Sonys neues Handheld musste schon einige Rückschläge einstecken - unter anderem magere Verkaufszahlen und Kritik der Gamer-Community, die sich wegen fehlenden Exklusiv-Titeln wie „Monsterhunter“ beklagten. Doch an das Aufgeben der Vita wird nicht gedacht. Capcom, die zum alten Stahl in der Gamer-Geschichte gehören, brachten erst kürzlich das heiß erwartete Spiel „Streetfighter X Tekken“ auf die Xbox 360 und die Playstation 3. Nun feuern die Japaner sogar eine für die PS-Vita angepasste Version auf den Markt. Wir hatten auf der Gamescom 2012 die Möglichkeit das Spiel exklusiv anzuspielen.
Streetfighter und Tekken sind beides Titel, welche das „Beat em‘ up“-Genre grundlegend geprägt und auch dominiert haben. Beiden Spielen folgten erfolgreiche Nachfolger, welche auf diversen Konsolen und Handhelds für Spaß sorgten. Beide Spiele haben ihren individuellen Stil. Tekken punktet seit jeher mit realistisch wirkender Grafik, man verfolgte zwar noch ein in Richtung Anime gehendes Thema, jedoch blieben die Charaktere und das allgemeine Design beim Stichwort Realismus stehen. Streetfighter hingegen ist ein Spiel, welches komplett im eigenen, Comic-artigem Stil gehalten wurde. Die Charaktere sollten zwar alle international wirken, jedoch ist der Anime-Stil in der Charakterauswahl und den Spieleszenarien ganz klar zu entdecken. Eines haben aber beide Spiele immer gemeinsam gehabt: „Buttonsmashing“ und Action gab es in beiden Spielen zur Genüge. Es entfacht zwar immer und immer wieder die Diskussion in diversen Foren, welches der beiden Games nun besser sei, aber man kam nie zu einem Ergebnis, da es wie so oft reine Geschmackssache ist. Capcom und Namco Bandai einigten sich daher auf ein gemeinsames Projekt aus dem das Endprodukt „Streetfighter X Tekken“ resultierte.
Erstes Problem: welchen Charakter soll ich bloß wählen?!
Beide Spiele boten schon immer eine Vielzahl an Kämpfern aller Art. In Streetfighter X Tekken hat man die Wahl zwischen 55 Charakteren, darunter befinden sich fünf Gast-Kämpfer, unter anderem Pac Man und Megaman. Natürlich darf man sich auch hier über die Urgesteine aus beiden Spielen freuen. Wer also von einem Kämpfer/in die Nase voll hat, kann gleich zum nächsten springen, denn selten gab es Spiele, die so eine hohe Anzahl an Figuren hatte.
Grafikwunder auf kleinem Raum!
Wer an Handhelds denkt, wird oft an Kinderspiele mit nur einem schwachen Grafikniveau alá Mario und Pokemon denken. Zwar gab es bereits Grafikkracher wie Tekken oder God of War auf Handhelds, die das Grafikniveau in die Höhe jagten, trotzdem sorgte es für viele Non-Handheld-Gamer nur für ein müdes Lächeln. Speziell Spiele, die auf vielen Plattformen erschienen sind, trübten das Bild, da die Handheld-Ableger nicht an das Niveau der PC oder Konsolenfassung anknüpfen konnten. Anscheinend hat Capcom gewusst, wie es die Ressourcen der PS Vita effektiv einzusetzen hat. Die Grafik der Konsolenfassung war zwar immer noch besser, aber noch nie kam ein Spiel so nah an das Original. Selbst die Tekken-Reihe, die für die PSP erschienen ist, konnte nicht das Maß an vergleichbarer Qualität anbieten. Bei Streetfighter X Tekken fällt die Grafik ansprechend aus, an Cut-Szenen wurde nicht gegeizt und auch die Ultra-Moves waren schön anzusehen. In diesem Punkt konnte der Vita-Ableger unerwartet positiv abschneiden.
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Keine Herausforderung durch die Touchscreen-Steuerung für Anfänger?
Capcom preiste den anfängerfreundlichen Einstieg an, der es sogar kaum erfahrenen Spielern erlaubt, nur mit dem Touchscreen zu kämpfen. Das haben wir natürlich sofort ausprobiert und merkten, dass es zwar einfach war, aber nach nur wenigen Spieleminuten, zog es uns vom Touchscreen zurück auf die normalen Steuerelemente. Es ist ein Feature, welches Anfängern ein Gefühl für das Spielen geben kann, es ist jedoch keine Notwendigkeit, die auch viele Spieler von Anfang an schon ablehnen werden. Denn die richtigen Moves kann man nur mit der regulären Steuerung ausführen.
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Ganze Arbeit, Capcom!
Als wir uns am Stand breitmachten, an dem die PS Vitas mit dem Spiel aufgebaut waren, gab es zum Glück keinen Andrang und auch kaum wartende Leute. Dadurch hatten wir dennoch kaum viel Zeit das Spiel etwas genauer zu testen. Ganz besonders Handheld-Fans wurde erneut Hoffnung auf hohes Niveau in der Spieleszene gemacht. Denn wie so oft lehnen Spieleentwickler die Produktion von Spielen für Nintendos und Sonys Handheld ab, da die Kosten dafür sehr hoch sind und man eine eher schwächere Nachfrage erwartet. Ein weiteres Problem ist der Aufstieg der Smartphones und die dadurch entstandene Geburt der „79-Cent Spiele“. Aufgrund des schwächeren Preises, interessieren sich viele Spieler nicht mehr für Nintendo- oder Sony-Titel, da diese bis zu 30 Euro aufwärts kosten. Sony aber lehnt das 79-Cent-Niveau ganz klar ab. Mit Titeln wie Streetfighter X Tekken wird dennoch für Dauerspaß an der Vita gesorgt. Zudem gibt es noch Features wie die verschiedenen Multiplayer-Optionen und das Cross-Play welches dem Spieler ermöglicht auch gegen PS3-Spieler anzutreten. An dieser Stelle hört auch das Lob auf, da wir leider nur rund zehn Minuten spielen konnten und nicht jedes Feature, wie z.B das Argumented Reality (AR) und andere Modis antesten konnten.
Bei
Amazon kann man Streetfghter x Tekken für die PS Vita bereits vorbestellen.