Testsysteme

Grafikkarten: Bewertung

Damit die getesteten Grafikkarten in Sachen Leistung unterschieden werden können, dienen verschiedene Spiele und Benchmarks als Leistungsindikator. Dafür haben wir uns auf zehn Programme respektive Games beschränkt: die beiden synthetischen Benchmarks 3DMark Vantage und Unigine Heaven 2.1 sowie insgesamt acht Spiele, vier davon mit DirectX-10-Support sowie drei mit vollständiger DirectX-11-Unterstützung. Außerdem nutzen wir den Stand-Alone-Benchmark von Final Fantasy XIV. Bei allen Spielen wurden die Grafikeinstellungen auf die jeweils höchstmöglichen Einstellungen gesetzt. Die detaillierten Settings sehen wie folgt aus:

  • 3DMark Vantage: Futuremark ist schon seit Jahren wohlbekannt für seine synthetischen Benchmarks. Der 3DMark Vantage stellt dabei den neuesten Ableger dar. So eignet sich dieser sehr gut für einen groben ersten Eindruck über die Leistung einer Grafikkarte. Um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten testen wir  mit den voreingestellen Performance-Settings.
  • Unigine Heaven 2.1: Die Unigine Corporation hat Ende 2009 auf Basis der gleichnamigen Engine den laut eigenen Angaben ersten Benchmark mit voller DirectX 11 Unterstützung zum freien Download angeboten. Dabei soll die "Heaven" genannte Techdemo neue Maßstäbe in Sachen Grafik setzen und die in die neue Schnittstelle integrierten Features vollends ausschöpfen. Dazu gehören unter Anderem Hardware-Tessellation, Advanced Screen-Space Ambient Occlusion sowie die Simulation von Tiefenunschärfen.
  • Far Cry 2: Als erster Spiele-Benchmark fand Far Cry 2 einen Weg in unseren Testparcour. Die auf den Namen "Dunia" hörende Engine zeichnet sich vorallem durch sehr realistische Landschaftsdarstellungen und physikalisch korrekte Feuerverbreitung sowie Explosionen aus. Auch hier verwenden wir wieder das integrierte Benchmarktool und wählen den Ranch-Small Abschnitt.
  • Resident Evil 5: Mit Resident Evil 5 erweitert Capcom die altbekannte Survival-Horror Serie um einen weiteren Teil. Diesmal findet man sich unter der glühenden Sonne Afrikas wieder, um gegen Horden von Untoten anzutreten. Dabei wurde die Grafik seit dem Vorgänger stark verbessert und überzeugt mit atmosphärischen Licht- und Schatteneffekten. Der im Spiel integrierte Fixed-Benchmark hilft, die Leistung einer Grafikkarte sehr genau zu bestimmen.
  • Crysis Warhead: Crytek veröffentlichte 2007 einen First-Person-Shooter, welcher auch heute noch in seiner optischen Qualität unübertroffen ist. Mit dem Add-on Crysis Warhead wurde dieser sogar noch etwas erweitert und zusätzlich die Performance verbessert. Um vergleichbare Ergebnisse zu erziehlen verwenden wir den integrierten Benchmark des ersten Levels.
  • Metro 2033: Der optisch recht ansprechende Ego-Shooter, der auf dem Buch von Dmitri Gluchowski basiert, verwende die 4A-Engine, die besonders anspruchsvoll ist und mit schönen DX11-Effekten aufwartet. Das Horror-Survival-Game nutzt dabei fordernde Tesselation und  Schrärfentiefe (kurz DOF). Wir verwenden den eingebauten Benchmark, der das Level "Frontline" durchfliegt.
  • Lost Planet 2: Der Third-Person -Shooter aus dem Hause Capcom setzt wie der Vorgänger (oder Resident Evil 5) auf die MT-Framework, aber diesmal in der Version 2.0. Dabei fügen die Entwickler besonders umfangreiche DX11 Effekte ein. Neben Tesselation und Tiefen- bzw. Bewegungsunschärfen sorgen die umfangreiche Beleuchtung sowie die aufwendig berechneten Partikel für ein plastisches, aber ganz passenden Gesamtbild. Wie schon bei Resident Evil 5 kommt auch bei diesem Spiel der integrierte "Fixed"-Benchmark zum Einsatz.
  • Call Of Duty 6: Modern Warfare 2: Natürlich findet auch Call Of Duty 6: Modern Warfare 2 den Weg in unseren Benchmarkparcours. Der Ego-Shooter von Infinity Ward überzeugt eine große Multiplayer-Gemeinschaft und erfreut sich allgemein massiver Beliebtheit. Obwohl die Optik nicht an Größen wie Crysis herankommt, wirkt das Spielerlebnis authentisch und zeitgemäß. Als Benchmark nutzen wir den Hubschrauberflug über dem "Gulag".
  • Colin McRae: DiRT 2: Colin McRae: DiRT 2 ist der neueste Ableger aus der erfolgreichen Rally-Spielreihe. Dabei kann es nicht nur spieletechnisch vollends überzeugen, sondern auch bei den grafischen Aspekten punkten. Kurz vor Release wurde die PC-Version zudem noch einer grundliegenden Überarbeitung unterzogen und erfreut den Besitzer moderner Hardware mit der Unterstützung von DirectX 11. High Definition Ambient Occlusion und Tessellation geben dem Spiel dabei den letzten Schliff und machen Colin McRae: DiRT 2 wohl zu einem der optisch schönsten Rennspiele auf dem Markt.
  • Final Fantasy XIV: Final Fantasy XIV ist eines der neusten und optisch wirklich gelungenen Online-Rollenspiele. Die Crystal-Tools benannte Cross-Platform-Engine nutzt dabei modernste Rendertechniken. Square Enix veröffentlichte vor Release einen Stand-Alone Benchmark, der die Leistung des Computers beurteilt. Zusätzlich zu den Gesamtpunkten messen wir die Average-Frames.


Weitere Messungen:

Neben der Leistung der Grafikkarte sind noch weitere Faktoren ausschlaggebend. Darunter finden sich Temperatur, Lautstärke und der Verbrauch. Je geringer diese Werte, desto besser ist dies natürlich.

  • Temperaturen: Die Temperaturen der Grafikkarten werden immer über die internen Sensoren ausgelesen. Das Testsystem befindet sich dabei auf einem offen stehenden Benchtable. Mittels FurMark beziehungsweise Crysis Warhead werden die maximalen Temperaturen bei Voll- oder Spielelast erzeugt. Jede der beiden Anwendungen läuft dabei minimal 30 Minuten oder so lang, bis sich die erreichten Werte nicht weiter steigern. Anschliessend kühlt das System über einen Zeitraum von einer Stunde ab. Dann erst werden die Leerlauf-Temperaturen notiert.
  • Lautstärke: Zur Ermittlung der Lautstärke steht ein Schallpegelmessgerät der Firma Voltcraft zur Verfügung. Dieses findet seine Position 50 Zentimeter von der Grafikkarte auf der Höhe der Lüfterlager. Auch hier wird die Last wieder über FurMark und Crysis Warhead erzeugt. Außerdem messen wir die Lautstärke im Windows-Leerlauf und bei voller Lüfterdrehzahl. Die restlichen Einstellungen entsprechen denen der Temperaturmessungen.
  • Leistungsaufnahme: Einer der wohl wichtigsten Punkte einer Grafikkarte ist die Leistungsaufnahme. Gemessen wird in diesem Fall der gesamte Verbrauch des Systems, wobei die Stromsparfeatures sowie der Turbo-Modus des Intel Core i7 deaktiviert wurden, um eventuelle Schwankungen größtenteils zu vermeiden. Dabei wird jeweils der höchste Wert von dem Voltcraft "Energie Check 3000" gespeichert und anschließend notiert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Testsysteme
  2. Netzteile: Testplattform
  3. Netzteile: Bewertung
  4. Arbeitsspeicher: Testplattform
  5. Arbeitsspeicher: Bewertung
  6. Mäuse: Testplattform
  7. Mäuse: Bewertung
  8. Grafikkarten: Testplattform
  9. Grafikkarten: Bewertung
  10. Prozessoren: Testplattform
  11. Prozessoren: Bewertung
  12. Mainboard: Testplattform
  13. Mainboard: Bewertung
  14. Festplatten: Testplattform
  15. Festplatten: Bewertung
  16. Prozessorkühler: Bewertung
  17. Prozessorkühler: Testplattform
  18. Gehäuse: Bewertung
  19. Gehäuse: Testplattform