Videotest: SteelSeries Diablo 3 Headset

Mit einem optisch aufgehübschten Siberia-V2-Headset will SteelSeries die Spieler und allen voran die Fangemeinde von Diablo 3 ansprechen. Das Diablo-3-Headset soll über einen guten Sound verfügen, zusätzlich äußerst komfortabel und lange zu tragen sein, von Außengeräuschen abschirmen und selbstverständlich auch gut beziehungsweise zumindest auffällig aussehen.


Schon letzte Woche hatten wir uns mit einem Gaming-Headset beschäftigt, das allerdings in einer anderen Preisregion lag und auch einen anderen Kundenkreis ansprach. Das Creative Sound-Blaster-Recon3D-Omega-Wireless-Headset setzte auf einzigartige Features, wie beispielsweise die Wireless-Funktionalität. Auch das SteelSeries-Diablo-3 Headset kommt mit einigen Features daher, vor allem hebt es sich aber durch die einzigartige Optik von der Konkurrenz ab. 

Im Grunde ist das Diablo-3-Headset nur eine aufgehübschte Version des SteelSeries Siberia V2, welches schon seit längerer Zeit auf dem Markt ist und dort auch zu einiger Beliebtheit gefunden hat. Die Version, die für den Spielekracher Diablo 3 entworfen wurde, kommt zusätzlich mit einer LED-Beleuchtung der Ohrmuscheln und setz so deutliche Akzente. 

Von technischer Seite verfügt das Headset über zwei 50-Millimeter-Treiber, welche besonders satte Bässe erzeugen und auch ansonsten den audiophilen Nutzer nicht zu kurz kommen lassen sollen. Der flexible Kopfbügel verhilft zu einem besonders komfortablen Sitz ohne nervige Druckstellen - so soll einem langen Spielvergnügen nichts im Wege stehen. Damit man sich während des Spielens auch konzentrieren kann, sollen die mit Leder bezogenen Ohrmuscheln dann auch noch vor der Außenwelt abschirmen und damit das Headset komplettieren. Als nette Features spendiert SteelSeries dem Diablo-3-Headset eine im Kabel integrierte Fernbedienung, den Anschluss via USB, eine externe Software und ein ausziehbares Mikrofon. 

Nach dem Probehören lässt sich sagen, dass definitiv Gründe für die Beliebtheit des Grundmodells "Siberia V2" gefunden werden können. Auch das Diablo-3-Headset klingt äußerst ausgewogen, bringt satte Bässe, klare Höhen und auch annehmbare Mitten - letztere klingen teilweise aber etwas blass und ausdruckslos. Überraschenderweise kann das Headset aber nicht nur in Spielen und Filmen überzeugen - dort ist es aber definitiv am Besten aufgehoben, sondern hinterlässt auch beim Test mit diversen Musikstücken von Electro über Hip Hop bis hin zu klassischer Musik - einen guten Eindruck. Wenn man genau hinhört, wirkt dort der Bass allerdings teilweise überbetont und schlicht nicht gut eingebunden. 

Betreffend des Tragekomforts hat SteelSeries auf keinen Fall zu viel versprochen. Tatsächlich lässt sich das Diablo-3-Headset stundenlang bequem tragen, ohne dabei Druckstellen zu erzeugen, zu warm oder einfach ungemütlich zu werden - dem flexiblen Bügel sei Dank! Die versprochene Abschirmung der Außenwelt können wir allerdings kaum bestätigen. Im Vergleich mit anderen ohrumschließenden Headsets waren bei dem Modell von SteelSeries noch vergleichsweise viele Außengeräusche zu hören. 

Die Verarbeitungsqualität ist angemessen, an manchen Stellen wirkt das Headset aber etwas klapprig - so zum Beispiel an der Fernbedienung. Für einen Preis von derzeit rund 90 Euro (Stand 03/2012) erhält man ein Headset mit gutem Stereo-Klang, einer einzigartigen Optik und hohem Tragekomfort, welches qualitativ dem vergleichsweise hohen Preis, unserer Meinung nach, aber nicht ganz gerecht wird. Wer auf die extravagante Diablo-3-Optik verzichten kann, sollte zu dem praktisch baugleichen Siberia V2 von SteelSeries greifen oder sich bei der Konkurrenz umsehen. 

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