EU-Kommission: Zahlung im Internet bald nur noch mit Fingerabdruck?

Die EU-Kommission hat neue Vorschriften verlauten lassen, die es in sich haben: Künftig sollen viele Zahlungen im Internet oder auch im Handel nicht mehr ohne weiteres möglich sein. Stattdessen soll sich der Nutzer mit einer "sicheren" Methode authentifizieren, etwa mit dem eigenen Fingerabdruck.

Die neusten Pläne der EU-Kommission zum Thema bargeldloser Handel dürften die Debatte rund um eine anlasslose Überwachung des Bürgers nochmal aufheizen. Demnach soll der Betrug - besonders im Internet - eingedämmt werden, indem man bisher normale Zahlungen nicht mehr oder nur noch teilweise erlaubt. So könnte es beispielsweise nicht mehr ausreichen, etwa bei Zahlung per Lastschrift nur seine Kontodaten einzugeben, sondern die Transaktion zusätzlich mit einem biometrischen Merkmal wie dem eigenen Fingerabdruck zu bestätigen.

Den Online-Händlern gefällt dieser Schritt erwartungsgemäß wenig, denn jeder zusätzlicher Aufwand beim Shopping sorgt potenziell dafür, den Kunden vom Kauf eines Produkts abzuhalten. Eine weitere Regelung soll es immerhin erlauben, dass sich einzelne Anbieter in Ausnahmefällen von den oben genannten Vorschriften befreien lassen. Auch bei kontaktlosen Zahlungsmethoden für kleinere Beträge soll die Regelung nicht greifen.

Unklar ist jedoch, was mit dem Vorhaben konkret bezweckt werden soll, denn auch heute schon sind viele Zahlungsgeschäfte durch PIN, Unterschrift und gesunden Menschenverstand relativ gut abgesichert. Stattdessen zeigt sich klar der Trend zu immer mehr Überwachung im alltäglichen Leben.

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