Videotest: Zotac ZBox Nano Plus AD10 Mini-PC

Die Miniaturisierung in der Technikwelt schreitet unaufhaltsam voran. Wer heute noch glaubt, ein PC müsse in einem Tower stecken, der irrt gewaltig. Das beweist Zotac abermals mit der neuen ZBox Nano. Dabei handelt es sich um einen vollwertigen Mini-PC, dessen Grundfläche kaum größer ist als die einer CD-Hülle. Die verbaute AMD-Fusion-Plattform verspricht trotzdem passable Performance und kann dieses Versprechen auch halten!


Vor einigen Jahren waren es die berühmten Shuttle-PCs, die den PC-Markt in Sachen Formfaktor aufmischten, heute sind es Mac Mini, Dell Zino und Co., die den neusten Stand in Sachen Gehäusegröße darstellen. Bisher waren diese Mini-PCs relativ unattraktiv aufgrund der geringen Leistung, des hohen Preises oder der unsäglichen Lautstärke. Erst die neusten Entwicklungen auf dem Prozessormarkt lassen diese Nachteile verschwinden. Denn seit geraumer Zeit gehen alle großen Chiphersteller dazu über, Grafikkarte und Prozessor miteinander zu verschmelzen. Das Ergebnis nennt sich dann APU und ermöglicht wesentlich kleinere Formfaktoren. AMDs Interpretation dieser Technik heißt Fusion und kann dabei auch noch in Sachen Preis überzeugen.

Zotac hat sich die Fusion-Plattform geschnappt, ein üppig ausgestattetes Mainboard drumherum entworfen und das Ganze schließlich in ein attraktives Gehäuse verfrachtet. Herausgekommen ist die ZBox Nano, ein Mini-PC mit umfangreichen Features zum Schnäppchenpreis.

Allein die Größe der ZBox Nano ist faszinierend - in Kombination mit den technischen Features, etwa einem Dual-Core-Prozessor mit 1,6 GHz oder USB-3.0-Support ergeben sich auf einmal ganz neue Einsatzgebiete für solche Mini-PCs. Wer seinen Rechner nur für Office-Anwendungen und ein wenig Web-Surferei verwendet, der könnte bei diesem Gerät schnell schwach werden. Alle Personengruppen, die traditionell keine High-End-Shooter spielen oder Videoschnitt betreiben wollen, sind mit einem Mini-Computer auf Fusion-Basis gut beraten und schonen gleichzeitig ihren Geldbeutel.

Wie sich die ZBox Nano im Alltag so schlägt, und was man von diesem Winzling erwarten kann, das zeigt unser ausführlicher Videotest:

Man darf keine Wunder erwarten von der ZBox. Die Performance ist begrenzt - ohne Frage. Dennoch lässt sich Windows 7 als aktuelles Betriebssystem ohne Abstriche und Geschwindigkeitseinbußen verwenden. Man sollte ein paar Abstriche beim Multitasking machen, denn bei vielen geöffneten Anwendungen wird die Geschwindigkeit schnell inakzeptabel. Als HTPC, Netzwerkserver, Nettop oder Zweitrechner macht die ZBox aber allemal eine gute Figur.

Dank des sinnvollen Lieferumfangs (externer IR-Empfänger) und der tollen Fernbedienung bietet Zotac ein stimmiges Gesamtpaket an. Hardwarescheue User können sich mit der Plus-Variante vor dem eigenhändigen Zusammenbau flüchten. Wer jedoch ein Grundmaß an handwerklichem Geschick besitzt sollte zur Barebone-Variante greifen und sich ein paar Euro beim Kauf von Arbeitsspeicher und Festplatte sparen. Wer auch noch das letzte Fünkchen Leistung wahrnehmen möchte oder die Geräuschkulisse reduzieren möchte, der sollte zu einer SSD und größerem Arbeitsspeicher greifen. Preislich ist die Barebone-Variante bereits für 220 Euro (Stand 08/2011) zu haben. Den fertig ausgestatteten Mini-PC gibt es dann für 300 Euro. Nur um das Aufspielen eines Betriebssystems kommt man in beiden Fällen nicht herum.

Kommentare

Noch keine Kommentare abgegeben. Sei der Erste und teile der Welt deine Meinung mit!

Zum Thread im Forum