Angespielt: Crysis 3 auf der Gamescom 2012

gamescom Special

Auf der diesjährigen Gamescom in Köln hatte der Spielepublisher EA einige Highlight-Titel im Gepäck. Darunter auch den heiß erwarteten Grafikkracher Crysis 3 von Crytek. Wir haben den Multiplayer-Modus des im nächsten Jahr erscheinenden Action-Hits gespielt und erläutern kurz, was euch erwartet!

Unumstritten gehört die Crysis-Serie zu den prächtigsten Spielen, was die grafische Inszenierung angeht. Mit der Cryengine 2 und Crysis hat der Spieleentwickler Crytek schon Ende 2007 für einen Meilenstein in der Spielebranche gesorgt. Frisches Design, packende Atmosphäre und ein neues Shootererlebnis prägten das Game schon damals.

Mit dem zweiten Teil, der im letzten Jahr erschienen ist, versuchte man alles besser zu machen - dennoch waren Spieler und Presse eher geteilter Ansicht. Die einen kritisierten die zum Teil stark monotone Spielwelt, die anderen brachten ihren Unmut über die anfangs fehlende Direct-X-11-Unterstützung zum Ausdruck. Nichtsdestotrotz heimste der zweite Teil der Crysis-Saga sehr gute Noten ein und zählt damit zu den grafisch hochwertigsten Spielen überhaupt.

Auf der Gamescom zeigte Electronic Arts den dritten Teil der Frankfurter Spieleschmiede Crytek - Besucher und Fachpresse dürfen sich noch die nächsten drei Tage in Köln ein eigenes Bild des im kommenden Frühjahr erscheinenden Titels machen. Wir waren bereits vor Ort und haben Crysis 3 angespielt!

Die Cryengine 3 lässt ihre Muskeln spielen - Grafik auf allerhöchstem Niveau!

Nachwievor glänzt Crysis besonders durch die gebotene Spielegrafik. Diese ist mehr als erhaben und sorgt beim bloßen anschauen einfach nur für Spaß. Die von uns angespielte Multiplayer-Map wirkte düster - korrekt berechnete Schatten und Lichteffekte taten ihr übriges. Man befand sich wirklich mitten im Spiel. Dadurch achtet der Spieler automatisch auf die Schatten der Gegner, was besonders im sogenannten Hunter-Modus von größter Bedeutung ist (aber dazu später mehr). Die Umgebung, in der wir den Multiplayermodus gespielt haben, war ruinenartig und erinnert an das von Pflanzen zugewachsene New York aus der Hauptgeschichte. Das Alles basiert auf einer aufgebohrten Version der in Crysis 2 eingesetzten Cryengine 3, welche bei Release auf ein grafisches Prachtfeuerwerk am heimischen Rechner hoffen lässt. Voraussetzung dafür ist natürlich adäquate Hardware.

Wir sind entweder Hunter oder die "Gejagten"!

Wir konnten nur einen Multiplayermodus anspielen - aber gefallen hat dieser sehr gut. Im Gegensatz zum üblichen Einheitsbrei bietet er etwas Neues: Den Hunter-Modus, bei dem der Spieler abwechselnd in die Uniform eines gewöhnliches Cell-Soldaten schlüpft und so lange wie möglich überleben soll.

Punkte gibt es für die überstandene Zeit, ohne zu sterben. Ausgerüstet mit einem kompletten Waffenarsenal, versucht der Spieler folglich die Hunter von sich fern zu halten - letztere sind mit einem Nanosuit samt Bogen ausgestattet und haben die Aufgabe, die normalsterblichen Cell-Soldaten möglichst geräuschlos zu jagen und auszuschalten. Auch hier gibt es Punkte für jeden ausgeschalteten Gegner. Das Prinzip ist sehr simpel und erinnert an ein Katz- und Maus-Spiel.

Steuerung nach wie vor auf hohem Niveau!

Die Steuerung ist intuitiv und gestaltet sich wie beim Vorgänger einfacher als im ersten Teil. Einblendungen für bestimmte Aktionen werden angezeigt, wenn man sich an einem Objekt befindet, mit dem interagiert werden kann. Da der von uns gespielte Modus es nicht erlaubte, zwischen den speziellen Kräften des Nanosuits zu wechseln, können wir keine Informationen dazu geben. Ansonsten fiel das Gameplay an sich sehr aus flüssig - wer Crysis 2 jemals gespielt hat, wird sich im neuesten Teil sofort einfinden und wohlfühlen!

Crysis bleibt Crysis - rein featuretechnisch gibt es keine Neuerungen. Nach wie vor macht das Spielen dieser Serie großen Spaß. Einzig und allein die teils unrealistischen Bewegungsanimationen der Gegenspieler im Multiplayer empfanden wir als störend - aber auch das dürfte zum offiziellen Release im kommenden Frühjahr mit Sicherheit behoben worden sein. 

Selbstverständlich haben sich alle vor Ort bezüglich der verwendeten Hardware ausgeschwiegen. Dennoch war mit einiger Recherche und geübtem Auge herauszufinden, dass für einen flüssigen Spielspaß der FX 8150 AM3+ Prozessor neben dem Single-GPU-Topmodell GTX 680 von Nvidia ausreichten. Wie und ob der Titel auch mit schwächerer Hardware ruckelfrei auf höchsten Einstellungen zu spielen ist war leider nicht auszumachen.

Bei Amazon ist der dritte Teil der Crysis-Saga bereits vorbestellbar!

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