Geknackt: Nintendos Switch wurde vom Hackerteam Fail0verflow modifiziert

 

Die Hackergruppe „Fail0verflow“ hat erneut zugeschlagen. Und dieses Mal musste nicht einmal eine Softwarelücke missbraucht werden. Denn wie es sich herausstellt, besitzt Nvidias Tegra-X1-SoC Grafikeinheit einen Fehler im Boot-ROM. Dadurch konnte Debian per Coldboot-Exploit aufgespielt werden. Die Aktivierung des Debbuging-Modus (Entwicklermodus) wurde somit ein Kinderspiel.

Unausgereifte Hardware kann schwere finanzielle Konsequenzen mit sich bringen. Davon könnte Nintendo schon bald ein Lied singen. Denn die Hackergruppe Fail0verflow konnte die Switch durch einen Fehler in der Boot-ROM des Grafikchips knacken. Das große Problem ist jedoch, dass ein solcher Fehler nicht ohne weiteres behoben werden kann. Denn bislang sind die Hacker die einzigen, die genau wissen, wo sich dieser befindet. Zudem wurde der Exploit ganz ohne Hardware-Modifikation bewerkstelligt, wodurch jeder Laie dies mit den richtigen Tools nachmachen könnte.  

Grundsätzlich ist somit jedes ausgelieferte Exemplar „hackbereit“ und könnte den Software-Sales einen mächtigen Schlag austeilen. Schließlich war die Piraterie der Grund, warum Sonys PSP-Ära ein vorzeitiges Ende im Westen fand. Ganz hoffnungslos ist es jedoch nicht. Denn Fail0verflow konnte auch die PS4 im Jahr 2016 hacken. Das Exploit wurde jedoch nie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Denn das höchste Gut in der Hacker-Szene ist nach wie vor die eigene Anerkennung und Bekanntheit unter der Hacker-Konkurrenz.

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