Shopping-Tour: Paypal übernimmt Card.io

Auch Paypal scheint endgültig die Wichtigkeit des Mobile-Payment-Bereiches erkannt zu haben - das Unternehmen hat die Übernahme der Kreditkarten-Scan-Applikation Card.io bekannt gegeben. Nach der Übernahme des mobilen Bezahlservices Zong befindet sich damit ein weiteres Produkt im Portfolio, das auf ein attraktives Konzept hoffen lässt. 

Das Thema "Mobile Payment" hat sich in Deutschland zwar noch nicht endgültig durchgesetzt, wird aber immer attraktiver, wie beispielsweise die erst gestern vorgestellte Möglichkeit des Bezahlens mit dem Smartphone von MyTaxi zeigt. International gesehen boomt der Bereich schon lange - NFC im Smartphone, Projekte auf Kickstarter, die das Smartphone zu einer digitalen Geldbörse werden lassen wollen und unzählige Ansätze, das mobile Bezahlen möglichst einfach, aber trotzdem sicher, zu machen. 

Einen solchen Ansatz verfolgte auch Card.io, indem das Unternehmen eine Applikation bereitstellte, die via Schrifterkennung alle Daten einer Kreditkarte durch ein einziges Foto extrahieren und in der App speichern konnte. Die Daten waren dann zwar gespeichert, viel anfangen konnte man damit aber nicht, was sich nach der Übernahme durch Paypal jetzt aber schlagartig ändern könnte. 

Card.io solle im Digital-Wallet-Bereich eingesetzt werden, ließ man seitens Paypal verlauten - "In der gemeinsamen Arbeit waren wir einfach überwältigt von der Kreativität und der Motivation ihrer Mitarbeiter". Zwar ist noch nicht bekannt, was genau Paypal plant, allerdings steigen durch die Übernahme die Hoffnungen auf ein durchdachtes Konzept zur digitalen Bezahlung. Der klare Vorteil eines Systems von Paypal wäre die Marktposition - die kritische Nutzermasse könnte vergleichsweise schnell erreicht werden. 

Kommentare

PayPal ist meines Erachtens absolut unseriös; wir hatten PayPal jahrelang - ohne Probleme genutzt - und sind dann in das berühmte Verifizierungsverfahren gelaufen, welches früher oder später jeden Paypal-Nutzer erwartet. Die Folge: willkürliches Einfrieren von Umsätzen, obwohl eBay-Gebühren regulär anfielen (und natürlich auch die PayPal-Kosten berechnet wurden).

Obwohl alle Verifierungsschritte bereits durchlaufen waren, verlangte man u. a. Abrechnungen vom Energieversorger und Provider, nochmals Personalausweisekopie - ebenso völlig willkürlich.

Auf den Hinweis, dass alle Unterlagen bereits vorlägen: keine Antwort, nur Standardmails und immer wieder die Anforderung. Letztendlich wurden die Umsätze erst nach mehreren Monaten plötzlich wieder freigegeben. Dann direkt das PayPal-Konto gelöscht und bei eBay gekündigt. Das ist wirklich Abzocke in reinster Form!

Siehe auch hierzu:
http://www.it-recht-kanzlei.de/paypal-kontosperrung.html

Sowie:
http://www.it-recht-kanzlei.de/Brauchen_wir_PayPal.html

Mein persönlicher Rat: Finger weg von PayPal, deckt sich mit der obigen Meinung.

Und auf den Kleinanzeigenmärkten kostet es keinerlei Gebühren!

geschrieben am 18.07.2012 um 13:21 Uhr

Allein schon weils Amis sind und die mit den Daten gerne mal Schindluder treiben, hab ich schon kein Paypal.

Aber Deine Beschreibung hört sich auch nicht so toll an...

geschrieben am 19.07.2012 um 07:59 Uhr

Hehe, gibt auch genug Leute, die Fotos von ihren Credit Cards auf Twitter veröffentlichen. Da braucht man nicht immer seine eigene nehmen:

https://twitter.com/needadebitcard

Gott, lass Hirn regnen! :-)

geschrieben am 20.07.2012 um 07:52 Uhr

Sigma, Oh Gott. Dummheit sollte echt bestraft werden :D

geschrieben am 20.07.2012 um 10:28 Uhr

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