Feature: Thermaltake Level 10M Gaming-Headset im Test

Hinter dem Namen "Level 10M" versteckt sich ein neues Gaming-Headset von Thermaltake mit schwarz-rotem Farbschema und silbernen Akzenten. Neben einem edlen Look gehören interessante Features und Zubehörteile zu diesem Gaming-Accessoires. Ob neben dem Aussehen nach einer genaueren Inspektion auch der Klang und die Verarbeitung des Level 10M überzeugen können, werden wir im Folgenden klären.


Der Hersteller Thermaltake nahm in der Vergangenheit bereits mehrfach Produkte verschiedener Sparten mit besonderer Konzentration auf die Optik in das eigene Portfolio auf. Für besonderes Aufsehen hat dabei ohne Frage das Level-10-Gehäuse gesorgt. Dieses High-End-Case weist neben einem einzigartigen Aufbau ein schwarz-rotes Farbschema auf und ist in Zusammenarbeit mit der BMW Group DesignworksUSA entworfen worden. Eine sehr ähnliche Optik findet sich nun auch bei einem neuen Gaming-Headset der Level-10M-Reihe wieder, denn auch dieser optisch ansprechende Begleiter für jede LAN-Party ist zusammen mit dem BMW-Design-Team konzipiert worden.

Das Level-10M-Headset wird über die Tochterfirma Tt eSPORTS von Thermaltake vertrieben, welche sich klar auf Accessoires für Spiele sowie LAN-Partys konzentriert und das schwarz-rote Farbschema in fast allen Produkten unterbringt. Im diesem Fall gesellt sich farblich auch ein auffälliger, silbernen Anteil dazu, welcher der Aluminium-Bügel geschuldet ist, der als Basis des Kopfhörers dient. Für die Verbindung mit der Audioquelle setzt Tt eSPORTS auf eine sogenannte "bilaterale USB-Konnektivität", die es dem Nutzer zusammen mit den zwei verschiedenen Anschlusskabeln möglichst einfach machen dürfte, eine angenehme Konfiguration zu finden.

Lieferumfang und Verpackung

Geliefert wird das Level 10M in einem schwarzen, aufklappbaren Karton, der zunächst durch eine zusätzliche Pappummantelung geschützt wird, welche neben Abbildungen des Produkts auch die wesentlichen Features zusammenfasst und natürlich, passenderweise ebenfalls dem Farbschema treu bleibt. Im Inneren ist ein weiterer, schwarzer Karton in eine transparente Kunststoffschale eingefasst, der die beiden bereits erwähnten Anschlusskabel beinhaltet. Darunter ist das eigentliche Headset verstaut, während sich am Boden des Kartons eine Transporttasche befindet.

Das Aufbewahrungssäcken besteht aus recht dickem, neopren-ähnlichen Stoff, der auf der Außenseite schwarz und im Inneren rot gefärbt ist. Neben einem roten Logoaufdruck informiert auch ein eingenähtes Schild über den Hersteller, während eine Kordel das Verschließen für den Transport ermöglicht. Sowohl das Headset als auch die zugehörigen Kabel können ohne Probleme in der Tasche verstaut werden und lassen sich auf diese Art sicher und problemlos unterwegs mitnehmen.

Aufbau, Verarbeitung und Design

Das Headset selbst baut, wie eingangs erwähnt, auf einer Aluminium-Basis auf. Daran befestigt ist an der Oberseite der Kopfbügel mit Herstellerlogo. Pro Seite lässt sich die Weite um bis zu 3,5 Zentimeter in zehn Stufen auf die persönliche Kopfform anpassen, wodurch für die meisten Nutzer ein komfortabler Sitz erreichbar sein sollte. Der Tragekomfort wird zusätzlich durch eine gepolsterte Schicht mit einer Dicke von etwa einem Zentimeter erhöht.

Auf den Seiten führt jeweils ein Kabel mit Gewebeummantelung zu den Ear-Cups, die eine Höhe von elf Zentimetern und Breite von sieben Zentimetern aufweisen. Diese sind mittels eines C-förmigen Haltearms befestigt, der ein Schwenken um einige Grad und damit ein Anpassen an die Kopf- und Ohrform ermöglicht. Befestigt werden die Bügel dabei an einer zylinderförmigen Erhöhung auf den Ohrstücken. Während die silbern-glänzende Deckelfläche das Drachenmotiv des Herstellers aufweist, befindet sich an der Unterseite pro Seite eine USB-Buchse für das Audiokabel, wodurch dem Nutzer frei steht, ob die Verbindung rechts oder links erfolgen soll. Auf der anderen Seite findet sich jeweils ein Ohrpolster. Mit inneren Abmaßen von etwas mehr als 6 x 3 Zentimetern passt sie vermutlich knapp über die meisten Ohren, weshalb die 20 x 15 Millimeter dicke Polsterschicht, die vermutlich aus Kunstleder besteht, nicht auf den Ohren aufliegt. Die Polster lassen sich mit etwas Kraft entfernen und geben Blick auf die darunterliegenden 40-Millimeter-Treiber mit Neodym-Magneten frei.

Auf der rechten Kopfseite ist der bogenförmige Mikrofonarm mit einer Länge von etwa zehn Zentimetern montiert. Die Befestigung ist durch ein Gelenk gewährleistet, welches eine Ausrichtung auf den Mund oder alternativ ein vertikales Anklappen an den Ear-Cup erlaubt. Während sich das Mikrofon selbst an der Vorderseite befindet, weist der lange Teil des Arms eine Oberfläche auf, die an gebürstetes Aluminium erinnert.

Thermaltake legt dem Headset wie bereits erwähnt zwei Kabel zum Anschluss an eine Audioquelle bei. Beide wurden mit einem schwarz-roten Gewebegeflecht ummantelt. Die Stecker an den Enden wirken sehr hochwertig und sind gut verarbeitet. Während das kurze Kabel mit einer Länge von etwa einem Meter in einer 3,5-Millimeter-Stereoklinke endet, ist das zweite Exemplar insgesamt gut dreimal so lang. Neben einer höheren Reichweite ergibt sich dem Nutzer durch ein etwa 3 x 4 x 1,5 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe) großes Bedienungselement auch die Möglichkeit eine Lautstärkeregulierung und ein Stummschalten des Mikrofons vorzunehmen. Außerdem endet dieses Kabel in zwei 3,5-Millimeter-Steroklinken für Mikrofon sowie Lautsprecher und kann für einen Transport durch einen wiederverwendbaren Kabelbinder mit Thermaltake-Logo kompakt verstaut werden.

Durch die beiden Anbindungsvarianten ist das Level 10M mit fast allen Geräten kompatibel, die Nutzer eines Gaming-Headsets in Anbetracht ziehen könnten. Die Benutzung der Lautstärkeregelung und des Mikrofonstummschalters ergaben sich in der Praxis als äußerst hilfreich und komfortabel. Allerdings sind bei einem Headset nicht nur das Aussehen und die Verarbeitung wichtig. Der Klang der Lautsprecher sowie des eingebauten Mikrofons sind mindestens genau so wichtig um ein empfehlenswertes Produkt darzustellen.

Praxis

Die Wiedergabe von Film- und Game-Sounds sowie Musik fällt recht unspektakulär aus. Ohne individuelle Equalizer-Einstellungen fehlt es den Speakern im Level 10M deutlich an Bässen und Tiefe. Wird etwas Zeit für die genaue Klangregelung investiert, kann zumindest passabler Sound erreicht werden, der beim Gaming überzeugt. Erfreulich ist, dass das Headset auch bei höherem Eingangspegel nicht dazu neigt, zu verzerren. Durch einen festen, aber nicht unangenehmen Sitz der Ohrpolster am Kopf wird letztlich eine sehr effektive Abschirmung der Umgebungsgeräusche erreicht.

Wie bereits die Lautsprecher, liefert auch das eingebaute Mikrofon ausreichende Ergebnisse. Eine Verständigung via Skype ist mit dem Headset nach einer Konfiguration am Zielgerät ohne Probleme möglich. Ein nettes Feature ist dabei der angesprochene Schiebeschalter, der auf Wunsch eine Mute-Funktion ermöglicht und damit umständliche Einstellungen am Zielgerät oder sogar eine Unterbrechung des Telefonats verhindert.

Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass Thermaltake mit dem Level 10M ein gutes Produkt verkauft, das sich bestens in das bestehende Portfolio der Tt-eSPORTS-Reihe eingliedert. So liegen die Stärken dieses Gaming-Headsets definitiv in der makellosen Verarbeitung und dem durchdachten, edlen Design der BMW-Designer. Zahlreiche Details wie die sauber ummantelten Kabel, die Aluminiumkonstruktion und die beidseitig ausgeführte Anschlussmöglichkeit für die Anbindung der Audioquelle heben das Level 10M zudem von vielen Konkurrenzmodellen ab. Dennoch ließ uns besonders der Klang der verbauten Treiber eher unbeeindruckt. Wie im Test erwähnt, lässt sich ein etwas ansprechenderer Sound durch Equalizer-Einstellungen an der Klangquelle erreichen, weshalb es sicher eine Überlegung wert gewesen wäre, eine passende Software beizulegen, wie es bei vielen anderen Gaming-Headsets bereits der Fall ist.

 

Für das Thermaltake Level 10M sprechen die sehr gute Verarbeitung, das schicke, durchdachte Design sowie die zahlreichen kleinen Features, wie unter anderem die zwei Anschlusskabel mit hochwertiger Ummantelung und der Transportbeutel, der eine sichere Beförderung des Produkts  auf LAN-Partys gewährleisten sollte.

Gegen das Thermaltake Level 10M spricht einzig die nur durchschnittlichen Audioqualität, die insgesamt nicht zu einem sonst gelungenen Gaming-Headset in dieser Preisklasse passt.

Für derzeit rund 110 Euro (Stand 01/2014) bietet Thermaltake mit dem Level 10M ohne Frage ein ansprechendes Headset mit bester Verarbeitung, das dem LAN-Party-Alltag gewachsen ist. Aufgrund der klanglichen Differenzen zu anderen Modellen in dieser Preislage können wir dem Thermaltake Level 10M dennoch keine Redaktionsempfehlung auszusprechen.

Weitere Tt-eSPORTS-Produkte mit ausgefeiltem Design finden sich bei Amazon.

Kommentare

Schade, dass es klanglich nicht sooo überzeugt.
Schick finde ich es ja - geschenkt würde ich es tatsächlich nutzen - kaufen würde ich es mir wohl nicht.
Ich höre bei Headsets die Unterschiede eh nicht so wirklich, bin ein Laie was Sound angeht ..

Grüßle ^^

geschrieben am 17.01.2014 um 07:22 Uhr

Schöner Test mit dem erwartetem Ergebnis. ;-) "Gaming"-Headsets bringen es einfach nicht...

geschrieben am 17.01.2014 um 07:58 Uhr

Schade das ein offensichtlich so gut verarbeitetes Gerät (mit durchaus ansprechender Optik) gerade beim klang schwächelt. Schöner test!

Gesendet von meinem GT-I9295 mit Tapatalk

geschrieben am 17.01.2014 um 08:04 Uhr

Überrascht mich nicht wirklich. Wie sollen firmen wie Thermaltake auch gute Erfahrungen und gutes Fachwissen im Akustik-Bereich von 0 auf 100 erreichen, wenn sie bei weitem nich solange im Geschäft sind wie so manch anderer Hersteller wie Sennheiser...


Gesendet von meinem Nokia Lumia 925.

geschrieben am 17.01.2014 um 08:50 Uhr

Überrascht mich nicht wirklich. Wie sollen firmen wie Thermaltake auch gute Erfahrungen und gutes Fachwissen im Akustik-Bereich von 0 auf 100 erreichen, wenn sie bei weitem nich solange im Geschäft sind wie so manch anderer Hersteller wie Sennheiser...


Gesendet von meinem Nokia Lumia 925.

naja hurri,

die machen alle nix selber. Es wird bei Herstellern eingekauft und dann das Label drauf.
Sennheiser ist auch nicht mehr das was sie mal waren.

Als ich das Ding sah dachte ich erst ich bin in den 70er & 80er zurück. Damals hatten wir sowas auch auf der Birne. Damals waren es aber nur die kleinen protablen Radios, später dann den Walkman, dann den Discman usw.( die form gabs schon mal )

geschrieben am 19.01.2014 um 11:30 Uhr

Zum Thread im Forum