Feature: Futuremark 3DMark im Überblick (inkl. Verlosung)

Futuremark veröffentlichte vor wenigen Stunden die Windows-Version des neuen 3DMark-Ablegers und ebnet den Weg in eine zukunftsweisende Benchmark-Richtung. Dazu legt das Unternehmen eine jahrelange Tradition ab und präsentiert ein modernes Konzept, ohne gänzlich auf alte Tugenden zu verzichten. Die neuste Kreation der Entwickler, ermöglicht den Vergleich auf den modernen PC-,Tablet- und Smartphone-Plattformen dank verschiedener 3D-Technologien in Form von DirectX 9, 10 und 11 sowie Open GL ES 2.0. 


Endlich ist es soweit: Futuremark präsentierte am gestrigen Abend die Windows-Version des neusten 3DMark. Unüblich ist dabei jedoch der Verzicht, auf ein Zusatzkürzel wie der Jahreszahl oder einen einprägsamen, bestimmten Namen der vorliegenden Ausführung. Obwohl der ein oder andere verwundert sein dürfte, kann Futuremark diese Denkweise plausibel erklären: Der 3DMark ist nach einem gänzlich neuen Konzept entwickelt worden und beinhaltet nun sozusagen verschiedene, technologische Generationsstufen, um eine jahrelange Lebensdauer des jungen Hardwaretests zu gewährleisten. Der Benchmark unterstützt nicht nur die drei gängigen Grafik-APIs in Form von DirectX 9,10 und 11, sondern kann auch mit der aktuellen OpenGL-Variante for Embedded Systems 2.0 umgehen. Dementsprechend erreichen die Entwickler dadurch die Kompatibilität zu Smartphones, Tablets sowie PCs diverser Leistungsklassen und eine Vergleichbarkeit der erzielten Ergebnisse untereinander.

Deutlich frischer ist daher auch das Menü aufgebaut, in dem der Nutzer die drei zum 3DMark gehörigen Sequenzen findet. Das Szenarien-Trio teilt sich in die Tests "Ice Storm", "Cloud Gate" und "Fire Strike" auf. Der zuletzt genannte Benchmark ist aufgrund der aufwendig inszenierten DirectX-11-Effekte für absolute High-End-Rechenmaschinen konzipiert und daher nur für Windows-Systeme geeignet. Selbiges gilt auch für Cloud Gate, jedoch erfolgt trotz DX11 die Limitierung von Direct3D auf das Feature Level 10. Somit wird ein Test von Direct-X-10-Hardware möglich. Dementsprechend ist dieser Benchmark-Teil für etwas ältere und weniger rechenstarke Systeme und Notebooks gedacht. Hinsichtlich der Auflösung setzt Futuremark bei Fire Strike auf Full HD sprich 1.920 x 1.080 Pixel. Cloud Gate hingegen, verläuft in der Voreinstellung auf 1.280 x 720 Pixeln. Letzteres gilt auch für den eigentlichen Cross-Platform-Benchmark Ice Storm. Dieser nutzt zwar ebenfalls eine DirectX11-Engine, rendert aber nur in DX9. Im Falle von Android und iOS greift Futuremark auf OpenGL for Embedded Systems 2.0 zurück. 

Bilderstrecke zu allen drei Test-Sequenzen

Wer die Advanced Edition des neuen 3DMark erwirbt, kann die jeweiligen Szenarien nach Belieben anpassen und so seine eigenen Vorgaben setzen. Welche weiteren Versionen Futuremark noch anbietet, welcher Preis dafür gezahlt werden muss, und welche Features die entsprechenden Varianten mitbringen, zeigen wir im Folgenden:

3DMark Basic Edition

  • kostenlos
  • beinhaltet alle drei Tests: Ice Storm, Cloud Gate and Fire Strike
  • ohne technische Vorkenntnisse einfach zu benutzen
  • kostenloser Online-Account zum Verwalten der erzielten Ergebnisse

3DMark Advanced Edition

  • 24,95 Dollar
  • jeder Test kann individuell konfiguriert werden
  • dank Custom-Einstellungen lässt sich die PC-Performance ausloten
  • Jeder Benchmark kann im Loop als Stabilitäts- oder Burn-In-Test genutzt werden
  • tiefgründige Einblicke dank Leistungs-Diagrammen
  • Ergebnisse werden lokal automatisch gespeichert

3DMark Professional Edition

  • 995.00 Dollar
  • lizensiert für die wirtschaftliche und geschäftliche Nutzung
  • Kommandozeilen-Automatisierung
  • Bildqualität-Werkzeug
  • eigene Optionen für lokale Ergebnisse
  • Ausgabe der Ergebnisse als XML-Datei

Wer in naher Zukunft jedoch ein bestimmtes, ausgezeichnetes Produkt von MSI oder Galaxy erwirbt, bekommt die Advanced-Edition als Extra dazu. Für alle anderen bietet Futuremark einen 25-Prozent-Rabatt über Steam an. Selbiger gilt lediglich für diese Woche, sprich vom 04. 02. bis zum 10. 02. 2013. Käufer der 3DMark 11 Adavanced Edition erhalten ebenfalls 25 Prozent Preisnachlass, beim Erwerb des neuen Ablegers im Futuremark-Store. Aktuell können wir dort die Advanced-Edition regulär für rund 29 Euro kaufen. Über Steam werden laut Preisauszeichnung nur etwa knapp 19 Euro fällig. Was den Käufer erwartet, zeigt der neuste Trailer zum Benchmark-Epos:

Wer den 3DMark ausprobieren möchte, sollte die von Futuremark vorgegebenen Mindestanforderungen erfüllen. Zwar ist die vollständige Liste nur für Windows-Systeme bekannt, dennoch sind erste Details für Android bereits publik. Wer hingegen ein Tablet oder Smartphone von Apple sein Eigen nennt, sollte mindestens ein iPhone 4, iPad 2 oder einen iPod Touch 5 mit iOS 5 vorweisen können. Windows-RT-Geräte werden laut eigenen Aussagen ebenfalls zum Großteil unterstützt.

Mindestanforderungen

 WindowsAndroid
ProzessorDual-Core mit 1,8 GHzTBA
Arbeitsspeicher2 Gigabyte1 Gigabyte
Grafik-APIDirectX 9Open GL ES 2.0
interner Speicher3 Gigabyte300 Megabyte
BetriebssystemversionVista3.1

Um einen ersten Einblick in die drei Szenarios und den 3DMark im Allgemeinen zu werfen, haben wir eines unserer Systeme durch den Benchmark gejagt. Bestückt ist der eingesetzte PC mit einem Core i7-2600K, der auf 4,0 Gigahertz übertaktete wurde. Außerdem kommt eine konventionelle Geforce GTX 680 von Nvidia zum Einsatz. Beides wurde auf einem Asus Maximus IV Extreme-Z platziert und von 16 Gigabyte DDR3-2133-RAM der Dominator-GT-Familie aus dem Hause Corsair unterstützt. Trotz der hohen Rechenleistung unseres Systems, konnte der Fire-Strike-Test nicht flüssig dargestellt werden. Folgende Ergebnisse haben wir letzten Endes erzielt:

Dank der umfangreichen Echtzeitaufzeichung des neuen 3DMarks, sind die rechenintensiven Szenen der jeweiligen Tests nachvollziehbar, wodurch sich bei starkem Overclocking die Ursachen vermeintlicher Instabilitäten mit Leichtigkeit feststellen lassen. In unserem Fall lag beispielsweise in Fire Strike die maximale GPU-Temperatur bei 77 Grad Celsius, was anhand der niedrigen Bilder pro Sekunde von 20,5 FPS auf eine markante VGA-Belastung hindeutet. Der Prozessor bewegte sich hingegen bei 40 bis 45 Grad Celsius. Lediglich beim Physik-Test stieg die Temperatur der CPU merklich an. Solche Auswertungen helfen enorm, um ein System auf das Maximum zu tunen, wodurch sich ein praktischer Nutzen des 3DMark ergibt.

Obwohl Futuremark lediglich die Windows-Version des 3DMark veröffentlichte, sollen die Ableger für iOS, Android und Windows RT in Kürze folgen. Wer sich den Benchmark herunterladen möchte, kann dies direkt und kostenlos bei Futuremark durchführen.

Postet eure Ergebnisse samt System-Konfiguration und Verifizierungs-Screen in den Kommentaren unter diesem Artikel. Unter allen Teilnehmern verlosen wir zwei CPU-Kühler aus dem Hause be quiet!

Kommentare

So, da mein I5 einem I7 weichen "musste" und ich außerdem die Gigabyte R9 280x aufgrund eines Defektes zurück geschickt habe, mal ein neuer Benchmark mit 24/7 Setting meines aktuellen System:



System : Intel Core i7-3770K @ 4,0 GHz | Sapphire R9 280X Dual-X @ 1100/1600 MHz | Asrock Z77 Extreme4 | Windows 8.1 Pro 64 bit | 16 GB G.Skill Sniper DDR3-1600

Treiber: Catalyst 13.11 Beta V8

Ice Storm: 146251 Punkte
Cloud Gate: 23091 Punkte
Fire Strike: 7858 Punkte

http://abload.de/thumb/i7280xt0ky2.png


So wie es aussieht, erreicht die Sapphire nicht den 1200 MHz Chiptakt der Gigabyte, dafür ist sie RICHTIG leise und das ist im alltäglichen Betrieb weitaus wichtiger, als drei Prozent mehr Leistung. Sapphire gibt weniger VCore auf die GPU und es sieht nach nem VLock aus.



Max OC reiche ich die Tage mal nach! :-)

geschrieben am 03.11.2013 um 13:31 Uhr

Was war denn defekt? ;) ein hoch auf das Fernabsatzgesetz.... Na ja Gigabyte ist einfach tierisch laut mit dem aktuellen Kühler. Besser Msi Serie kaufen.

Gigabyte kommt mir erst mal nicht mehr in die Kiste.

Und wenn ich sapphire lese denke ich immer an Aldi. :P

Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk

geschrieben am 03.11.2013 um 20:00 Uhr

Hehe, nein, die war wirklich defekt. Einer der Lüfter ratterte bei bummelig 55% immer, wie damals die Fahrräder mit Bierdeckeln in den Speichen. Mit herunter geregelten Lüfter ging es an sich mit der Gesamtlautstärke, aber für einen so leisen Rechner wie meinen immer noch zuviel des Guten, so dass es mir nicht leid tat, sie umtauschen zu müssen.

MSI hatte ich ein paar Testvideos gesehen und da war die Lautstärke auch weitaus zu hoch. Zumal die throttelte und den Takt nicht halten konnte. Bei der Sapphire war ich auch sehr skeptisch, aber die R9 280X Dual-X ist wirklich leise, auch unter Last. Ich war positiv überrascht. Leider nicht das Übertaktungsmonster, aber irgendwas ist ja immer! :-)

Ich warte eigentlich eh auf eine geile R9 290 mit Customkühler. Hoffe, die bringen da was gescheites.

geschrieben am 03.11.2013 um 23:00 Uhr

OK ich hab die Msi gaming in der Variante gtx 760 und da ist sie mit Abstand die leiseste. 1,7 sone unter last.

Hab daher wohl drauf geschlossen das, dass bei der amd nicht anders ist.

Gesendet von meinem GT-I9505 mit Tapatalk

geschrieben am 04.11.2013 um 19:23 Uhr

1% ...i´am dangerous ^^

Zumindest ein Versprechen kann der Thread jetzt halten.

Ein Bolidensystem der PC Max Mitglieder hat hier jetzt auch mal ein Ergebnis gezeigt.
Wenn auch ein wenig Spät, aber das aufrüsten vom CF mit 2 x 5850 zu diesem Set Up dauerte eben ein wenig ;)

http://www.pc-max.de/forum/attachment.php?attachmentid=17082&stc=1&d=1391713127

geschrieben am 06.02.2014 um 20:00 Uhr

Oh warte ! ;> Nächste Woche lege ich nach und erneuer meine Ergebnisse mal :D

geschrieben am 07.02.2014 um 07:45 Uhr

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