Videotest: Zotac ZBOX nano XS AD11 Plus Mini-PC
Kompakte und damit minimalistische Setups liegen im Trend. Längst haben in vielen Haushalten Notebooks, Tablets oder ähnliche Geräte den großen PC-Tower abgelöst. Zotac vermarktet mit der ZBOX-Serie schon seit einiger Zeit ein interessante Produkte, die sich nahtlos in dieses Substitutionsgefüge einreiht. Die nano XS AD11 Plus stellt nun nicht nur den kleinsten und kompaktesten Ableger dar, sondern soll in Anbetracht der Göße auch schnell und leise zu Werke gehen.
Vor einigen Monaten hatten wir den Vorgänger der heute vor uns stehenden ZBOX im Test, die sich damals Nano Plus AD10 nannte. Die Box konnte zwar gerade durch die kompakten Abmessungen durchaus überzeugen, allerdings ließ sie performancetechnisch zu wünschen übrig.
In dem noch kleiner gewordenen Gehäuse der AD11 - im Vergleich zur AD10 ist sie 21 Millimeter schmaler und 8 Millimeter flacher - vollbrachte Zotac ein kleines Wunderwerk und verbaut deutlich potentere Hardware. Die AMD-Vision-E2-Plattform mit einem E-450 als Prozessor, der mit 1,65 Gigahertz taktet, überzeugt vor allem durch die neue Grafikeinheit: Verbaut ist eine HD 6320 mit 80 Shader-Einheiten und 500 Megahertz Frequenz. Letztere versteht sich auf HDMI 1.4a und eigenet sich daher auch zur Übertragung von großen Datenmengen, wie sie beispielsweise bei 3D-Filmen anfallen.
Weiterhin bringt Zotac in dem Mini-PC eine 64 Gigabyte große mSATA-SSD und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unter, womit die Plattform in PCMark 7 respektable 1.499 Punkte erreicht. Verglichen mit dem Vorgänger bedeutet das einen Geschwindigkeitszuwachs von ungefähr 38 Prozent. Wir haben uns in den letzten Wochen genau angeschaut, was die ZBOX nano XS AD11 Plus ansonsten noch kann und das Ganze in einem Video festgehalten.
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Die ZBOX nano XS AD11 Plus ist ein gelungenes Produkt und - verglichen mit dem Vorgänger - ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der Mini-PC lässt sich mit Alltagsanwendungen wie dem Office-Betrieb, Surfen und Filme schauen, kaum ins Schwitzen bringen. Nichtsdestotrotz arbeitet Zotacs kleine Box aufgrund der recht lauten Belüftung in einem hörbaren Bereich, welcher subjektiv betrachtet einen Störfaktor darstellt. Als Wohnzimmer-PC eignet sich die ZBOX daher nur teilweise. Sicherlich geht das Lüftergeräusch beim Einsatz als Mediaplayer und der damit verbundenen Videowiedergabe unter. Wenn es allerdings ruhig ist, kann man die arbeitende ZBOX aber deutlich vernehmen.
Dennoch schränkt das die Anwendungsgebiete des Zotac-PCs kaum ein. Denkbar ist eine Anwendung in allen Szenarien, wo die Ansprüche entweder nicht allzu hoch oder die Platzverfügbarkeit sehr gering sind: Als Zweitrechner zum Stromsparen oder als einziger Rechner für Personen, die auch mit weniger Leistung auskommen, in der Küche oder hinter jedem Bildschirm, wenn man keinen unschönen Standrechner im Zimmer stehen haben will - dank mitgeliefertem VESA-Mount kein Problem.
Ungefähr 325 Euro mag für die Zotac ZBOX nano XS AD11 Plus auf den ersten Blick viel Geld sein, dafür bekommt man allerdings auch einen ausgereiften Mini-PC mit Mediaplayer-Funktionalitäten geliefert, der sich bis auf die Lautstärke fast keine Schwächen leistet.
Für die Unterstützung beim Aufbau unserer Testsystems für Mediaplayer und andere Geräte, die eines Fernsehers, Soundsystems oder des Vergleichs damit bedürfen, danken wir getgoods.de und Edifier recht herzlich!
Alle Netzteile werden bei uns mit einem Gerät der Firma Chroma getestet. Es garantiert gleichbleibende Testsituationen und -umgebungen für alle Netzteile und erzielt damit reproduzierbare Ergebnisse.