kinox.to: Vodafone sperrt Zugang und speichert Adressen der Besucher

In einem Gerichtsverfahren hat die Filmverwertungsgesellschaft Constantin Film Vodafone gezwungen, den Netzzugang zum Videoportal Kinox.to zu sperren und relevante Kundendaten der Besucher abzuspeichern, wenn diese ein "nicht näher genanntes" Portal nutzen.

Wer bei Vodafone einen Kabelanschluss für's Internet besitzt, kann seit Februar nicht mehr auf die Webseite Kinox.to zugreifen. Schuld daran ist eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München, welche vom Filmunternehmen Constantin Film erwirkt wurde. Das berichten die Kollegen von Netzpolitik.org. Weiterhin darf Vodafone keine Daten löschen, „aus denen sich ergibt, welchen Kunden unter welcher Anschrift nachfolgende IP-Adressen zuzuordnen waren“. Hierbei geht es offenbar um eine Tauschbörse, genauere Angaben stehen allerdings aus.

Laut Vodafone betrifft die Netzsperre derzeit keine Mobilfunkkunden, sondern nur Besitzer eines Kabelanschlusses. Ob die oben genannten Maßnahmen überhaupt legitim sind, ist allerdings zweifelhaft und unter Umständen nicht mit geltendem deutschen beziehungsweise europäischen Recht vereinbar.

In jedem Fall müssen Nutzer aufpassen, welche von der Datenspeicherung der vermeintlichen "Börsenbesucher" betroffen sind: Da neben der IP-Adresse auch die reale Anschrift gespeichert ist, könnten die Informationen für eine Abmahnwelle von spezialisierten Anwälten genutzt werden. Betroffenen Nutzern wird dringend davon abgeraten, auf die dortigen Forderungen einzugehen, und stattdessen selbst professionelle Hilfe bei einem Rechtsanwalt einzuholen.

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