Facebook: Kindergeburtstag mit 21000 Zusagen

Die 14-jährige Rebecca aus Harpenden in Großbritannien hat ihre Geburtstagsfeier über Facebook angekündigt. Aus Versehen machte das Mädchen die Veranstaltung jedoch öffentlich, so dass sich jeder Facebook-User selbstständig ein- bzw. ausladen konnte. Anstatt der veranschlagten 15 Gäste, kündigten sich wenige Stunden später bereits 21000 Gäste an. Die Party, die ursprünglich am 7. Oktober stattfinden sollte, wurde selbstverständlich abgesagt. Doch es gibt bereits Nachahmer, die das Event auf Facebook wieder eingestellt haben. Die Polizei wird am besagten Tag das Haus von Rebecca bewachen müssen.

Das Mädchen war scheinbar nicht mit den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook vertraut, und der Fall gibt damit Wasser auf die Mühlen der Facebook-Kritiker, die immer wieder die komplizierten Privatsphäre-Einstellungen kritisieren. Rebeccas Mutter hat ihr inzwischen den PC weggenommen, und äußerte sich zu der Sache wie folgt: "Sie kann froh sein, wenn sie überhaupt noch eine Geburtstagskarte von mir bekommt!".

Der Fall erinnert auch sehr stark an einen Vorfall in Deutschland im Jahre 2009. Damals lud ein 26-jähriger über die "VZ-Netzwerke" zu einer Feier auf, nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hatte. Er rechnete mit einigen Hundert Leuten. Es kamen aber rund 13000 Jugendlich und hinterließen ein großes Chaos auf Sylt. Seitdem spricht man in Polizei- und Veranstalterkreisen auch oft vom sog. "Sylt-Effekt", wenn eine Veranstaltung wesentlich mehr Besucher aufweist, als zu erwarten waren.

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