Videotest: Soundscience Rockus 3D 2.1 Boxensystem

Was das Sprichwort "Der Ton macht die Musik" früher ausschließlich auf zwischenmenschliche Kommunikation bezog, lässt sich heute längst auch auf die Musikwiedergabe übertragen. In Zeiten von Smartphones, Notebooks und anderen mobilen Geräten kommt der gute Ton bei der Musik häufig viel zu kurz. Ein Grund mehr, für die eigenen vier Wände ein dediziertes Gerät zur adäquaten Wiedergabe von Musik, Filmen und Spielen anzuschaffen. 


Die Auswahl ist bei den unterschiedlichen Systemen aber zumeist überwältigend. Wer sich nicht eingehend mit der Thematik beschäftigt, gibt unter Umständen viel zu viel Geld für eine nur marginal verbesserte Tonqualität aus. Wir haben uns deshalb einen Vertreter der 2.1-Boxensysteme angeschaut, der erst seit kurzer Zeit auf diesem Markt zu finden ist. 

Soundscience ist eine Tochterfirma des hauptsächlich für seine Netzteile und Gehäuse bekannten Herstellers Antec und konzentriert sich auf andere Märkte, wie eben der Tonwiedergabe. Mit dem "Rockus 3D" schickte der Hersteller vor einiger Zeit ein System ins Rennen, das vor allem durch das Feature des dreidimensionalen Raumklangs auf sich aufmerksam macht. 

Das Soundscience Rockus 3D ist ein insgesamt 8,5 Kilogramm schweres, vergleichsweise aber relativ kompaktes System, das aus einem Subwoofer und zwei Speakern besteht - soweit also eine sehr klassische Zusammenstellung. Es kommt mit einer Kabelfernbedienung, einem 3,5-Millimeter-Stereo-, einem Cinch- sowie einem optischen Eingang und ist weiterhin mit einem Schalter ausgestattet, der das Umschalten zwischen drei verschiedenen Stufen der Bassintensität erlaubt. Letzterer wird durch einen 6,5-Zoll-Subwoofer ermöglicht, der durch eine spezielle Anbringung besonders viel Druck erzeugen soll. Insgesamt verfügt das System über eine Ausgangsleistung von 150 Watt. 

Die Verarbeitungsqualität des Rockus 3D weiß zu gefallen. Durch die Verwendung von Aluminium erscheinen besonders die beiden Speaker äußerst hochwertig und hinterlassen einen guten Eindruck. Die Handhabung der Fernbedienung geht intuitiv und dank des erhöhten Gewichts auch ohne unbeabsichtigtes Verschieben von der Hand. Schade ist allerdings, dass keine Möglichkeit zur kabellosen Bedienung des Boxensystems besteht. Durch das relativ kurze Kabel der Fernbedienung ist die einzig denkbare Möglichkeit der Anbringung, eigentlich auch der direkte Weg vom Subwoofer auf den Tisch. Von einem aufwendigen Kabelmanagement muss man sich als Besitzer des Rockus 3D wohl verabschieden, denn ohne die Fernbedienung funktioniert das System nicht. 

Klanglich erscheint das Rockus 3D leider etwas unausgewogen. Von einem System in dieser Preisklasse hatten wir uns mehr erwartet. Zur Verteidigung des Soundscience-Pendants ist allerdings anzubringen, dass es sich dabei um ein sehr kompaktes System handelt und es zudem schon ohne aufwendige Konfiguration einen durchaus annehmbaren Sound hervorbringt. Wenn also die Priorität beim Kauf eines Boxensystems nicht unbedingt auf der maximalen audiotechnischen Leistung des Gerätes, sondern beispielsweise auch auf den Features, der Größe oder der Optik liegt, kann das Soundscience Rockus 3D auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Gerade der 3D-Modus zählt zu den Besonderheiten, die gerade in Spielen sehr angenehm hervorstechen.

Soundscience liefert mit dem Rockus 3D ein gutes Erstlingswerk ab, das in vielen Punkten - zum Beispiel bei der Verarbeitung - sehr erwachsen erscheint, an anderen Stellen aber noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Wer die nicht ganz ausgewogene Klangqualität zugunsten anderer Punkte des Rockus 3D in Kauf zu nehmen bereit ist, der wird mit dem System gut bedient sein. Allen Anderen ist empfohlen, sich bei der etablierteren Konkurrenz umzusehen. Dort muss aber häufig etwas mehr Geld als die beim Rockus fälligen 120 Euro (Stand 02/2012) in die Hand genommen werden.

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