Feature: Battlefield 4: Dragon's Teeth DLC im Test

Die vierte Erweiterung für Battlefield 4 hört auf den Namen "Dragons Teeth" und verschlägt den virtuellen Soldaten in die verschiedensten Gebiete Ostasiens. Geboten werden neben neuen Waffen und Gadgets wieder vier neue Karten, die vor allem auf frontale Infranterie-Gefechte ausgelegt sind. Was das vierte DLC-Paket noch alles auf Lager hat und ob es sich für Battlefield-Zocker lohnt, klären wir in diesem Artikel.


Während sich die im März veröffentlichte Spielerweiterung Naval Strike hauptsächlich um Seekämpfe in Booten dreht, dürfte der vierte Downloadcontainer für Landratten deutlich intessanter sein. Dragons Teeth setzt nämlich auf vier mittelgroße, neue Maps mit viel hügeliger Landschaft und wenig Wasser, was sich eher für Infranteriegefechte eignet. Auch großkalibrige Fahrzeugschlachten sucht man hier vergeblich, was die Wichtigkeit von Fußsoldaten im neuen DLC noch einmal unterstreicht.

Neben den vier neuen Karten hat Dragons Teeth wie jeder vorherige DLC auch eine Menge an neuen Spielinhalten im Gepäck: Darunter fünf neue Waffen wie die umstrittene Sekundärwaffe "Deagle 44", zwei neue Gadgets, einen neuen Spielmodus und eine Reihe an Aufträgen, mit denen man zum Teil die eben genannten Gegenstände freischalten muss. Wie immer gibt es aber auch neue Dogtags sowie Skins zu holen, welche mit einem eigenen Auftrag daherkommen, der zunächst erledigt werden muss.

"Lumpini Garten" besticht durch viel Grün, während in "Propaganda" graue Betonbauten dominieren.

Bei den neuen Maps handelt es sich um "Lumpini Garten", "Propaganda", "Versunkener Drache" sowie "Perlenmarkt". Alle Karten sind von der Fläche her als "mittelgroß" zu bezeichnen und ragen bis auf wenige Gebäude und Brücken kaum aus dem Boden, weshalb die Kämpfe hier hauptsächlich horizontal ausgetragen werden. Die Ausnahme bildet der Perlenmarkt, wo die Schlacht ähnlich wie bei der regulären Battlefield-Karte Flutgebiet in einem dichten Netz aus verlassenen Häusern und Märkten stattfindet.

Bei "Versunkener Drache" steht der Drachenpalast im Zentrum der Karte, "Perlenmarkt" besticht stattdessen durch seine engen Häuser mit verzweigten Dachsystemen.

Bei Chain-Link handelt es sich um einen neuen Spielmodus, der in Dragons Teeth erstmals Verwendung findet. Ziel ist es nicht nur, wie beim normalen Conquest Flaggen zu erobern, sondern diese auch möglichst in einer Reihe zu halten. Gleichzeitig müssen verbundene Gebiete des Gegners unterbrochen werden, um dessen Punktausbeute zu verringern, was das Abwegen von Offensive und Defensive besonders wichtig macht. Im Großen und Ganzen kann man das Spielprinzip von der Schnelligkeit zwischen dem gewöhnlichen Conquest und dem Modus Vorherrschaft einstufen, wobei es sich zu Fuß oder mit dem Cross-Bike aufgrund der kurzen, aber schnellen Positionswechsel am effektivsten spielen lässt.

Wichtig bei Chain-Link ist nicht nur die Anzahl eroberter Flaggen, sondern auch die Art und Weise, wie diese verbunden werden.

Neu in Dragons Teeth ist an Fahrzeugen lediglich das bereits erwähnte Cross-Bike. Und eigentlich stimmt selbst das nicht ganz, denn genau genommen wurde das Motorrad nur aus Battlefield 3 beziehungsweise dessen DLC "End Game" übernommen. Die Auswahl an neuen Gadgets und Waffen ist dafür umso größer - und dazu höchst umstritten. Zum einen wären da der Revolver Unica 6 und die Deagle 44 (kurz für Desert Eagle 44), welche seit kurzem jegliche Pistol-Only-Server dominieren und bei den Non-Premium-Spielern für großen Unmut sorgen. Ganz unberechtigt ist diese Kritik nicht, denn die Deagle kann wie etwa die Magnum mit zwei Treffen einen Kill erzielen, fasst aber neun statt sechs Schuss, schießt deutlich schneller und kann auch in Sachen Präzision mit dem Revolver locker mithalten. Das macht sie zu einem perfekten Allrounder unter den Sekundärwaffen, der jedoch normalen Battlefield-4-Spielern vorenthalten wird, solange sie nicht das Dragons-Teeth-DLC oder gleich eine Premium-Mitgliedschaft besitzen.

Um die Deagle 44 freizuschalten, müssen gleich zwei Aufträge hintereinander erledigt werden.

Als neue Waffe zieht auch die Bulldog ins Spiel, welche neben der Scar-H als einziges Sturmgewehr 33 Schadenspunkte pro Treffer erzielt, im Gegensatz zur Scar-H aber schneller schießt und keinen so hohen Rückschlag besitzt. Für Supporter dürfte außerdem die AWS interessant sein: Ein eigentlich recht unspektakuläres Maschinengewehr, das sich dank einer guten Schussrate sowie einem leicht kontrollierbaren Rückstoß aber auch für größere Distanzen eignet. Hinzukommen noch die Personal Defense Weapon MPX, welche exklusiv der Pionier-Klasse vorbehalten ist, sowie das Scharfschützengewehr CS5.

Dank einer guten Präzision und hohem Schaden taugt die Bulldog auch für gezielte Distanzschüsse.

Zu den neuen Ausrüstungsgegenständen gehört der unter der Community heiß diskutierte "ballistische Schild", eine Art Ganzkörperschutz, der nur nach vorne wirkt. Dieser Schild ist nur für den Supporter verfügbar und fängt alle Kugeln im Wirkungsbereich ab. Die Balance der Schildstärke könnte allerdings besser sein: Während Sturmgewehre, Karabiner, Pistolen und Schrotflinten grundsätzlich abgewehrt werden können, schlagen Scharfschützengewehre und seltsamerweise auch Revolver aus jeder Entfernung ohne Probleme durch das schmale Sichtfenster und erzielen bei einem Treffer immer einen Onehit-Kill. Auch, dass Granaten mit ausgerüstetem Schild genauso viel oder sogar mehr Schaden verursachen können als ohne, erscheint uns eher merkwürdig. Genauso können weder Raketen, noch irgendwelche anderen Explosionsprojektile ohne Schadensreduzierung abgewehrt werden, was defnitiv umgeändert werden sollte.

Der Schild eignet sich perfekt als Schutzmaßnahme, wenn der Gegner selbst aus der Decking schießt - zumindest so lange keine Explosivgeschosse im Spiel sind.

Das zweite, neue Gadget ist die unbemannte Bodendrohne "RAWR". Diese lässt sich ähnlich wie der EOD-Bot fernsteuern, ist anstelle eines Reparaturwerkzeugs aber mit LMG und Granatwerfer ausgestattet. Die Munition ist dabei fest vorgeschrieben: 600 Schuss und 12 Granaten lassen sich abfeuern, solange das Fahrzeug nicht schon selbst zerstört wurde. Die RAWR ist zwar die mit Abstand am besten gepanzerte Drohne, verträgt aber im besten Fall ein halbes Magazin, bevor das Signal zum Gerät aussetzt. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Drohne nicht ausrüsten lässt, sondern nur in geringer Stückzahl zufällig auf der Map gefunden werden kann. Das mag sich zwar unfair anhören, trägt aber essentiell zur Erhaltung der Spielbalance bei und macht daher auch Sinn.

Fazit

Dragons Teeth bewegt sich in keiner Extremen: Für Close Quarters ist es zu großflächig und für große Panzerschlachten fehlt es einerseits an Übersichtlichkeit und anderseits an Fahrzeugen, denn an schweren Vehikel mangelt es in den vier neuen DLC-Maps ganz klar. Dafür rücken - unter anderem dank des neuen Chain-Link-Modus - insbesondere taktische Infranteriegefechte in den Fokus. In dieser Hinsicht hat uns Dragons Teeth gut gefallen, schließlich gibt es mit China Rising und Naval Strike schon genügend Karten für großkalibrige Schlagabtausche. Beim Balancing könnte DICE aber noch einmal Hand anlegen, besonders bei der Deagle 44 und dem ballistischen Schild.

Der Downloadcontainer Dragons Teeth ist bereits bei Amazon erhältlich und steht für Premium-Spieler am PC, der PlayStation 4 sowie der Xbox One seit dem 15. Juli kostenlos zum Download bereit. Wer kein Premium-Account besitzt, muss sich allerdings bis zum 29. Juli gedulden, dann ist Dragons Teeth nämlich für alle Spieler zum Preis von 15 Euro erhältlich.

Kommentare

sieht ja im Prinzip ganz nett aus, aber ich will Battlefield 4 gar nicht mehr anfassen, das Spiel reizt mich leider nicht mehr

geschrieben am 25.07.2014 um 00:10 Uhr

Irgendwie ist das leider die geläufige Meinung unter den BF4-Spielern...

Statt neue Inhalte rauszuprügeln, sollte Dice an den teils schwerwiegenden Bugs arbeiten.

geschrieben am 25.07.2014 um 09:50 Uhr

BF4 ist leider echt ein ziemlicher Reinfall.Nur gut aussehen alleine,reicht bei weitem nicht...

geschrieben am 25.07.2014 um 14:13 Uhr

Die Bugs sind echt nervig.

geschrieben am 30.07.2014 um 15:37 Uhr

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