Videotest: Creative Gigaworks T3 Soundsystem
Kleinen Lautsprechern wird nachgesagt, dass die geringen Abmessungen meistens zu Lasten der Tonqualität gehen. Trotzdem will sich nicht jeder riesige Boxen neben sein Notebook oder seinen Bildschirm stellen und zusätzlich einen massiven Subwoofer im Zimmer unterbringen müssen. Für Menschen, die ein kompaktes Soundsystem suchen, das dennoch einen guten Klang produzieren kann, entwickelte Creative das Gigaworks T3.
Das Gigaworks T3 kommt mit sehr kompakten Abmessungen daher - die Satelliten messen 93 x 76 x 149 Millimeter und wiegen 352 Gramm. Der Subwoofer hingegen nimmt 287 x 236 x 213 Millimeter Platz in Anspruch und bringt 5,9 Kilogramm auf die Waage . Zudem soll selbiger durch besonders hochwertige Komponenten mit einem guten Klang erzeugen. Damit trotz des relativ kleinen Subwoofers ein überzeugender Tiefton zustande kommt, hat Creative nach dem SLAM-Design (Symmetrically Loaded Acoustic Module) gleich drei 165-Millimeter-Treiber in das kleine Gehäuse des Subwoofers verbaut. Lediglich einer davon funktioniert allerdings aktiv, die beiden seitlich angebrachten Treiber nehmen lediglich passiv am Geschehen teil, werden also durch den anderen angetrieben.
In den kompakten Speakern verbaut Creative anscheinend besonders hochwertige 50-Millimeter-Treiber, welche für volle Mitten und klare Höhen sorgen sollen. Zusätzlich liefert Creative eine optisch ansprechende Kabelfernbedienung, welche über einen Kopfhörer- sowie einen AUX-Ausgang und selbstverständlich ein Einstellrad für die Lautstärke verfügt. Wird dieses auf die niedrigste Stufe gedreht, verabschiedet sich das Gigaworks-System automatisch in den Stand-By-Modus.
Auf den ersten Blick will man dem Creative Gigaworks T3 nicht so wirklich abnehmen, dass aus den vergleichsweise äußert kleinen Speakern und dem Subwoofer ein guter Klang kommen soll. Der Überraschungseffekt ist umso größer, als einen nach Verkabelung des Systems ein voller Klang mit satten Bässen erwartet.
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Nach kurzem Probehören fällt allerdings auf, dass der satte Bass an vielen Stellen nicht mit den Speakern harmoniert, schlecht eingebunden wirkt oder übersteuert. Die Feinjustierung der Stärke des Subwoofers fällt schwer, weil die Einstellmöglichkeiten zu umfangreich gewählt sind. Selbst mit einer Reduzierung des Basses auf 30 Prozent wirkt dieser stellenweise noch zu stark. Nichtsdestotrotz macht er in Filmen und Spielen großen Spaß - Schlachten und andere actionreiche Szenen kann der Subwoofer überzeugend wiedergeben. Für audiophile Genießer von weniger basslastiger Musik ist er aber nicht geeignet.
Erstaunlich ist jedoch, was die beiden 50-Millimeter-Treiber aus den Satelliten liefern. Sie brauchen zwar dringend die Unterstützung des Subwoofers, weil sie selbst keinerlei tiefe Frequenzen übertragen können, zeigen sich aber bei den Mitten und Höhen als wirklich hochwertige Vertreter ihrer Klasse. Sogar der Musikgenuss könnte mit dem erzeugten ausgewogenen Klang gelingen, wenn da nicht der aus der Reihe tanzende Subwoofer wäre.
Verarbeitungstechnisch bewegt sich das Gigaworks T3 auf sehr hohem Niveau. Die Qualität der verbauten Materialien, Lackierungen und Anschlüsse kann sich wirklich sehen lassen. Glücklicherweise wurde auch daran gedacht, die Satelliten mit soliden Metallfüßen zu bestücken, sodass sie weniger leicht umfallen können. Auch der schnelle Übergang in den Stand-By-Modus und die Kabelfernbedienung gefallen.
Trotzdem steht dem nicht ganz ausgewogenen Klang ein stolzer Preis von derzeit knapp 160 Euro (Stand: 03/2012) gegenüber, welcher dem System eine starke Konkurrenz beschert. Damit ist das Gigaworks T3 von Creative hauptsächlich für diejenigen User interessant, die wirklich größten Wert auf kompakte Abmessungen legen und dafür auch Abstriche bei der Klangqualität in Kauf nehmen.
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