Feature: Prey im technischen Kurztest

PC-Gamer haben es oft nicht leicht: Einerseits muss man mit der Befürchtung leben, dass das gewünschte Spiel gar nicht erst für die Master-Race-Plattform erscheint, anderseits muss dann auch der eigene Rechner genügend Leistung zum Zocken bereitstellen können. Das kürzlich erschiene Prey versucht, hier einen optimalen Mittelweg zu finden, weshalb wir den Titel auf mehreren AMD-Systemen kurz unter die Lupe nehmen.


Seit dem fünften Mai ist Prey vom Entwicklerstudio Arkane Studios erhältlich. Der Ego-Shooter mit Weltall-Setting erscheint damit 11 Jahre nach dem gleichnamigen Vorgänger, ohne jedoch einen inhaltlichen Zusammenhang zu besitzen. In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, dass der Nachfolger des ursprünglichen Prey unter der Entwicklung von Human Head Studios nach mehreren Verschiebungen komplett aufgegeben wurde. Für das neue Studio hinter Prey (2017) steht also besonders viel auf dem Spiel. Denn es muss zeigen, dass die Fehler aus der Vergangenheit "abgewaschen" wurden und Kritiker sowie Gamer möglichst vollends überzeugt werden können.

Dass Publisher Bethesda das Spiel nicht nur für PS4 und Xbox One, sondern auch PC veröffentlicht, kommt Fans des Genre mehr als gelegen. Besitzer eines Gaming-Systems wissen aber auch, dass zwischen "spielbar" und "angenehm spielbar" oft ein großer Unterschied liegt. Aus diesem Grund schauen wir uns zusammengefasst die wichtigsten Praxiswerte zum neuen FPS-Shooter an.

Um mögliche Performance-Probleme möglichst zu vermeiden, hat sich Arkane gegen die hauseigene Void Grafik-Engine entschieden. Stattdessen kommt die bewährte CryEngine V vom in Frankfurt ansässigen Entwickler Crytek zum Einsatz. Wer die Probleme mit der Void-Produktion Dishonored 2 kennt, dürfte damit ruhig aufatmen können.

Generell wurde bei Arkane versucht, eine optimale Balance zwischen Grafikqualität und der Framerate zu finden. Ob man damit den Anforderungen gerecht werden kann, die an einen AAA-Titel gestellt werden, haben wir anhand unseres Benchmarking-Parcours überprüft. Abgespielt wurde das Game in einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, als Systembasis dient ein Ryzen 5 Prozessor mit einer RX 580 und 16GB DDR4-RAM.

Nun zur Praxis: Im Spiel selbst werden dem Spieler bei der Grafik vergleichsweise wenige Einstellungsoptionen, schließlich soll ja von sich aus eine gute Balance gefunden werden. Im erweiterten Einstellungsmenü lassen sich aber noch 7 Optionen finden. Wir haben uns für die mittlere Einstellungsstufe entschieden und ansonsten keine weiteren Änderungen vorgenommen. So kamen wir auf sehr gute 97 FPS im Durchschnitt bei einem Minimum von 71 FPS. Für FreeSync-geeignete Monitore mit einer hohen Bildwiederholungsrate passt das Setting also ausgezeichnet.

Während das Spiel bei mittleren Grafikeinstellungen bereits gut aussieht und flüssig abspielbar ist, stellen wir die Qualität nun auf "hoch". Dort kommen wir auf durchschnittlich 73 FPS, das Minimum liegt dann bei 56 FPS - immer noch ein sehr guter Wert.

Im letzten Schritt kann das Grafiksetting noch auf "sehr hoch" gesetzt werden. Erreichen konnten wir so 68 FPS im Schnitt und 53 FPS im Minimum. Übrigens: Zu den empfohlenen Systemvoraussetzungen gehört ein AMD FX-8350 oder Intel i7 2600K, 16GB RAM und mindestens eine AMD R9 290 oder eine GTX 970 mit jeweils 4GB Videospeicher. Unser System, bestehend aus deutlich aktuelleren Komponenten samt einer RX 580, kommt also wenig überraschend auf eine mehr als ausreichende FPS-Zahl für das angenehme Zocken.

Fazit

Prey ist mit Sicherheit nicht die Speerspitze des Möglichen, wenn es um die Grafik geht. Doch zeigt sich ein positives Beispiel dafür, wie man als Entwickler mit der richtigen Wahl der Engine und etwas Fingerspitzengefühl ein Spiel auf die richtige Art und Weise für den PC veröffentlicht. Performance-Probleme, wie sie bei Dishonored 2 vorkommen, findet man daher nicht. Das sehr flüssige Gameplay gibt zudem auch Spielern mit älteren Gaming-System, insbesondere einer nicht mehr ganz aktuellen Grafikkarte, ein schönes Spieleerlebnis. Wer hingegen einen topaktuellen Pixelbeschleuniger wie die im Test verwendete RX 580 besitzt, kann auch in QHD oder gar 4k beherzigt loszocken - so, wie es optimalerweise auch sein sollte.

Weitere Informationen zur von uns genutzten AMD RX 580 findet Ihr direkt auf der Herstellerseite.

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Karim Ammour

Datum:
24.05.2017 | 15:39 Uhr
Rubrik:
Spiele
Tags:
AMD Arkane Bethesda Master Race Performance Prey RX Shooter System

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