Test: Patriot Trinity USB Stick im Kurztest

USB-Sticks sind äußerst praktisch, lassen sich in der Regel aber nur mit einem USB-Standard verwenden. Patriot verspricht mit dem Trinity ein 3-in-1-Modell, das diese Probleme verschwinden lässt. Wie sich der mobile Datenträger in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in diesem Kurztest.


Während sich im Desktop-Bereich der USB-A-Standard durchsetzen konnte, ist es im Mobilbereich (von Apple einmal abgesehen) der microUSB-Anschluss gewesen, der sich größerer Beliebtheit erfreute. Doch inzwischen werden beide Standards immer mehr vom neuen USB Typ C abgelöst. Da deren Stecker nicht miteinander kompatibel sind, sind folglich auch USB-Sticks üblicherweise auf einen Stecker - meist USB Typ A - festgelegt. Patriot will dieses Problem elegant lösen, indem man beim Trinity genannten Stick alle drei Standards kombiniert.

Patriot Trinity USB-Stick
Speicherkapazität32GB / 64GB / 128GB
AnschlüsseUSB-C 3.0, USB-A 3.0, USB 2.0 Micro-B
Lesegeschwindigkeit (MB/s)
200MB/s
Abmessungen42.6 x 14.8 x 9.4mm
Gewicht8 Gramm
Herstellergarantie2 Jahre

 

Ganz neu ist das Konzept, mehrere USB-Stecker in einem Stick unterzubringen, freilich nicht. Gleich Drei Standards in einem solch kompakten Stick zu verpacken, ist aber eher ungewöhnlich. Dabei befindet sich der Typ-C-Stecker hinter einer Klappe versteckt, auf der anderen Seite hingegen der bekannte A-Stecker. In letzterem ist auch der microUSB-Stecker untergracht - dazu muss man den oberen Teil des A-Steckers nach oben klappen. Das sieht ganz cool aus und hat etwas Transformer-mäßiges an sich. Jedoch stellt sich die berechtigte Frage, ob dieser Mechanismus bei häufigem Gebrauch nicht irgendwann zu einem Defekt führt. Ansonsten gibt es noch einen Metallbügel, der sich um 360 Grad drehen lässt und so jeweils eine Seite verdeckt.

Via USB OTG (USB On the Go) lässt sich das Gerät auch über Plug&Play mit einem mobilen Gerät verbinden. In unserem Fall funktionierte dies mit dem Google Pixel 2 auf Anhieb ohne Probleme. So lassen sich auch unterwegs Inhalte übertragen - sehr praktisch.

Ein großes Augenmerk auf die Leistungsfähigkeit legt Patriot offenbar nicht, bezüglich der Datenrate werden lediglich 200MB/s beim Lesen genannt. Wie schnell die Schreibrate ist, werden wir also erst mithilfe unserer Testprogramme herausfinden. Dann stellt sich auch heraus, ob die versprochenen 200MB/s in der Praxis eingehalten werden.

Im Seq-Test von AS SSD konnten im Lesen 208,32MB/s erreicht werden, womit Patriot nicht zu viel versprochen hat. Die Schreibrate liegt unterdessen bei ziemlich genau 100MB/s, also der Hälfte dessen, was beim Lesen möglich ist.

Ähnlich sehen die Ergebnisse im vergleichbaren CrystalDiskMark-Durchlauf aus. Generell kann man festhalten, dass die Leserate bei rund 200MB/s liegt und die Schreibrate bei 100MB/s. Damit sind die Datenraten recht ordentlich und für die meisten Anwendungsfälle in der Praxis absolut ausreichend.

Fazit

Das Patriot Trinity ist ein schön kompakter USB-Stick, der alle wesentlichen USB-Varianten im Markt abdeckt. Damit bietet er ein Alleinstellungsmerkmal, das den derzeit hohen Preis von 38 Euro (64GB) zumindest teilweise rechtfertigt. Daneben gibt es noch eine Variante mit 32GB für 28 Euro und eine mit 128GB für 64 Euro.

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Karim Ammour

Datum:
08.06.2018 | 21:12 Uhr
Rubrik:
USB Sticks
Tags:
anschluss C Dreifach Patriot stick Trinity Typ usb

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