Die weltweit gebräuchlichen Top-Level-Domains, wie etwa ".de" oder ".com" werden von der Organisation ICANN vergeben und verwaltete. Die Organisation erfüllt also auch die Funktion einer "Internet-Aufsicht". Nun ist ein bekennender Hacker zum Vizepräsident und Sicherheitschef ernannt worden.
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) wird oft auch als "Internet-Weltregierung" bezeichnet. Immerhin verwaltet die Organisation die Vergabe von Top-Level-Domains auf der höchsten Ebene. Die amerikanische Non-Profit-Organisation sorgt nun für Schlagzeilen, weil sie einen bekennenden Hacker namens Jeff Moss zum Vizepräsident und Sicherheitschef ernannt hat. Moss ist einer der Gründer der berühmten Hacker-Konferenz DEFCON. Auf der Konferenz werden regelmäßig neue Errungenschaften und Durchbrüche der Hacker-Gemeinde vorgestellt.

Moss soll zukünftig als Sicherheitschef Hacker-Angriffe und Botnetze im Internet bekämpfen bzw. ihnen vorbeugen. Niemand könne das besser als Moss, so ein Verantwortlicher der ICANN. Immerhin habe er lange auf der "Gegenseite" gearbeitet. Moss verdient jedoch schon lange sein Geld als Berater in IT-Sicherheitsfragen bei diversen Wirtschaftsunternehmen. Entspricht also auch kaum mehr dem Klischee eines Hackers, der in einem dunklen Keller hockt.
Nichtsdestotrotz ist Moss bestens für den Job geeignet. Deswegen reagiert die Internetgemeinde (zum Beispiel über Twitter) sehr positiv auf die Entscheidung der ICANN. Durch die negativen Assoziationen mit dem Wort Hacker hingegen, reagieren die meisten Ottonormalverbraucher aber eher erschreckt auf diese Nachricht, und verstehen nicht, wie eng im Fall der IT-Technik oft gut und böse beieinander liegen.
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