Lange hat es gedauert, bis die Spieler-Gemeinde die Vorzüge moderner Grafik-Effekte in Crysis 2 genießen konnte. Gestern war es endlich soweit: Crytek veröffentlichte den Patch 1.9 (wir berichteten), der zusammen mit dem DirectX-11-Ultra-Pack und den hochauflösenden Texturen eine wirklich spektakuläre Optik in Crysis 2 bringt. Jedoch müssen die imposant gestalteten Spiele-Szenen entsprechend aufwendig von der Grafikkarte berechnet werden. Wir testen, wie sich Performance auf aktuellen Pixelbeschleunigern verändert.
Dank des seit gestern verfügbaren Updates von Crytek, lässt sich Crysis 2 nun mit einer herausragenden Optik erleben. Diese muss aber deutlich aufwendiger von der Grafikkarte berechnet und dargestellt werden. Daher haben wir einige aktuelle Pixelbeschleuniger durch eine eigens erstellte Benchmark-Szene gejagt, um aufzuzeigen, wie stark die Performance leidet.

Der Patch 1.9 implementiert nun endlich DirectX 11 und dessen Features. Dazu gehören Tessellation, Parallax Occlusion Mapping, eine verbesserte Wasser-, Bewegungs- und Tiefenunschärfe-Darstellung sowie hochwertigere Partikel-Effekte. Daneben wird die Umgebungsverdeckung (SSAO) mittels Screen Space Directional Occlusion (SSDO) drastisch verschönert. Das kommt vor allem der bereits anspruchsvollen Beleuchtung zugute und steigert den Realitätswert deutlich. Ohne die passende DirectX-11-Hardware wird das Game mit Contacts Shadows und Echtzeit-Reflektionen aufgehübscht. Die High-Res-Texturen können optional installiert werden, benötigen aber eine Grafikkarte mit einem mindestens 1.024 Megabyte großen Video-Speicher und ein 64-Bit-Betriebssystem.
NVIDIA zeigt alle neuen Features zusammengefasst in dem folgenden Video:
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Das Testsystem:
Als Grundlage für diesen Performance-Test dient unser Grafikkarten-Testsystem. Die Basis bildet dabei ein Rampage-II-Extreme-Mainboard von Asus, dass mit sechs Gigabyte RAM und einem Core i7 965 XE bestückt ist. Letzterer wurde auf 3,8 Gigaherzt übertaktet und nutzt vier Kerne beziehungsweise acht Threads. Die nötigen Daten speichert eine Patriot-Warp-SSD. Den Strombedarf des Systems stillt das be quiet! Dark Power Pro P8 mit 900 Watt Nennleistung. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Ultimate x64zum Einsatz.
Treiber:
Obwohl die Einstellungen in den Treiber-Menüs zum größten Teil unangetastet bleiben, müssen bestimmte Funktionen umgestellt werden. Im Fall von NVIDIA wird lediglich die PhysX-Berechnung der CPU zugewiesen. Im Catalyst Control Center hingegen stellen wir den Detail Level auf "Hohe Qualität", um eine ähnlich gute Bildqualität wie die der Geforce-Karten zu erreichen und deaktivieren außerdem die Tessellation-Optimierung. Es werden die aktuellsten Treiber von AMD oder NVIDIA genutzt:
- NVIDIA Geforce 275.33
- AMD Catalyst 11.6
Benchmark und Testmethode:
Um vergleichbare Testergebnisse zu erhalten, haben wir eine reproduzierbare und rechenintensive Spiel-Szene ausgesucht. Diese ist im letzten Level "Kein Spaziergang" zu finden. Nachdem der Hubschrauber die Spielfigur mit dem Namen Alcatraz abgeworfen hat, fängt unser Benchmark-Parcours an. Dabei laufen wir einfach den gepflasterten Weg bis zum Ende und gehen dann in Richtung Felsvorsprung, bis am vordersten Teil etwas davon abbricht. Dabei wird die Frame-Rate mittels Fraps dokumentiert. Das folgende Video zeigt den die besagte Szene:
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Crysis 2 Patch 1.9 Performance
Grafik-Optionen: Systemeinstellungen "Ultra", V-Sync aus, Bewegungsunschärfe "Hoch"
NVIDIAs Geforce-Grafikkarten zeigen sich im stark fordernden DirectX-11-Modus von Crysis 2 sehr rechenstark. Trotzdem brechen die getesteten GTX-Modelle beim Wechsel auf die neuste API deutlich ein. Hier ist ein FPS-Minus von bis zu 40 Prozent zu verzeichnen.
Den Radeons fehlt es in diesem Szenario gänzlich an Optimierung und der nötigen DirectX-11-Power. Im Fall der HD-6000-Serie von sinkt die Anzahl der Bilder pro Sekunde beim Umstellen auf DX11 prozentual gesehen jedoch weniger, als bei der hauseigenen Vorgänger-Generation und der Geforce-Konkurrenz. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen macht sich an dieser Stelle der überarbeitete Tessellator, den AMD den aktuellen Radeons spendiert hat, bemerkbar. Vergleicht man alle beiden Auflösungen miteinander, so beträgt der durchschnittliche Leistungseinbruch anhand der HD6870 "nur" 31 Prozent.
1920 x 1200 / DX 11 + High-Res-Textures
Grafik-Optionen: DirectX 11 aktiviert, hochauflösende Texturen "Ja", V-Sync aus, Bewegungsunschärfe "Hoch"
Die Detailstufe der Grafik ist entscheidend für die Performance der Grafikkarte. Sofern eine Radeon in dem System werkelt, ist von der "Ultra"-Einstellung abzuraten. Der FPS-Einbruch von fast 66 Prozent rechtfertigt die bessere Optik keinesfalls. Mit den "Extrem"-Settings gelangen die AMD-Karten wieder zu ihrer alten Stärke zurück und können das Spiel selbst mit DX11 und hochauflösenden Texturen ruckelfrei darstellen. Der "Ultra"-Modus bleibt somit vorerst den Dual-GPU-Grafikkarten oder Geforce-Besitzern vorenthalten. Hier spielt NVIDIA den "The Way It's Meant To Be Played"-Trumpf aus.
Grafikvergleich:
Der Screenshot-Zusammenschnitt zeigt die Auswirkungen der unterschiedlichen Grafik-Optionen und gibt einen optischen Vergleich zur benötigten Hardwareanforderung.
Wie der Bildvergleich verdeutlich, sinkt mit der entsprechenden Detailstufe die Stärke der Tessellation, die Qualität der Schatten und die Sichtweite spürbar. Ein angemessenes Verhältnis aus Hardware-Hunger und ansprechender Optik bietet die Einstellung "Extrem".
Fazit:
Der Patch 1.9 bringt nun die schon lange erwarteten Effekte ins Spiel und zaubert optisch wunderschöne Landschaften beziehungsweise Großstadt-Szenarien auf den Bildschirm. Natürlich war abzusehen, dass die verbesserte Gesamtdarstellung nach potenter Hardware verlangt. In diesem Fall ist also eine aktuelle High-End-Grafikkarte erforderlich. Der optisch herausragende "Ultra"-Modus bleibt aus leistungstechnischer Sicht nur Usern mit Geforce- oder Dual-GPU-Grafikkarte vorenthalten.
Crytek katapultiert Crysis 2 mit dem DirectX-11-Update auf das derzeit höchste technische Niveau, was im Bereich Computer-Spiele zu finden ist. Dadurch hat der PC-Gamer endlich einen Vorteil gegenüber den Nutzern von Konsolen - wenn auch nur seitens der Optik.
Update (1.7.2011)
Wir haben in unsere Benchmark-Tabellen weitere Grafikkarten eingefügt. Im Fokus stand bei diesem Update Dual-GPU-Grafikpower.
Außerdem verlosen wir in Zusammenarbeit mit NVIDIA unter allen Kommentaren zwei T-Shirts der Kalifornier.
Update 2 (3.7.2011)
Mittlerweile haben wir den Großteil der aktuellen Grafikkarten durch den Crysis-2-Benchmark gejagt. So können sich alle Spieler ein Bild vom bevorstehenden Leistungseinbruch bei DirectX 11 und der Umstellung der Grafik-Details auf "Ultra" machen.
Außerdem könnt ihr zwei weitere T-Shirts von NVIDIA gewinnen. Klickt dazu einfach auf "Gefällt mir" und postet eure Meinung zu diesem Spiel.





Arbeitsspeicher werden 100 Prozent reproduzierbar auf einem High-End Testsystem getestet. Hierzu setzen wir den synthetischen Benchmark Everest Ultimate bzw. MaxxPi² ein ...