Der Mainboard- und Grafikkartenspezialist Gigabyte hielt gestern in Frankfurt, im Rahmen der TechTour 2012, eine Präsentation der neusten Produkte ab. Neben Peripherie- und kabellosen Bildübertragungsgeräten, wurde die Geforce GTX 680 SuperOverclocked vorgestellt. Wir waren für euch vor Ort und haben uns alle Details zur Grafikkarte erläutern lassen.
Bereits vor wenigen Wochen sorgte Gigabyte mit der hauseigenen Geforce GTX 680 SuperOverclocked aufgrund der recht ausgefallenen und innovativen Kühlung für Aufsehen. Bisher wurden jedoch nur wenige Details zum Pixelbeschleuniger offiziell bekanntgegeben. Im Rahmen der TechTour 2012 zeigte der Hersteller gestern in Frankfurt am Main einer ausgewählten Gruppe an Redakteuren die riesige Karte und äußerte sich zu den angedachten Spezifikationen.
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Das wohl auffälligste Merkmal der Geforce GTX 680 SuperOverclocked mit der offiziellen Bezeichnung "GV-N680SO-2GD" ist der Windforce-5X-Kühler, der laut Hersteller bis zu 500 Watt an Verlustleistung abführen kann. Dessen Grundlage bildet eine riesige Vapor-Chamber-Grundplatte, die neben der GPU auch die RAM-Chips bedeckt. Die weiteren Bestandteile des Kühlers sind ein ausladender Lamellenblock im Triple-Slot-Format und die darin verlaufenden, neun 6-Millimeter-Heatpipes sowie die fünf Lüfter mit einem Durchmesser von vier Zentimetern. Letztere bringt Gigabyte so an, dass die im Gehäuse befindliche Luft vom PCI-Express-x16-Slot respektive dem Mainboard durch die Finnen gezogen und in Richtung des Seitenteils ausgeblasen wird. Wie sich diese Kühlung im Alltag schlägt müssen erste Tests zeigen. Trotz des kleinen Formats, sollen die Lüfter Geräuscharm agieren: Unterhalb von 30 Grad Celsius wird die Karte komplettpassiv gekühlt. Erst zwischen 30 und 40 Grad Celsius springen zwei der fünf Quirle an und drehen dann auch nur mit maximal 35 Prozent. Ab 50 Grad Celsius arbeiten dann alle Lüfter mit dieser Drehzahl. Mit 65 Prozent der höchsten Umdrehungszahl soll der Windforce 5X bis zu 240 Watt problemlos abführen können und dabei mit 35 dB(A) zu Werke gehen. Dies reicht aus, um die Taktraten der Karte an ein alltagstaugliches Limit und deutlich darüber zu treiben. Wie hoch die Standardfrequenz der GPU sein wird, konnte man in Frankfurt noch nicht final sagen. Erste Infos deuteten auf 1.080 bis 1.090 Megahertz hin. Aufgrund der starken Konkurrenz wird Gigabyte den genannten Wert aber deutlich übertreffen. Dies äußerte die Pressevertreterin gestern jedenfalls auf dem TechTour-Event. Der Speichertakt soll hingegen bei rund 3.200 Megahertz liegen.
Um ein hohes Übertaktungspotenzial der eigenen GTX 680 zu gewährleisten selektiert Gigabyte die GPUs und bringt auf dem PCB acht digitale Phasen unter, denen vier hochwertige Proadlizer zur Seite stehen, um die Spannungen deutlich störfreier zu gestalten. Außerdem wird ein Dual-BIOS integriert sein, das neben den normalen Settings auch Optionen für Übertakter bereithält und die üblichen Beschränkungen aushebelt. Entgegen dem gezeigten Vorserien-Muster soll die finale Karte zwei 8-Pin-Stromanschlüsse erhalten, wodurch eine maximale Leistungsaufnahme von 375 Watt möglich wäre. Tunen, übertakten und überwachen lässt sich die GTX 680 SuperOverclocked dann mit der beiliegenden OC-Guru-II-Software.
Obwohl Gigabyte noch viele Verbesserungen und Optimierungen am gezeigten Modell vornehmen möchte, wird die Verfügbarkeit nach der Computex, im Juni angegeben. Der Preis soll dann allerdings bei rund 640 bis 650 Euro liegen.
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