Nvidia GTX 1080 Max-Q deutlich langsamer als reguläre GTX 1080

Zur Computex 2017 hat Nvidia erstmals den eigenen Max-Q-Standard vorgestellt, mit denen selbst Oberklasse-Grafikkarten wie die GTX 1080 in extrem flache und leichte Gaming-Notebooks passen. Erste Tests zeigen aber, dass der Hersteller hier große Kompromisse eingehen musste.

Als Nvidia und dessen Partnerfirmen zur diesjährigen Computex die ersten Notebooks mit Max-Q-Standard zeigten, klangen die Leistungsdaten vielversprechend: So hatten beispielsweise ASUS und Acer Laptops mit einer GTX 1080 vorgestellt, welche in der Dicke nicht mal 2cm messen und kaum mehr als zwei Kilogramm wiegen. Laut Nvidia habe man hierfür unter anderem die Kühlungstechnik sowie die Treiber der Modelle entsprechend angepasst.

Mittlerweile haben erste Medien die neuen Max-Q-Notebooks in die Finger bekommen. Die Kollegen von Notebookcheck.com haben sich in einem ersten Test das ASUS Zephyrus GX501 näher angesehen, welches gerade einmal 18mm dick ist und mit einem aktuellen i7 7700HQ sowie einer GTX 1080 Max-Q ausgestattet ist.

Bei den Benchmarks zeigte sich aber, dass die Grafikkarte im Max-Q-Design rund 30 Prozent langsamer rechnet als eine gewöhnliche GTX 1080. Von der Leistung her sei die schwächere 1080 daher eher mit einer GTX 1070 vergleichbar, die bei den Benchmarks etwa dieselben Ergebnisse erzielt. In Stein gemeißelt sind die Werte damit nicht, jedoch dürfte die Leistung der GTX 1080 Max-Q generell etwas über der "normalen" GTX 1070, aber deutlich unter der GTX 1080 liegen.

Positiv aufgefallen ist, dass die Kühlung der Komponenten im ASUS-Gerät keine Probleme bereitet und auch recht leise ist. Jedoch wurde deutlich, dass Nvidias Vorstoß im Hinblick auf besonders leichte und dünne Highend-Notebooks offenbar mit einer deutlich niedrigeren Performance erkauft ist.

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