Bundeskartellamt: Facebook könnte die Schließung drohen

Facebook gilt im Volksmund als Datenkrake der besonderen Art. Dies ist nun auch dem Bundeskartellamt aufgefallen, welches nun eine Untersuchung eingeleitet hat. Im Extremfall droht Facebook danach die Schließung.


Die übermäßige Datensammelei von Facebook ist nun ins Visier des Bundeskartellamtes geraten. Das Sammeln der Nutzerdaten auf der eigenen Seite und im Tochterunternehmen Whatsapp stößt bereits jetzt vielen Nutzern sauer auf. Doch auch auf anderen Seiten sammelt das Social Network fleißig Informationen. Ist bei einer beliebigen Website der „Like-Button“ unverändert eingebettet, so sammelt das Unternehmen bereits Datensätze, ohne dass der Nutzer auf den Button klickt. Ist man zeitgleich bei Facebook eingeloggt, so enthält der Satz unter Anderem den Namen des Nutzers und was genau gerade gelesen, beziehungsweise gesucht wird. Ist man nicht eingeloggt, wird statt des Nutzernamens die IP übertragen. Facebook verteidigt sich damit, dass der Nutzer ja mit dem Akzeptieren der AGB zugestimmt habe.


Daraufhin prüfte man beim Bundeskartellamt, ob der Konzern marktbeherrschend ist - mit positivem Ergebnis. In einer vorläufigen Einschätzung kam man zu dem Schluss, dass das Unternehmen seine Marktmacht missbraucht, da dem Nutzer diese kritischen Datenschutzbedingungen mangels Alternativen aufgezwungen werden.

Die Folge ist nun: Facebook soll umgehend reagieren. Dem Nutzer muss die Möglichkeit gegeben sein, gegen die Datennutzung Widerspruch einlegen zu können. Die Frist dafür läuft bis zum Sommer 2018. Reagiert man bis zum Ablauf nicht, könnte das Bundeskartellamt die Social Network Website endgültig schließen. Für weitere Informationen hat Rechtsanwalt Christian Solmecke auf seinem YouTube-Kanal ein entsprechendes Video hochgeladen.

Kommentare

Noch keine Kommentare abgegeben. Sei der Erste und teile der Welt deine Meinung mit!

Zum Thread im Forum

Anzeige

Preisvergleich

Verwandte Themen