Intel: Designfehler in allen Chipsätzen der 6er-Serie

Ein gravierender Designfehler in den aktuellen Chipsätzen von Intel sorgt für weitere Verzögerungen und eine große Umstauschaktion. Betroffen sind dabei zwei der vier SATA-II-Anschlüsse.

In einer kurzen Mitteilung machte Intel am heutigen Tage auf einen relativ schwerwiegenden Bug aufmerksam. Durch einen Designfehler in den aktuellen Chipsätzen der 6er-Serie, auch "Cougar Point" genannt, soll die Leistung zweier SATA-II-Ports mit der Zeit abnehmen. Dies kann dazu führen, dass daran angeschlossene Laufwerke nicht mehr korrekt arbeiten können.

Der Fehler soll laut Intel - innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren - jedoch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von fünf Prozent auftreten. Dies sei auch der Grund, wieso man das Problem erst jetzt bemerkt habe. Erst als ein OEM-Partner darauf aufmerksam machte, konnte man entsprechende interne Tests vollziehen, welche schlussendlich zu der Entscheidung führten, die komplette Chipsatzreihe zu erneuern.

Eine schlichte Anpassung einer Metalllage soll dabei Abhilfe schaffen. Nichtdestotrotz wird sich die Auslieferung neuer Chipsätze nun um einige Wochen verzögern. Ob dies nun auch einen Rückruf aller bisher verkauften PC-Systeme bedeutet, ist noch nicht ganz klar. Intel lies allerdings verlauten, dass man zurzeit an einer Lösung mit den PC-Herstellern arbeite.

Dass sich solch ein Ausrutscher natürlich auch finanziell deutlich bemerkbar macht, zeigen Intels neueste Finanzprognosen. So hat man den zu erwartenden Umsatz für das erste Quartal 2011 um 300 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert. Die Kosten für den Umtausch bereits verkaufter Systeme legte man mit rund 700 Millionen US-Dollar fest.

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