kein Kavaliersdelikt. Zeit- und Geldverlust seien die wirtschaftlichen Folgen. Spamming dürfe sich als Geschäftsmodell nicht rechnen, , so von Braunmühl weiter.

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Axel Groß

Datum:
23.09.2005 | 07:24 Uhr
Rubrik:
Internet
Quelle:
Golem

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