Videotest: Patriot PBO Alpine Mediaplayer
Mediaplayer befinden sich auf dem steigenden Ast. Es gibt sie in diversen Ausstattungsvarianten, mit unterschiedlichen Betriebssystemen und von einer zunehmenden Anzahl an Herstellern. Auch Patriot will im Markt der kleinen Streaming-Kästen mitmischen und stellt mit dem PBO Alpine ein Gerät auf Basis von Android vor, das mit einer angepassten Benutzeroberfläche versehen wurde.
Der quadratische schwarze Kasten mit der Bezeichnung "PBO Alpine" von Patriot unterstützt dank Android praktisch alle gängigen Formate, darunter AAC, FLAC, MP3, Ogg Vorbis, WAV, WMA sowie RealVideo, DivX, DivX 4, DivX 5, H.264, DivX 6, MPEG-2 (DVD Video), MPEG-4, WMV9, XviD, VC-1, AVI, MOV, VOB, MKV, DAT, WMV, MPG, ISO, MP4, M2TS, RM, RMVB und BMP, JPG (JPEG) und PNG.
Anschlussseitig stehen zwei USB-2.0-Ports, ein SD-Kartenleser, ein HDMI-1.3b- sowie ein AV-Ausgang und natürlich ein LAN-Port zur Verfügung. Damit ist das Gerät für alle erdenklichen Anschluss-Szenarien gewappnet und das hat seinen Grund - Applikationen für Android finden nur über Wechseldatenträger ihren Weg auf den PBO Alpine Mediaplayer, die Implementierung des App-Stores von Google fehlt. Von Haus aus sind neben Anwendungen für die Wiedergabe von Videos, Bildern und Musik auch ein Browser, YouTube und Picasa installiert.
Der PBO Alpine soll sich für all diejenigen eignen, die von ihrem Mediaplayer "ultimative Flexibilität und Funktionalität" erwarten. Das gelingt auch, allerdings auf Kosten intuitiver Bedienung, wie man sie eigentlich von einem Mediaplayer erwartet. Schließlich muss sich das Gerät mit einer einfachen Fernbedienung vom Sofa aus bedienen lassen. An den Alpine lässt sich zwar auch eine USB-Tastatur und Maus anschließen, wie genau dann eine einfache Bedienung aussehen soll, ist nicht ersichtlich.
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Wie schon beim Test des A.C. Ryan Veolo ist auch beim PBO Alpine die Demonstration der Möglichkeiten des Android-Betriebssystems absolut gelungen. Die Vorteile der offenen Plattform bringen aber unweigerlich auch Kritikpunkte mit sich, die einen einfachen Betrieb des PBO Alpine erschweren. Das Gerät ist träge, die Menüs wirken trotz eigener Benutzeroberfläche nicht wirklich Fernseher-tauglich und besonders ansehnlich wirkt die Struktur auch nicht.
Zum derzeitigen Straßenpreis von rund 100 Euro (Stand: 07/2012) sehen wir keinen Grund, den PBO Alpine von Patriot anderen Geräten der etablierten Mediaplayer-Konkurrenz in Form von Western Digital und Asus vorzuziehen. Seit dem A.C.Ryan Veolo - den ersten Android-Mediaplayer, den wir im Test hatten - hat sich zwar schon einiges getan und in puncto Bedienung zum positiven gewendet, aber wirklich intuitiv lässt sich Android auch beim vorliegenden Produkt nicht bedienen.
Wer aber Fan von Android ist, gegen etwas Einrichtungsarbeit und teilweise lieblos gestaltete Menüs nichts einzuwenden hat und auf der Suche nach einer vergleichweise günstigen Streaming-Lösung mit vielen Möglichkeiten der Erweiterung ist, könnte mit dem PBO Alpine glücklich werden.
Für die Unterstützung beim Aufbau unserer Testsystems für Mediaplayer und andere Geräte, die eines Fernsehers, Soundsystems oder des Vergleichs damit bedürfen, danken wir getgoods.de (LG 42LW5500) und Edifier (S550) recht herzlich!
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