Videotest: Asus ROG Tytan G30 Komplett-PC im Videotest

Mit dem G30 erweitert Asus die Republic-Of-Gamers-Serie um einen Komplett-PC mit Komponenten aus dem gehobenen Leistungssegment. Der Tytan-Ableger wird als Gaming-Tower vermarktet und soll so auch hohen Ansprüchen in diesem Bereich gerecht werden. Wie dies umgesetzt wurde und welche Performance sowie Funktionen der Desktop-PC mit sich bringt, klären wir in unserem heutigen Video-Test.


Die Republic-Of-Gamers-Serie von Asus geniesst unter Spielern, Enthusiasten und Overclockern einen guten Ruf. Doch im Laufe der Zeit erweiterte der Hersteller die Sparte und bietet neben Hardware-Komponenten aus dem oberen Leistungssegment auch Peripherie sowie Komplettsysteme verschiedenster Ausrichtungen an. Zu letzteren zählt der G30AB, der mit einem Intel Core i5-4670K und einer Geforce GTX 770 im Referenz-Design ausgestattet ist. Zur Kühlung des Prozessors kommt eine Wasserkühlung aus dem Hause Asetek zum Einsatz. Den freien Multiplikator des aus der Haswell-Generation stammenden Intel Core i5-4670K macht sich Asus zunutze und stellt dem Benutzer drei vordefinierte Profile zur automatischen Übertaktung der CPU bereit. Mit dem ersten Preset läuft der Prozessor auf 3,7 Gigahertz, beim zweiten auf 3,9 Gigahertz und beim dritten Setting auf 4,1 Gigahertz. Das jeweilige Profil lässt sich ganz einfach durch einen Knopf am Frontpanel wählen. Außerdem verbaut wurden ein 8-Gigabyte-RAM-Riegel, eine 128-Gigabyte-SSD von Kingston sowie eine HDD von Toshiba mit einem Terabyte Kapazität. Ein 700-Watt-Netzteil von AC BELL sorgt für die nötige Stromversorgung. Als Betriebssystem ist Windows 8 in der 64-Bit-Version vorinstalliert.

Wie sich der ROG Komplett-PC namens "Tytan G30AB" in unseren Tests schlägt, erfahrt ihr im ausführlichen Videotest:

In unserem Leistungstest, der aus dem Spiel Crysis 3 und PC Mark 8 bestand, schlug sich der G30AB von Asus recht gut. Lediglich in geringen Abweichungen des Scores in PC Mark 8 konnte man einen Unterschied zwischen den verschiedenen OC-Profilen für den CPU-Takt bemerken. In Crysis 3 waren dies allerdings nicht zu messen und wir konnten das Spiel mit flüssigen 44 Frames pro Sekunde genießen. Wie für solche grafiklastigen Spiele war hier die Grafikkarte der limitierende Faktor, weswegen eher Titel wie Battlefield 4 im Multiplayer-Modus von der Übertaktung des Prozessors profitieren. Dank Kompakt-Wasserkühlung blieb die CPU zu jeder Zeit in einem angemessenen Temperaturbereich und wurde selbst unter Volllast nicht wärmer als 54 Grad.   

An dieser Stelle müssen wir allerdings die Komponentenwahl stark kritisieren: So fanden wir in dem Republic-Of-Gamers-Komplett-PC keinerlei Hardware aus der entsprechenden Serie, was bei vielen für Verwirrung sorgen dürfte. Ein Maximus-VI-Hero-Mainboard und eine Grafikkarte mit Dircet-CU-II-Kühlung hätten sicherlich nicht viel am Endpreis geändert.

Insgesamt konnte uns der G30 von Asus zumindest von der Leistung her überzeugen. Das Design ist ebenfalls gelungen, obwohl hier und da am Material gespart wurde. Allerdings ist der durchgängig mit 1.700 Umdrehungen pro Minute drehende Lüfter für die Wasserkühlung etwas ungünstig gewählt, da dieser eine deutlich hörbare Geräuschkulisse erzeugt.  Dass der Komplett-PC allerdings trotz seines Namens keinerlei Komponenten aus der ROG-Serie beinhaltet stößt bei uns auf Unverständnis, zumal der potenzielle Käufer bei einem Preis von etwa 1.350 Euro sicherlich von entsprechenden Komponenten ausgeht.

Im Vergleich zu einem selbstkonfigurierten PC von MIFcom mit deutlich besseren Ausstattungsmerkmalen , ist der Tytan G30 nur wenig günstiger, kann aber mit einem vorinstallierten Betriebssystem aufwarten.

Produktinformation
HerstellerAsus
NameROG Tytan G30AB
Preis782.74€

Kommentare

Schöner ausführlicher Test.
Das ASUS so einen Murks für das Geld anbietet,hätte ich echt nicht gedacht.
Schaue mir ja selten mal Komplettsysteme an aber da gibt es ja nun wirklich überall besseres für das Geld.
Aber die Härte ist tatsächlich,das System als ROG-Serie zu bewerben,wobei nicht ein Bauteil aus der ROG-Palette entstammt.
Dann echt nur Single Channel dank nur einem Ram Modul á 8 GB,null zusätzliche Gehäuselüfter um wenigstens eine halbwegs vernünftige Belüftung zu generieren,ein Netzteil ohne Netzschalter,klappriges Gehäuse und dann so einen Preis.
Also wer sich das kauft,der ist wirklich schon gestraft genug.
Da bietet jeder XY-Händler im Internet oder Media/Saturn besseres an.
Selbst Acer und Konsorten bieten für das Geld schon deutlich bessere Komponenten.Diese 3 Stufen CPU-Übertaktung und die tolle Frontklappe sind den Aufpreis natürlich völlig wert...
Pfui ASUS!

geschrieben am 14.05.2014 um 16:46 Uhr

Hm...gefällt mir definitiv, dass ihr ein solches Produkt auch wirklich mal negativ testet.
Trotzdem hab ich iwie das Gefühl, dass man das Gerät wohl in näherer Zukunft nochmal im Rahmen eines Ereignisses passend zu einer kommenden Sportveranstaltung wiedersehen wird ;-)

geschrieben am 14.05.2014 um 18:34 Uhr

Wo vorne "ROG" drauf steht muss auch "ROG" drin sein, wenn kein einziges "ROG"-Teil verbaut wurde, grenzt das meiner persönlichen Meinung nach schon an Kundentäuschung. Und ein Netzteil ohne An/Aus Schalter geht ja schon mal gar nicht und Single-Channel ist ja wohl lächerlich. Cool finde ich dagegen die Fronseite mit dem beleuchteten Logo und der runterfahrenden Klappe.

geschrieben am 15.05.2014 um 01:04 Uhr

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